"Hausaufgabe gut erfüllt"

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Neuzugang Felix Luz sorgte für frischen Wind bei Wacker Burghausen.

Burghausen - Trotz Unterzahl konnte Wacker Burghausen gegen Hansa Rostock einen sicheren Sieg einfahren. In der Tabelle geht es dadurch ein Stück hinauf.

Mit dem Comeback von Spielmacher Youssef Mokhtari ist der SV Wacker Burghausen in der 3. Fußball-Liga auch in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Am Dienstagabend bezwang die Elf von Georgi Donkov Hansa Rostock vor 2850 Zuschauern in der Wacker-Arena mit 2:0. Und das in Unterzahl: Denn in der 75. Minute musste Thomas Leberfinger (75.) wegen wiederholten Foulspiels mit der Gelb-Roten Karte vorzeitig zum Duschen.

Die Erleichterung im Wacker-Lager war spürbar. "Wir mussten in der letzten Zeit einige Rückschläge verkraften. Deshalb war der Druck heute besonders groß - aber wir haben unsere Hausaufgabe gut erfüllt", erklärte SVW-Coach Donkov, der eine relativ einseitige erste Hälfte erlebte. Bei den Gästen lief vor allem in der Offensive recht wenig zusammen. Wenn es dann doch gefährlich wurde, war meist Tom Weilandt beteiligt. In der 17. Minute scheiterte er von der Strafraumgrenze an Wacker-Keeper René Vollath, in der 25. Minute setzte er einen Schuss über den Querbalken - mehr Chancen gab es für Hansa im ersten Durchgang nicht.

Wesentlich engagierter präsentierten sich die Hausherren. Hier stiftete vor allem Neuzugang Felix Luz bei seinem Debüt im Wacker-Trikot Unruhe. Der blonde Stürmer hatte auch die erste Chance des Spiels: In der zehnten Minute war er nach einem Eckball per Kopf zur Stelle, der Ball ging aber knapp am Tor vorbei. In der 36. Minute startete der 30-Jährige einen schönen Sololauf und konnte erst im letzten Moment von Stephan Gusche gestoppt werden. Nicht mehr aufzuhalten war hingegen Heiko Schwarz in der 41. Minute, als er alleine vor Keeper Kevin Müller die Nerven behielt und den Ball zum 1:0 über die Linie drückte. Eingeleitet - mit einem feinen Pass in die Schnittstelle der Abwehr - wurde diese Szene von Mokhtari, der sich nach einer Verletzungspause eindrucksvoll zurückmeldete.

Nicht nach Schwärmereien dürfte Wolfgang Wolf ob des uninspirierten Auftritts seiner Elf zumute gewesen sein. Schon in der Halbzeit nahm der Rostocker Trainer die erste Veränderung im Kader vor und brachte Matthias Holst für Gusche. Obs an diesem Wechsel oder der Kabinenansprache lag, ist schwer zu sagen, jedenfalls präsentierten sich die Gäste zu Beginn des zweiten Abschnitts wie ausgewechselt und zeigten Mut und Offensivgeist.

Doch die Hausherren stemmten sich dagegen. "Wir haben in der Defensive sehr diszipliniert agiert und waren kompromisslos in den Zweikämpfen", lobte Donkov sein Team, das diese Tugenden nach dem Ausschluss von Leberfinger noch deutlicher in die Waagschale warf und am Ende dafür belohnt wurde. Ronald Schmidts Freistoßflanke segelte an Freund und Feind vorbei in die Maschen und entschied das Spiel zehn Minuten vor dem Abpfiff (80.). "Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden", gab Donkov zu Protokoll. Hansa-Kicker Holst sprach von einem "grausamen Spiel", sein Trainer ging ins Detail. "In der Offensive haben wir heute nicht die Körpersprache und das Durchsetzungsvermögen gehabt, um hier bestehen zu können", bemerkte Wolf.

Durch den dritten Saisonsieg kletterte Burghausen in der Tabelle vom 15. auf den elften Tabellenplatz. Die Gäste von der Ostsee blieben zum vierten Mal in Folge sieglos und fielen um einen Rang auf Platz 13 zurück.

sam/Mühldorfer Anzeiger

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