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Pokalfinale: knappe Niederlage für Wasserburg

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Saarlouis - Es hat nicht ganz gereicht für Wasserburg. Sie mussten sich dem Tabellenführer im Pokalfinale geschlagen geben. Trainer Brei meinte: "Saarlouis hat das clever gemacht."

Der TSV Wasserburg hat das Pokalfinale gegen den alten und neuen Titelträger Saarlouis mit 67:78 (39:30) verloren. Vor 1600 Fans in der Stadtgartenhalle hatte das Team von Trainer Hans Brei dreieinhalb Viertel lang mitgehalten. Aber die hohe Foulbelastung kostete die Wasserburger in den letzten Minuten den Sieg.

„Saarlouis hat das clever gemacht: drei Viertel lang harmlos auf dem Weg zum Korb, im letzten Viertel aber dann unsere foulanfällige Zonenverteidigung attackiert und ein Foul nach dem anderen gezogen“, meinte der Coach anschließend ironisch. „Auf der anderen Seite sind wir im Angriff ja nur rumgestanden und haben jeden Körperkontakt vermieden. So kannst in Saarlouis eben nicht gewinnen.“

In den ersten 30 Minuten zogen die Unparteiischen eine relativ strikte Linie durch, zum Nachteil der wesentlich aggressiver verteidigenden Gastgeberinnen. In den letzten zehn Minuten aber kamen die Pfiffe nur mehr gegen die Spielerinnen aus Wasserburg.

Die Folge: fünf Teamfouls für Wasserburg in dreieinhalb Minuten, acht Fouls für die Gäste ehe der erste von zwei Pfiffen im Schlussabschnitt gegen Saarlouis erfolgte (nach 6:40 min), 19:2 Freiwürfe für Saarlouis im letzten Viertel. Und trotzdem ging Wasserburg nicht haushoch unter. Ashley Hayes und Diana Pop versenkten zwei Dreier zur 63:57-Führung (34. Minute). Die später zur wertvollsten Spielerin des Finals gekürte Tyresa Smith verkürzte auf 63:60. Im direkten Gegenzug vergab Hayes einen leichten Korbleger. Das rächte sich, denn Petra Manaková, Smith und Romy Bär brachten Saarlouis wieder in Front (63:66/36.).

Als dann Tatham ihr fünftes Foul, ein Offensivfoul, aufgebrummt bekam und vom Feld musste, schien alles verloren. Doch Verena Stürmlinger und Diana Pop brachten die rot-weißen mit 67:66 ein letztes mal in Führung. Auf der Gegenseite traf Bär einen Dreier mit Brett (66:69), der schien den Gästen jegliches Wurfglück zu entziehen. Versuche von Doro Richter und Hayes tanzten in der Folge auf dem Ring, doch fielen nicht. Die sprunggewaltige Smith, Bär und Candyce Bingham sicherten sich beinahe jeden Rebound und vorne gab es für Saarlouis immer wieder Freiwürfe.

Ohne Tatham und die kurz darauf ebenfalls mit fünf Fouls ausgeschiedene Stürmlinger, fehlte Wasserburg die nötige Präsenz am Korb. So schnappte sich Smith sogar in der Offensive einen Rebound nach dem anderen. In der letzten Minute lief alles gegen Wasserburg. Fehlwurf für die Gäste, Rebound Saarlouis, Foul Wasserburg, Freiwürfe Saarlouis. Am Ende war die Enttäuschung riesig.

Das Match der beiden besten deutschen Damenteams der letzten Jahre begann sehr ausgeglichen. Die prägende Figur des ersten Viertels war Romy Bär. Die Saarlouiser Nationalspielerin machte die ersten fünf Zähler für die Gastgeberinnen und beendete den Abschnitt mit einem Dreier aus höchster Not und mehr als acht Metern Entfernung zum 15:18. Einen zusätzlichen Schub bekam Saarlouis durch das Comeback von Petra Manaková. Die tschechische Nationalspielerin war zwei Wochen lang mit einem Muskelfaserriss außer Gefecht gewesen.

Doch die Gäste ließen sich nicht beirren, gingen schnell mit 21:18 (11.) in Front. Immer wieder gelangen gute Anspiele an den Korb zu Tamara Tatham und Jana Furková, die konstant punkteten. Das Tempo der ersten Halbzeit war ganz nach dem Saarlouiser Geschmack. Es ging rauf und runter. Rene Spandauw trieb seine Damen ständig an, noch mehr Gas zu geben, noch schneller zu spielen.

Und Wasserburg ließ sich phasenweise anstecken, riskierte den schnellen Abschluss, doch nur zwei von elf Dreiern fanden ihr Ziel. Hinten stand die Zonenverteidigung über weite Strecken sehr sicher und ließ nur wenige offene Würfe zu. Außerdem klappten bei Saarlouis die gefürchteten Anspiele an den Korb nicht, immer wieder war eine Wasserburger Hand dazwischen und eroberte die Kugel.

Mit schnellen Gegenangriffen, eigentlich eine Saarlouiser Spezialität, machten die Gäste so in den letzten drei Minuten aus einem 29:30 eine 39:30-Pausenführung. Nach dem Wechsel stand Svenja Brunckhorst in der Wasserburger Startformation, denn Diana Pop hatte kurz vor der Pause ihr drittes Foul kassiert.

Auf Saarlouiser Seite begann die genesene Manaková anstelle von Janina Wellers. Mit der Tschechin lief es beim Titelverteidiger deutlich besser, Saarlouis verkürzte auf 39:38, Wasserburg gelang nichts mehr bis Tatham auf 41:38 erhöhte. Die aggressive Saarlouiser Verteidigung ging zu Lasten zahlreicher Foulpfiffe. Jeder einzelne rief bei den Fans heftige und lautstarke Proteste hervor, die Stadtgartenhalle war ein Tollhaus.

Die Gäste blieben cool, erhöhten auf 45:40. Dann war die Treffsicherheit plötzlich weg, Saarlouis konterte zum 45:46. Nach einer Auszeit fand Wasserburg wieder besser ins Spiel. Furková versenkte einen Dreier zum zwischenzeitlichen 53:46. Kurz darauf im Schlussviertel prangten allerdings fünf Wasserburger Mannschaftsfouls auf der Tafel...

Es spielten: Tamara Tatham (17 Punkte), Diana Pop (15), Jana Furkova (11), Dorothea Richter (7), Rebecca Thoresen (7), Ashley Hayes (6), Svenja Brunckhorst (2), Verena Stürmlinger (2) und Mirjiam Unger.

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