Große Ehre für Rebecca Thoresen

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Rebecca Thorensen

Wasserburg - Das hat es in der Geschichte des TSV Wasserburg auch noch nicht gegeben. Eine Spielerin des deutschen Damenbasketball-Vizemeisters ist zur „Sportlerin des Jahres“ ihres Landes gewählt worden.

Rebecca Thoresen heisst die Glückliche, das Land heisst Malta. Bekanntlich nicht ihr Heimatland, das ist Australien, aber Malta ist das Land ihrer Vorfahren und deshalb spielt sie seit mehreren Jahren für Maltas Nationalmannschaft. Als Thoresen von der Auszeichnung erfuhr, konnte sie es kaum glauben. „Das ist eine unglaubliche Ehre für mich, für jeden Sportler ist so eine nationale Auszeichnung das Größte. Noch wertvoller macht es, dass hier Journalisten abgestimmt haben, die oft nur wenig mit Basketball zu tun haben, die aber unsere Leistungen mit der Nationalmannschaft entsprechend gewürdigt haben.“ Maltas Nationalmannschaft gewann 2009 die C-Gruppe bei den Europameisterschaften und präsentierte sich bei den Mittelmeerspielen gegen die europäischen Topteams Italien, Spanien, Griechenland und Kroatien in sehr guter Form. Dazu gab´s den Turniersieg bei den „Small Nations Games“ gegen Zypern, Luxemburg und Island. Thoresen war die herausragende Spielerin mit 23 Punkten pro Partie. Logische Konsequenz: die Damennationalmannschaft wurde auch zum „Team des Jahres 2009“ in Malta gewählt.

Thoresen, deren Geburtsname Brincat sehr verbreitet in Malta ist, und die mit einem Norweger verheiratet ist, kann sich inzwischen sogar vorstellen, für immer in Europa zu bleiben. Denn Malta ist ihre zweite Heimat geworden. „Von der ersten Minute an habe ich mich dort zuhause gefühlt, ich liebe diese kleine Insel. Das Meer, die Sonne, das Klima, das Essen, die Menschen. Ich habe so viele Freunde dort gefunden, dass ich vielleicht nie mehr nach Australien zurückkehre.“

An das Karriereende denkt die 32-jährige, die heuer ihre siebte Saison in Deutschland spielt, allerdings noch lange nicht. Dafür sind ihr Ehrgeiz und ihre Motivation zu hoch. Nach der langen Verletzungspause zu Beginn der Saison sucht sie immer noch ihre Form. In manchen Partien war die „alte“ Thoresen schon wieder zu bewundern, manchmal tauchte sie aber komplett ab. „Während der Saison den Trainingsrückstand aufzuholen ist sehr schwer. Ich muss meine Konstanz finden, dann werden wir als Team noch viel stärker und unberechenbarer. Wir haben eine sehr talentierte Mannschaft, die ohne Zweifel beide Titel gewinnen kann. Das wäre ähnlich großartig wie Sportlerin des Jahres zu sein.“

Florian Danner

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