Mit Energieleistung und Einsatz

OVB
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Eine Energieleistung fordert Mittelblocker Patrick Müller von seinem Team gegen Eltmann. Doch gegen die konstant spielenden Unterfranken werden sich die TSVler schwer tun.

Mühldorf - "Die liegen uns nicht", Mühldorfs Kapitän Fabian Wagner macht keinen Hehl daraus, dass der Heimspiel-Gegner am morgigen Samstag (20 Uhr, Mittelschulturnhalle) ein unangenehmer ist.

Bei den drei Begegnungen, die es bislang zwischen den Regionalliga-Volleyballern des TSV Mühldorf und dem VC Eschenbacher Eltmann gegeben hat, waren es immer die Unterfranken, die als Sieger das Spielfeld verlassen haben. In der Saison 2010/ 2011 gab es ein 0:3 und ein 1:3, heuer bereits im Auswärtsspiel ein 1:3 beim heimstarken VC Eltmann, der bislang nur einmal seinen Heimvorteil nicht nutzen konnte, als er gegen den Klassenprimus Marktredwitz knapp mit 2:3 verlor.

Wagner erinnert sich zurück an die letzte Spielzeit. "Letztes jahr haben sie uns viele Lobs gelegt, das wird uns heuer nicht mehr passieren." Denn die Mannschaft hat gut trainiert diese Woche, den Schwerpunkt auf die Feldabwehr gelegt. "Wir versuchen, das umzusetzen und zu verbessern, was wir letzte Woche in Niederviehbach schon gezeigt haben." Richtig gut sei es da gelaufen, auch wenn es am Ende wieder keinen Sieg zu bejubeln gab. Aber die Stimmung in der Mannschaft habe sich gebessert, man habe sich keine blöden Punkte eingefangen oder etwa Punkte verschenkt, "weil ein Ball ins Feld gefallen ist", so Wagner weiter. "Niederviehbach musste sich jeden Punkt herausspielen."

Mühldorf wird mit demselben Kader wie gegen Niederviehbach auflaufen. Einzig Leo Angerer fehlt aus studientechnischen Gründen. Zwar stand auch Allroundspieler Lars Rommel in dieser Woche für das Training nicht zur Verfügung, weil er sich um seine Diplomarbeit zu kümmern hatte. Am Samstag aber wird er am Start sein. Will nach gegenwärtigem Stand der Dinge heißen: Fabian Wagner wird im Zuspiel beginnen, durchaus möglich jedoch, dass er später mit Lars Rommel tauscht, um im Angriff entsprechende Akzente zu setzen. Diese Umstellung schien zuletzt gegen Niederviehbach ein Konzept zu sein, mit dem Spieler besser zurecht kamen, auf jeden Fall aber ausbaufähig ist.

Ausbaufähig ist auch die Habenseite bei den Satzgewinnen. Erst neun Sätze konnten die Mühldorfer heuer gewinnen, mit 0:22 sind die Tabellenletzter. Weit von Eltmann entfernt, der sich in der Tabellenmitte ein schönes Nest gebaut hat. 12:10 Punkte stehen auf dem Konto des ehemaligen Zweitligisten. Zuletzt überzeugten die Unterfranken gegen Nittenau mit einem klaren 3:0 über Nittenau. Enorm platzierte und schnelle Aufschläge hätten zum Sieg geführt, so die Zusammenfassung des Spiel auf der Internetseite des SC Eltmann. Und auch dem Mühldorfer Mittelblocker und Ersatztrainer Patrick Müller, der für den auf Reha befindlichen Günther Thomae die Geschicke der Mühldorfer lenkt, ist klar: "Es wird enorm schwer gegen Eltmann zu bestehen. Die Mannschaft spielt sehr konstant. Sie hat zwar nicht so starke Angreifer wie zuletzt Niederviehbach, zeichnet sich aber dadurch aus, dass sie keine Fehler macht". Mühldorf habe hart trainiert, will alles entgegensetzen, was es aufzubieten hat. "Eine Energieleistung und Einsatz bis zum letzten Punkt. Außerdem mehr Risiko in unseren Angriffen", verspricht Müller. Man will dem heimischen Publikum ein starkes Spiel bieten und für die Ausrutscher zuletzt entschädigen. Ob es zum Sieg reicht ist für Müller Nebensache. "Wir konzentrieren uns auf das Saisonfinale, wenn es darum geht, den Klassenerhalt über die Relegation zu schaffen: Natürlich wäre es eine Erlösung, wenn wir auch schon während der Saison mal gewinnen", aber trotzdem will sich die Mannschaft nicht unter Druck setzen lassen. Befreit aufspielen lautet das Motto - vielleicht klappt es dann mit dem ersten Zweier.

je/Mühldorfer Anzeiger

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