Skimeisterschaft in Niedertaufkirchen

"Besser präpariert als so manche Piste in den Bergen"

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Niedertaufkirchen – Die Weltcup-Damen stürzen sich die Kandahar-Abfahrt hinunter, die Herren jagen sich auf der Streif. Und doch war der Fokus in Niedertaufkirchen auf den Monte Grill gerichtet. Denn auch dort wurde Ski gefahren. 70 Starter kämpften sich bei strahlendem Sonnenschein durch den Stangenwald.

"Besser präpariert als so manche Piste in den Bergen". Skifahrer Karl Korn aus Neumarkt-St. Veit war voll des Lobes über die Bedingungen am Monte Grill, freute sich schon riesig darauf, sich im Riesenslalom zu behaupten, dort, wo er selbst schon einmal die Gästewertung gewonnen hatte. 

Tatsächlich hatte der Skiclub Niedertaufkirchen, Veranstalter der 34. offenen Ortsmeisterschaft, tagelang den Hang so vorbereitet, dass das Rennen schließlich auch stattfinden konnte. Schon vor zwei Wochen wurde die Piste gewalzt, der Schnee verdichtet. Zwischendrin schien das Tauwetter dem Skiclub noch einen Strich durch die Rechnung zu machen, doch mithilfe des Schneemobils und zusätzlich herangekarrtem Schnee konnte das Rennen mit einer Woche Verspätung doch noch durchgeführt werden.

Bilder von der Skimeisterschaft in Niedertaufkirchen

Mit knapp 70 Teilnehmern in allen Altersklassen war das Rennen gut besetzt. In zwei Durchgängen ging es dann auf die Jagd nach der besten Zeit. Während die einen gemütlich ihre Bögen zogen und nur das Ziel hatten, unten sicher anzukommen, versuchten vor allem die Jüngeren in aerodynamisch perfekter Abfahrtshocke die Ideallinie zu finden. 

Vielleicht das nächste Mal in Lederhose?

"Raus aus der Kompression, achtung jetzt die Hausbergkante und da kommt auch schon die Traverse", Moderator Andi Herzinger war am Mikrofon nicht zu halten, sorgte mit seinen launigen Kommentaren für Heiterkeit im Zielraum, wo er anschließend den ein oder anderen Skifahrer zum Interview auf seine blaue Couch lud.

Nicht nur als Einzelstarter, auch als Mannschaften traten die Skifahrer an, darunter auch die Musiker der Stadtkapelle Mühldorf, stilecht in ihren Musikerleiberln, die allerdings nur einen Platz im hinteren Drittel beschert haben. Vielleicht nächstes Mal in Lederhose? "Das wäre dann doch wohl zu kalt", stellte dazu Vorstand Werner Hussy im Zielraum fest, wo die Skifahrer nach getaner Arbeit stilecht eine Après-Ski-Party genossen.

Dabei sein war schließlich alles. Das musste auch Karl Korn feststellen, der – beste Pistenverhältnisse hin oder her – nach einem Torfehler im ersten Durchgang ordentlich Strafzeit aufgebrummt bekam und am Ende nur Vorletzter wurde.

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