Die Hoffnungen zerplatzten an der Mauer

  • schließen
  • Weitere
    schließen
  • schließen

Nürnberg - Am Norisring hat Martin Tomczyk ein enttäuschendes DTM-Wochenende erlebt. Nach einer Kollision war das Rennen für ihn früh beendet. *Video*

Es war gerade einmal Runde 11 und das Rennen doch schon vorzeitig beendet. Martin Tomczyk schlugt in die Mauer ein und musste wieder alle Hoffnungen auf eine gute Platzierung aufgeben. Nach dem fünften Rennen der DTM-Saison reist er zum fünften Mal ohne Punkte zurück nach Rosenheim.

Seinen BMW konnte Martin Tomczyk nach seinem Unfall nur noch in Richtung Box steuern und das Rennen aufgeben. Zu schwer waren die Schäden an seinem Rennwagen, als dass er noch einmal hätte angreifen können. Auf einen schwachen 17. Startplatz folgte damit eine noch größere Enttäuschung im Rennen.

Harter Zweikampf

Der Ausfall ging auf einen Zweikampf zurück, den sich der Rosenheimer mit Audi-Fahrer Jamie Green geliefert hat. Am Ende der langen Start-Ziel-Geraden, dem klassischen Überholpunkt auf dem Norisring, rasten beide Fahrer nebeneinander auf den Bremspunkt zu.

Green hatte die Innenbahn für sich und damit einen entscheidenden Vorteil, als die Rennwagen Seite an Seite einlenkten. Martin Tomczyk hielt jedoch außen dagegen und schaffte es, sich nicht abschütteln zu lassen. Er hielt sich auch am Ausgang der Kurve noch neben seinem Konkurrenten. An genau diesem Punkt geriet der BMW-Fahrer dann plötzlich in Schwierigkeiten.

Tomczyk steckte zwischen Jamie Greens Audi und der Mauer. Beim Versuch weit genug nach innen zu ziehen, um den Kontakt mit der Mauer zu vermeiden, war der Audi im Weg. Auf der anderen Seite ging die Straße aus und der BMW schlug in die Streckenbegrenzung ein. Als wäre das nicht genug, traf ihn auch noch das nachfolgende Auto.

Einschlag in die Mauer

Wen er für den Schuldigen hält, ließ Martin Tomczyk noch am Sonntag durchblicken. "Nice... vor allem der zweite Schlag! Sorry, auflösen kann ich mich leider nicht!", postete er auf Facebook. Vermutlich ein Wink an gleich beide Fahrer, mit denen er in dieser Situation kollidiert ist. Er fügte auch gleich das Beweismaterial in Form eines Videos bei.

Wer sich seine eigene Meinung bilden will, kann sich den Unfall hier ansehen - Martin Tomczyk ist im weißen Auto unterwegs. Wer nun die Schuld trägt? Entscheiden Sie selbst.

Den ersten Platz auf dem Norisring fuhr Mattias Ekström (Audi) ein. Ihm folgten Robert Wickens (Mercedes) und Christian Vietoris (Mercedes) auf dem zweiten und dritten Platz. Am Sonntagabend ist Ekström jedoch nachträglich aus der Wertung ausgeschlossen worden. Es sei verboten gewesen, dass sein Vater ihn nach dem Sieg mit Wasser überschüttet hat. Der Hintergrund ist, dass auf diese Art auch  das Gesamtgewicht von Fahrer plus Auto nachträglich auf das erforderliche Mindestgewicht erhöht werden könnte.

Bis der Einspruch des Teams verhandelt wird und ein Ergebnis vorliegt, wird es mehrere Tage dauern. Bereits jetzt gilt Robert Wickens offiziell als Sieger des Rennens - zum ersten Mal in seiner jungen DTM-Karriere.

Martin Tomczyk dürfte derzeit also nicht der einzige Fahrer sein, der mit Verwunderung auf seine Resultate blickt.

Rubriklistenbild: © Tomczyk

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser