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Ramsauer Palzer beendet seine erste „Grand Tour“ als Radprofi

Quereinsteiger nach fast 3500 Kilometern: „Größtes Erlebnis in meinem Leben“

Anton Palzer beendet Grand Tour
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Anton Palzer auf den letzten Metern der Vuelta a España 2021.

Nach dem abschließenden Zeitfahren über 33,8 Kilometer beendet der Ramsauer Toni Palzer mit der Vuelta a España seine erste Grand Tour - ein Meilenstein in der noch jungen Karriere des BORA-hansgrohe Radprofis.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Raubling/Santiago de Compostela - Drei Wochen kreuz und quer durch Spanien: 21 Etappen, 3417 Kilometer, knapp 52.000 Höhenmeter, Höhen, Tiefen, Erschöpfung und überwältigende Emotionen nach der Zieleinfahrt in Santiago de Compostela. Mit dem Beenden der 21. Etappe hat der Ramsauer sein persönliches Ziel auf dem 102. Gesamtrang erreicht - durchkommen!

Exakt sechs Monate ist es her, dass Toni Palzer in Andorra die Ziellinie seines letzten Rennens als Skibergsteiger überquert hat. Der 5. September markiert für den Ramsauer das Ende von drei aufregenden Wochen in Spanien.  Vier Monate nach seinem Debüt als Radprofi stand der frühere Skibergsteiger am Start einer der drei großen Landesrundfahrten, der Vuelta a España. Die Länge des Rennens, die Wichtigkeit als eine der drei Grand Tours und der Rummel um ihn als Quereinsteiger und Neo-Profi. Mit viel Vorfreude aber auch einer ordentlichen Portion Respekt ist Toni Palzer Mitte August nach Spanien gereist. 

Rückblickend war es viel weniger die Länge des Rennens die dem BORA-hansgrohe Profi zu schaffen gemacht hat. Es waren die Folgen eines Sturzes in der ersten Woche des Rennens und die große Hitze während der drei Wochen auf der Iberischen Halbinsel.

Den Sieg der Rundfahrt hat sich übrigens auch ein Quereinsteiger geholt - Primoz Roglic aus Slowenien, früherer Skispringer. Tonis Teamkollege und BORA-hansgrohe Kapitän Felix Großschartner landet am Ende auf einem starken 10. Rang in der Gesamtwertung.

Die erste Woche - schwierig, stressig und sturzreich

„Ich bin sehr gut vorbereitet in die Vuelta gestartet, hatte viel Respekt vor dem was kommt, aber stets ein gutes Gefühl dabei. Die erste Woche war dann schon sehr stressig. Viele Stürze, mit Patrick Gamper und Ben Zwiehoff auch zwei schwere Stürze im eigenen Team und am Ende hat es mich dann auch noch erwischt. Hitze und großflächige Schürfwunden machen dann besonders die Nächte nicht besonders erholsam. Nach dem Sturz hatte ich echt zu kämpfen und war froh bis zum Ruhetag durchgekommen zu sein.“

Der erste Ruhetag - wichtig und wohlverdient

„Der erste Ruhetag nach neun Renntagen war für mich sehr wichtig! Endlich etwas Zeit zum erholen von der schwierigen ersten Woche - physisch und psychisch. Danach habe ich mich langsam besser gefühlt, hatte weniger Schmerzen und konnte dann auch wieder gut schlafen.“

In der dritten Woche am besten gefühlt 

„Die dritte Woche war dann mit fast 20.000 Höhenmeter die schwerste der Rundfahrt, für mich aber auch die Woche, in der ich mich am besten gefühlt habe. Am zweiten Ruhetag habe ich mich sehr gut erholt und war bereit für die finale Woche der Rundfahrt. Es war etwas weniger stressig im Feld und ich konnte endlich wieder schmerzfrei am Rad sitzen. Klar ist das Tempo jeden Tag extrem hoch und es kommt irgendwann der Punkt an dem man zu leiden beginnt. Ich denke aber, dass ich mich immer wieder ganz gut präsentieren konnte. Mit dem Ziel in Santiago de Compostela anzukommen galt es für mich aber auch stets Körner zu sparen und nicht zu offensiv zu fahren.“

Emotion pur in Santiago de Compostela 

„Das Zeitfahren war mit einigen Höhenmetern noch einmal ein hartes Stück Arbeit und keinesfalls geschenkt. Beim Überqueren der Ziellinie ist sehr viel von mir abgefallen. All die harten Stunden der letzten Wochen, die Vorbereitung und auch der Druck den ich mir selbst auferlegt habe. Ich freue mich unglaublich und bin schon auch etwas stolz darauf diese Vuelta geschafft zu haben. Vor exakt sechs Monaten bin ich mein letztes Rennen als Skibergsteiger gelaufen und heute konnte ich meine erste Grand Tour beenden. Was ist das für ein verrücktes Jahr? Um all das zu realisieren werde ich noch etwas Zeit und Ruhe benötigen.
Morgen nicht aufs Rad steigen um Rennen zu fahren - Entspannung pur!“

„Sportlich und persönlich mit Sicherheit das größte Erlebnis und die wichtigste Erfahrung in meinem Leben als Athlet. In diesen drei Wochen habe ich so unglaublich viel gelernt und in meiner Entwicklung als Radprofi einen großen Schritt gemacht.“

Ausblick auf die restliche Saison

Ein paar ruhige Tage und ein Wochenende in der Heimat bevor es dann für vier Renntage nach Belgien geht. Radrennen in Belgien ist für mich wieder eine ganz neue Erfahrung, auf die ich mich sehr freue. Im Oktober folgen dann zum Abschluss noch Eintagesrennen in Italien.“

Pressemeldung von NINE&ONE

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