Weltmeistertitel geht nach Kiefersfelden

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Simon Herrmann ist neuer Weltmeister

Kiefersfelden - Simon Hermann vom Wasserskiclub Kiefersfelden, ist der Gewinner der Wasserski-Seilbahn-WM im Emsland und somit neuer Weltmeister auf den Wasserbrettern.

Für den Wasserskiclub Kiefersfelden Rosenheim ist das Jahr 2014 ein triumphales Jahr. Simon Hermann wird nach einem harten Kampf zum zweiten mal Weltmeister im Wasserski Slalom an der Seilbahn. Während der gebürtige Niedersachse, der bereits seit einigen Jahren für den Verein vom Hödenauer See in Kiefersfelden aktiv ist, seinen Vizeweltmeistertitel aus dem Jahr 2012 steigern konnte und den Titel vor dem Israeli OrShinuk und dem Österreicher Robert Pugstaller gewann, lief es für die 26 jährige Kolbermoorerin Jana Wittenbrock genau andersrum. Sie startete als Titelverteidigerin und wurde in diesem Jahr Vizeweltmeisterin.

Platz 2 für Jana Wittenbrock

Wittenbrock, die vor wenigen Wochen noch einen schweren Trainingssturz zu verkraften hatte, zeigte im Vorlauf Ihre Klasse. Bei extrem schwierigen Bedingungen und starkem Rückenwind und Wellen riskierte sie im Vorlauf sehr viel und stieg in den Wettkampf erst mit der 13 Meter Leine ein. Während viele Konkurrentinnen mit den Wellen zu kämpfen hatten, lief es bei Ihr hervorragend und Sie konnte den Vorlauf souverän mit 2 Bojen an der elf Meter kurzen Leine gewinnen.

Am Finaltag herrschten Traumbedingungen und so kam es an der letzten Leine zu einem rein Deutsch-Österreichischen Duell. Die Läuferin vom WSCKR musste sich gegen die beiden Schwestern Bianca und Nadine Schall aus Österreich an der 11 Meter Leine behaupten. Alle anderen Finalistinnen waren zu diesem Zeitpunkt bereits ausgeschieden. Während Nadine Schall 1,5 Bojen vorlegte, konnte Ihre etwas ältere Schwester noch eins drauflegen und erzielte ein Weltklasseergebnis von 3 Bojen.

Jana Wittenbrock belegte Platz 2

Jana Wittenbrock unterlief an der Einfahrt zum Slalomkurs ein minimaler Fehler, der Sie nicht perfekt um die erste Boje fahren lies. Somit konnte Sie sich gerade um Boje zwei behaupten und lag mit hauchdünnem Abstand auf Platz zwei. „ Natürlich hätte ich meinen Titel gerne verteidigt, aber im Sport zählen halt manchmal Millimeter. Das Glück war heute nicht auf meiner Seite. Nun habe ich eine komplette WM-Medaillensammlung Gold-Silber-Bronze“, scherzte sie nach kurzer Verärgerung. Marius Schimanski, der in allen drei Disziplinen antrat, erwischte keinen guten Start in den Wettkampf. Im Trickskivorlauf riss seine Trickskibindung und er hatte mit einem Ergebnis von 5310 Punkten keinerlei Chance auf einen der begehrten 12 Finalplätze.

Spannend wurde es bei den Männern

Im Slalom der Herren wurde es dann aus Kiefersfeldener Sicht extrem spannend. Während Simon Hermann mit souveränen Läufen in das Final der besten 12 „Bojenjäger“ einzog, fuhren sowohl Schimanski als auch Christian Weiland sowie Rene Klein ebenfalls aus dem Deutschen Team exakt das gleiche Ergebnis und mussten somit um den begehrten Finalplatz ein Stechen fahren. Schimanski legte vor und erzielte 2,5 Bojen an der 11 Meter Leine. Klein war bereits aus dem Rennen als sich Christian Weiland an seinem 23 Geburtstag sein schönstes Geburtstagsgeschenk hätte selber machen können. Ein Sturz an Boje drei verhinderte seinen Finaleinzug und bedeutet sogleich den zweiten Finalplatz im Herren Slalom durch Schimanski.

Beim Springen der Herren, wurde es ebenfalls extrem spannend. Der Veranstalter, der die Wettkampfstrecke in einen perfekten Zustand gebracht hatte und eine Hand voll Läufer bliesen zur Attacke auf den Weltrekord von 63,80 Metern, den Thomas Bauer aus Koolbermoor vor neun Jahren an der Anlage in Kiefersfelden aufgestellt hat. Tatsächlich gelang es dem erst 20 Jährigen Slowaken Alexander Vasko diesen um 40 Zentimeter zu übertreffen und somit die neue Bestweite auf 64,20 Meter zu setzen. Daniel Maltzahn, der die Woche über noch immer Probleme hatte, war perfekt auf diesen Tag fokusiert und erzielte mit einer persönlichen Bestweite von 58,30 Metern den souveränen Finaleinzug.

Schimanski war mit 55,60 Metern ebenfalls dabei. Während Vasko das Finale dann mit einer Weite von 62,40 Metern und 20 cm Vorsprung vor dem Weissrussen Nikita Papakul gewann, wuchsen Daniel Matzahn Flügel und er konnte seine persönliche Bestleistung auf 59,70 Meter steigern, was für ihn einen hervorragenden vierten Platz bedeutete. Schimanski konnte sich nicht steigern, war aber in der Gesamtwertung der drei Einzeldisziplinen so stark, dass es für ihn ebenfalls für einen Platz in der Kombination reichte. Beide dürften wohl bei einer der nächsten Weltmeisterschaften auf Medaillen hoffen.

Der neue Weltmeister heißt Simon Herrmann

Simon Herrmann ist neuer Weltmeister

Hermann, der als Sechster in das Finale einzog, war immer top vorbereitet. Während einiger seiner Konkurrenten Nerven zeigten und ausschieden, konnte Simon einen kleinen Fehler an der 12 Meter Leine souverän korrigieren und war somit nach einem perfekten elf Meter Lauf einer von drei Läufern, der bereits eine Medaille in der Tasche hatte. OrShinuk aus Israel und Robert Puggstaller aus Österreich hießen seine letzten Konkurrenten um Gold. Simon startete als erster der drei und legte mit 5 Bojen an der 10,75 Meter den Grundstein für seinen Erfolg.

Sowohl der Österreicher als auch der Israelische Ausnahmeathlet konnten ihm nicht folgen und somit war es perfekt. Der neue Weltmeister an der Seilbahn im Slalom heisst Simon Herrmann vom Wasserskiclub Kiefersfelden Rosenheim. Die mitgereisten Fans und Simon entfachten einen Jubelsturm im ausverkauften Haus der Anlage in Schloss Dankern. Simon ist somit zweimaliger Weltmeister im Slalom. „Ich bin total happy, keiner hat dieses Jahr mit mir gerechnet und ich konnte es Ihnen allen beweisen. Ich bin so stolz, danke an das gesamte Team, das mich unterstützt hat", sagte der Goldmedaillengewinner kurz nach seinem Sieg.

Bonnfinanz

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