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Testspiel gegen einen italienischen Erstligisten

Spiel des Lebens für Kreisligist SV Ostermünchen: 1:7 gegen Millionenteam AC Florenz groß gefeiert

1:7 verloren – na und? Wenn ein Fußball-Kreisligist auf einen italienischen Erstligisten mit Millionen-Stars trifft, kein Problem. Der SV Ostermünchen jedenfalls hat seine Niederlage im größten Spiel der Vereinsgeschichte gegen den AC Florenz genossen und gefeiert.

Moena – „Das war ein unvergesslicher Tag“, schwärmte SVO-Urgestein Markus Ratschmeier nach der Rückkehr in die Heimat. Er war es, der seinem Verein dieses besondere Spiel ermöglichte – und er genoss den Tag auch besonders. Von der Anreise des SV Ostermünchen mit dem Bus, über das Mittagsessen mit Salat, Pasta und Kuchen bis hin zum Spiel in Südtirol. Und da natürlich auch das Ergebnis, denn der Kreisligist schnitt wesentlich besser ab als erhofft.

Eintrag in die Geschichtsbücher: Bernd Schiedermeier verwandelt den Elfmeter zum 1:6-Zwischenstand.

Trainer Harald Melnik hätte im Vorfeld ein 1:9 sofort unterschrieben, am Ende sind es sogar zwei Gegentore weniger geworden. Und die Ansage von Florenz-Coach Vincenzo Italiano, dass man gegen so eine Mannschaft an die 30 Treffer erzielen müsse, lief weit ins Leere.

Nur 0:3 zur Pause

Auf perfektem Rasen im Campo Sportivo C. Benatti ließen die Ostermünchner im ersten Durchgang nur drei Gegentreffer zu – und das, obwohl der ehemalige Europapokalsieger mit vielen Stars auflief, unter anderem dem ehemaligen Real-Madrid-Akteur Jose Callejon und 40-Millionen-Mann Dusan Vlahovic in der Offensive. Abwehrhüne Nikola Milenkovic – Marktwert 25 Millionen Euro – köpfte zum 1:0 für Florenz ein, den zweiten Treffer besorgte der ehemalige Nationalspieler Giacomo Bonaventura, der einst auch für den AC Mailand spielte, mit einem herrlichen Hackentrick.

Ex-Nationalspieler Giacomo Bonaventura (links) erzielte einen herrlichen Treffer zum 2:0 für den AC Florenz.

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Für den dritten Treffer war Alfred Duncan, ehemals bei Inter Mailand und Nationalspieler Ghanas, zuständig. Dass es nicht mehr Gegentore wurden, lag am Einsatz der SVO-Spieler (mit drei Juniorenspielern der vergangenen Saison im Kader) und an Tormann Hannes Schenk, der mehrere glänzende Paraden zeigte und damit sogar Florenz-Coach Italiano Applaus abforderte.

Trainergipfel: Vincenzo Italiano war nicht unbedingt zufrieden, Harald Melnik dagegen schon.

„Nur“ vier Gegentore in Hälfte zwei

Nach dem Wechsel trat Florenz mit zehn frischen Kräften an, auch Melnik wechselte im Laufe der zweiten Halbzeit und gewährte seinem 19-Mann-Kader Spielzeit. Dennoch wurde der SVO in der zweiten Halbzeit nur vier Mal bezwungen. Luca Ranieri traf per herrlichem Seitfallzieher in Bedrängnis, Riccardo Saponara und zwei Tore von Marco Benassi kamen hinzu.

Torschützen im Duell: Riccardo Saponara und Bernd Schiedermeier.

Viel wichtiger aber für die SVO-Delegation: Die Melnik-Truppe traf selbst. Nach einer Hereingabe entschied der Schiedsrichter auf Handspiel im Strafraum der Italiener. Mit Bernd Schiedermeier trat eine SVO-Legende an, „als ob es ein Elfer in der Liga gegen den SV Pang gewesen wäre“, wie Ratschmeier mit Bewunderung erklärte. Abgeklärt lief der Routinier an, zog einmal auf und schickte den Keeper ins falsche Eck – es war der Treffer zum 1:6, ein Tor für die Geschichtsbücher!

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Professioneller Umgang von Florenz „war schon top“

Und immer wieder Hannes Schenk: Der SVO-Torhüter sorgte mit einigen Glanzparaden dafür, dass sich das Resultat stark in Grenzen hielt.

Am Ende schnitt der Kreisligist „viel besser als erwartet“ (O-Ton Ratschmeier) ab, was vor allem an weiteren Glanzparaden von Schenk lag. Was Ratschmeier zudem freute: „Der professionelle Umgang von Florenz mit uns als Amateurverein. Das war schon top.“ Der Proficlub erfreute sich vielmehr der puren Ostermünchner Freude und verbreitete sogar ein SVO-Gesangsvideo auf seinen Kanälen.

Rubriklistenbild: © SV Ostermünchen

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