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Fußball-Festtage für die Sechziger

Jubellauf mit Emotionen: Die Sechziger gehen selbstbewusst in die Topspiele. Foto Ziegler

Rosenheim - Vor einem richtungsweisenden Wochenende stehen die Bayernliga-Fußballer des TSV 1860 Rosenheim: Am Samstag steht die "Pflicht" in Hof an, am Montag die "Kür" gegen Drittligist Regensburg.

Vor einem Wochenende wie diesem würde man gerne in die Zukunft blicken. Wie wird sie aussehen, die Welt des TSV 1860 Rosenheim, am Montagabend, nach zwei absoluten Topspielen innerhalb von drei Tagen? Wird man nach dem Spitzenduell am Samstag (15 Uhr) beim schärfsten Verfolger SpVgg Bayern Hof noch Tabellenführer der Fußball-Bayernliga sein? Nach dem Pokal-Schlager am Montag (17 Uhr im Jahnstadion, Stadionkasse ab 13 Uhr geöffnet) gegen den Drittligisten Jahn Regensburg noch auf dem Weg Richtung Hauptrunde des DFB-Pokals? Oder wird nach euphorischen Wochen ein bisschen Katerstimmung herrschen an der Jahnstraße?

"Frohen Mutes", sagt Trainer Marco Schmidt, gehe man in diese Festtage des Rosenheimer Fußballs, mit dem Selbstbewusstsein einer Mannschaft, die - inklusive Pokal - acht Spiele in Folge gewonnen hat, seit zehn Partien ungeschlagen ist, in den letzten sechs Punktspielen gerade mal zwei Gegentreffer kassierte und 16 Tore erzielte. Also sagt Schmidt, fragt man ihn, welches der beiden Spiele ihm an diesem Wochenende wichtiger ist: "Da habe ich keine Präferenz, ich will beide Aufgaben erfolgreich bewältigen. Es sind unglaublich interessante Aufgaben."

Schon das Spiel in Hof hat es in sich. Es ist das Duell der beiden Überraschungsteams der Saison, legt man die vergangene Spielzeit zu Grunde. Nach 13 Spielen war Hof damals Tabellenletzter, hatte 21 Zähler weniger auf dem Konto als in diesem Jahr. 1860 Rosenheim befand sich im Sturzflug, hatte gerade das fünfte Spiel in Folge verloren, lag mit 16 Punkten, 14 weniger als jetzt, auf Platz zwölf. Nun aber haben beide Mannschaften den Schwung der Rückrunde mitgenommen in die neue Saison, sorgen für Serien, Rekorde und fast schon Resignation bei der Konkurrenz. "Mehr Amateurspitzenfußball geht nicht", schreibt nun der BFV auf seiner Homepage vor dieser Partie, zu der eine Rekordkulisse erwartet wird. "Ich gehe von einer vierstelligen Zahl an Zuschauern aus", sagt Marco Schmidt und ist voller Vorfreude: "Das wird eine richtig gute Stimmung in diesem engen Stadion."

"Mindestens einen Punkt" will er aus Hof mitnehmen, am liebsten natürlich drei. Das gäbe auch den nötigen Rückenwind, um dann am Montag gegen Regensburg bestehen zu können. "Im Pokal ist alles möglich", betont der Trainer des Kathrein-Teams, "zumal wir gleiche Voraussetzungen haben." Auch der Jahn hat noch am heutigen Samstag ein absolutes Topspiel zu bestreiten, erwartet als Zweiter der 3. Liga den Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken, das Spiel wird ab 14 Uhr sogar live im Bayerischen Fernsehen übertragen. Vielleicht kommen die Regensburger als Spitzenreiter nach Rosenheim, auf alle Fälle aber als Titelverteidiger des bayerischen Toto-Pokals.

Schmidt hat sich bei den Unterhachinger Kollegen informiert über den Jahn, dass die Truppe von Trainer Markus Weinzierl mit Tobias Schweinsteiger "eine absolute Granate vorn drin" hat, wusste er. "Da müssen wir ständig auf der Hut sein", warnt er vor dem Top-Torjäger der 3. Liga, der sich bei der Rückkehr in seine Heimat natürlich von seiner besten Seite präsentieren will. Mit Torhüter Michael Hofmann haben die Regensburger einen weiteren großen Namen in ihren Reihen, bekannt aus seiner langen Zeit beim TSV 1860 München.

Verstecken aber müssen sich die Rosenheimer auch nicht. "Ich habe alle Mann zur Verfügung", freut sich Schmidt, von einer "Qual der Wahl" aber will er nicht sprechen: "Wir haben ja zwei tolle Spiele, da hat jeder Gelegenheit, sich ausreichend zu präsentieren." Schmidt liebt solche Gelegenheiten, so kann er alle zufriedenstellen und die gute Stimmung, die das Team durch die Saison trägt, weiter festigen. Auch deshalb würde er gerne im Pokal überwintern, sollte man die Hürde Regensburg wirklich überwinden, wäre man schon unter den acht Mannschaften, die schließlich die beiden Teilnehmer an der DFB-Pokalhauptrunde ausspielen.

Am Montagabend könnte die Welt des TSV 1860 Rosenheim eine andere sein. Ob im Falle eines Misserfolgs die Mannschaft aus der Bahn geworfen würde, wird Schmidt gefragt. "Damit beschäftige ich mich gar nicht", sagt der Trainer. Das Selbstbewusstsein ist riesig.

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