Nachwuchs-Biathleten bei Junioren-WM erfolgreich

"Für solche Medaillen muss alles zusammenpassen!"

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Orsblie/Ruhpolding - Laura Dahlmeier und Co. bescherten Deutschland bei der Biathlon-WM einen wahren Medaillenregen. Doch auch um die Zukunft muss man sich im deutschen Biathlon keine Sorgen machen:

"Wir sind mit den Leistungen unserer Sportler vom Stützpunkt zufrieden. Natürlich kann man immer sagen, es wäre mehr möglich gewesen." Mit diesen Worten beschrieb Biathlon-Nachwuchstrainer Kristian Mehringer die Leistungen seiner Athleten bei der Biathlon-Junioren-Weltmeisterschaft. Diese wurde im tschechischen Orsblie ausgetragen. Die Ausbeute der heimischen Skijäger kann sich durchaus sehen lassen. Bronze im Einzel für Anna Weidel, Bronze für die Junioren-Staffel mit Dominic Schmuck und Silber für Sophia Schneider und Weidel in der Juniorinnen-Staffel.

"Für solche Medaillen muss alles zusammenpassen. Diese WM hat ein absolutes Top-Niveau gehabt", erklärte Mehringer die eine oder andere mehr erhoffte Medaille. In sehr guter Form präsentierte sich einmal mehr in diesem Winter Anna Weidel vom WSV Kiefersfelden. Dritte im Einzel und im Verfolger als vierte knapp am Podest vorbei. "Im Einzel hat ihr der eine Fehler zu viel Gold gekostet und auch in der Verfolgung hätte sie mit einer Fahrkarte weniger eine Medaille geholt", so die Rechnung des Trainers. Trotzdem bewies sie mit ihren konstanten Leistungen, dass sie zu den besten Juniorinnen in Deutschland zählt.

Im IBU-Cup eine normale Leistung abrufen

Deshalb darf sie am Wochenende auch im IBU-Cup in Finnland starten. "Mal schauen wie es ihr da geht?", meint Mehringer. "Ich will nur meine normale Leistung abrufen und hoffe dann auf gute Platzierungen", sagt die 20-jährige in ihrer typischen Art. Mit der WM war sie sehr zufrieden, gibt aber auch zu, dass sie eine Medaille im Verfolger gerne mitgenommen hätte. Die hätte auch gerne Sophia Schneider vom SV Oberteisendorf in einem Einzelrennen gehabt. "Ich kann auf mein gutes Schießen in der Verfolgung und der Leistung in der Staffel bauen", meint die 19-jährige.

Sophia Schneider

Für sie und den Rest der Truppe geht es am Freitag zur Deutschen Meisterschaft nach Oberhof. Trainer Kristian Mehringer bemerkte bei der jungen Sportlerin eine kontinuierliche Steigerung während der Wettkämpfe. "Im Einzel hat sie sich zu sehr unter Druck gesetzt. Es ist nicht leicht beim Schießen gewesen." So blieb ihr mit fünf Fahrkarten am Ende der 30. Platz. Im Sprint zeigte sie als Elfte eine ordentliche Leistung, der Verfolger brachte mit dem neunten Platz ihr bestes Einzelergebnis. Deswegen hat sie dann auch für die Staffel das Vertrauen der Trainer bekommen. Die Einzelmedaille hat sich Sophia Schneider für nächstes Jahr vorgenommen. Sie will sich erneut für die JWM qualifizieren.

Manchmal einfach zu viel gewollt

Dominic Schmuck vom SC Schleching konnte sich am letzten Wettkampftag mit Bronze in der Staffel trösten. Zuvor haderte er vor allem mit seinem Schießen. "Es sind einfach zu viele Scheiben stehen geblieben. Letztendlich hat immer der entscheidende Schritt für ganz vorne gefehlt", gab er freimütig zu. Nur läuferisch war der Schlechinger mit sich im Reinen. Kristian Mehringer nahm seinen Schützling in Schutz. "Er ist immer gut dabei gewesen.

Aber er hat manchmal zu viel gewollt. Wir werden jetzt intensiv an den Schwächen arbeiten." 13ter im Einzel und in der Verfolgung sowie 14ter im Sprint, so die Ausbeute von Schmuck. Für Marinus Veit ist die JWM nach Worten seines Trainers eine Zugabe gewesen. "Die Leistung war stabil, er hat es nicht einfach gehabt", so Mehringer und berichtete von einem Stockbruch während des Wettkampfs. Im Einzel kam er auf den 44. Platz. Danach reichte es zu keiner Nominierung mehr. "Wir wissen, dass er besser kann", meinte Mehringer abschließend.

Siegi Huber

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