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Sightseeing ist nur virtuell möglich

Olympia in Tokio: Chiemgauer Seglerin Tina Lutz drei Wochen zwischen Hotel und der Sagami-Bucht

Nach der Vorbereitung in Dänemark wollen Tina Lutz (rechts) und Susann Beucke nun in Tokio um eine Medaille segeln.
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Nach der Vorbereitung in Dänemark wollen Tina Lutz (rechts) und Susann Beucke nun in Tokio um eine Medaille segeln.

Drei Wochen lang nur im Hotelzimmer oder auf dem Wasser: Das sind die Regeln für die Holzhausener Seglerin Tina Lutz während den Olympischen Spielen in Tokio.

Bergen – Für Seglerin Tina Lutz aus Holzhausen bei Bergen hat das Abenteuer Olympia mit der Anreise nach Tokio begonnen. Anfang der Woche hat sich die 30-Jährige vom Chiemsee Yachtclub mit ihrer Vorschoterin Susann Beucke auf den Weg zu den Olympischen Sommerspielen nach Japan aufgemacht. Dort wird sie ausgehend vom Yachthafen von Enoshima in der Sagami-Bucht in der 49erFX-Klasse starten.

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„Wir freuen uns jetzt richtig drauf, dass es endlich soweit ist“, sagte Tina Lutz vor der Abreise. Immerhin hatten Lutz/Beucke 2012 und 2016 die Teilnahme an den Spielen jeweils knapp verpasst. Schade findet es die Sportlerin, dass Olympia wegen der Corona-Pandemie vollkommen ohne Zuschauer stattfinden wird. „Wir sind beim Segeln eh nicht mit allzu vielen Fans gesegnet. Bei der Eröffnungsfeier wäre es freilich schon schön gewesen, wenn die Zuschauer für Stimmung gesorgt hätten.“

Drei Wochen ohne soziale Kontakte

Auch auf die Begleitung ihres Lebensgefährten und der Familie muss Tina Lutz verzichten. „Wir sind eigentlich nur im Hotel und am Wettkampfareal unterwegs. Drei Wochen werden wir ohne soziale Kontakte in einer Art Blase vor Ort sein“, beschreibt die Europameisterin in der 49erFX-Klasse aus dem vergangenen Jahr die Situation während der Spiele. Um sich die Zeit zu vertreiben, haben sich die beiden Seglerinnen einiges an Zeitvertreib und Ablenkung besorgt. Unter anderem eine virtuelle Brille, mit der ganz entspannt ein Japan-Sightseeing möglich ist.

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Sportlich macht sich das Duo keinen großen Druck. „Wir machen uns jetzt keinen Ergebnis-Stress. Wichtig ist bei den Wettfahrten immer ein guter Start. Wenn wir da vorne sind, haben wir freie Kurswahl – und das ist ein großer Vorteil“, weiß die erfahrene Seglerin. Zuletzt haben sich Lutz/Beucke im dänischen Aarhus auf ihr Olympia-Abenteuer vorbereitet. „Wir hatten gute Bedingungen, mehr Wind wäre nicht schlecht gewesen“, erzählt Lutz, die mit ihrer Partnerin Susann Beucke vom Briten Ian Barker trainiert wird.

+++ Weitere Artikel über Athleten und Betreuer aus der Region bei den Olympischen Spielen finden Sie in unserem Dossier. +++

„Das sollte uns bei Olympia nicht passieren“

Für die Fitness sorgen die Trainingspläne von Johannes Lukas, dem Cheftrainer der schwedischen Biathleten. Zuvor waren Lutz/Beucke zur Vorbereitung in Spanien und Portugal. Bei der letzten Regatta in Portugal erreichten sie den sechsten Platz und erlaubten sich dabei einen Frühstart. „Das sollte uns bei Olympia nicht passieren“, meint Lutz schmunzelnd.

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Die Chiemgauerin verrät, dass sie bereits seit ihrer Kindheit von der olympischen Eröffnungsfeier träumt. Nach den Spielen plant Tina Lutz dann eine längere Wettkampfpause, einen Rücktritt vom aktiven Sport schließt sie aktuell aus. Im November will sie mit Partnerin Susann Beucke an der Weltmeisterschaft in Oman teilnehmen.

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