Halbfinal-Aus im Totopokal

Neuer Tiefpunkt für den SV Wacker

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Burghausen - Der SV Wacker verpasst erneut den DFB-Pokal. Anders als im Vorjahr war dieses Mal sogar schon im Halbfinale des Totopokals Endstation für die Salzachstädter.

Der SV Wacker hat einen weiteren sportlichen Nackenschlag hinnehmen müssen. Im Totopokal-Halbfinale beim viertklassigen SV Schalding setzte es eine 1:0-Niederlage. Das entscheidende Tor vor gut 1000 Zuschauern erzielte Michael Pillmeier in der 23. Minute. Die Salzachstädter verpassen damit ein weiteres Mal den DFB-Pokal - und Einnahmen in sechsstelliger Höhe.

Dem SV Wacker entgehen 100.000 Euro

Vor rund einem Jahr scheiterte der SV Wacker denkbar knapp im Endspiel des Totopokals am TSV 1860 Rosenheim. Das Verpassen des DFB-Pokals riss damals eine erhebliche finanzielle Lücke in den Etat, der Klub musste über Wochen um die Lizenz kämpfen - letztlich mit Erfolg. Nachdem der SV Wacker heuer sportlich bereits abgestiegen ist und im nächsten Jahr in die Regionalliga muss - sollten nicht noch gleich mehrere Drittligisten keine Lizenz erhalten - wäre der Einzug in die erste DFB-Pokal-Hauptrunde, verbunden mit Einnahmen in Höhe von 100.000 Euro, bei den Finanzplanungen sicher nicht von Nachteil gewesen.

"Die Partie war ein Spiegelbild der gesamten Saison. Deshalb stehen wir in der Tabelle auch da, wo wir aktuell stehen. Wir haben es auch heute versäumt, ein Tor zu erzielen. Die Enttäuschung ist riesengroß", sagte Wacker-Coach Uwe Wolf nach dem Halbfinal-Aus gegenüber fupa.net. Ein merklich glücklicherer Mario Tanzer, Trainer des SV Schalding, schloss sich im doppelten Sinne spiegelbildlich den Aussagen seines Kollegen an: "Das war ein glücklicher Sieg, aber wir haben mit Glück und Geschick das Ergebnis gehalten. Für uns war es auch ein Spiegelbild der Saison, die Gegner sind besser, aber wir haben gut verteidigt", sagte Tanzer gegenüber heimatsport.de.

Eiszeit zwischen Mannschaft und Fans

Wie das Wochenblatt berichtet, war das Spiel auch ein weiterer Tiefpunkt in der Beziehung zwischen Mannschaft und Fans des SV Wacker. Außer Torwart Stephan Loboué seien alle Spieler des SV Wacker nach dem Spiel in die Kabine geflüchtet. Der Keeper, bei den Fans eigentlich wohlgelitten, habe sich - offenbar angesichts seines möglichen Wechsels zu Jahn Regensburg - von den mitgereisten Wacker-Anhängern als "Hurensohn" und "Charakterschwein" beschimpfen lassen müssen, berichtet das Wochenblatt.

Vorfreude dagegen bei Wacker-Bezwinger SV Schalding: Der Regionalligist trifft am 13. Mai im Endspiel des Totopokals auf den Ligakonkurrenten Würzburger Kickers. Die Kickers haben sich im Halbfinale mit 2:1 beim Landesligisten SV Sportfreunde Dinkelsbühl durchgesetzt.

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