Unterstützung für den Langlaufstützpunkt Ruhpolding 

Langlaufstar trainiert den heimischen Nachwuchs

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Zweifacher Gesamtweltcupsieger Tobi Angerer will Nachwuchs auf die Sprünge helfen

Ruhpolding - Der ehemalige Langlauf-Weltklasseathlet Tobias Angerer hat es sich als Ziel gesetzt, den heimischen Nachwuchs unter die Arme zu greifen. Dabei will er den Jungen Talenten in den Weltsport helfen.

"Mir hat der Sport so viel gegeben, jetzt will ich davon einiges zurückgeben", ein Mann ein Wort. Nach dem Ende seiner Karriere unterstützt er am Stützpunkt Ruhpolding die jungen Langläufer. Vor einem Jahr hat sich das Team unter dem Namen "Pro Langlauf Südostbayern" mit Sportler zwischen 15 und 18 Jahren aus dem Chiemgau und Inngau formiert. In diesem Jahr sind es bereits 23 Nachwuchsathleten.Angerer tritt in der Funktion als Berater und Motivator auf und hat ein schlagkräftiges Betreuerteam um sich versammelt. Janik Werner, Toni Strehhuber, Robin Frost und der einstige Weltcupstarter Franz Göring gehören zum Stab.

"Ruhpolding ist der beste Stützpunkt weit und breit"

Martin Werner kümmert sich um den Förderverein. Dieser gibt finanzielle Unterstützung bei Trainingsmaßnahmen, Lehrgängen, Wettkämpfen und vieles mehr. Vieles steuern die Eltern bei.Dank seiner guten Verbindungen hat Angerer auch einige Unterstützer von heimischen Firmen ins Boot geholt. Zuletzt den Tourismusverband Chiemgau und die Siegsdorfer Petrusquelle. "Wir wollen ein Anlaufpunkt für Schüler und Jugendliche sein", erklärt der 38-jährige. 

Das Konzept sieht vor, unterstützend vom Schüler in den Jugendbereich einzugreifen. Letztendlich soll es ein Teil der Sportler bis in den Continental- oder auch Weltcup schaffen."Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass dieser Weg sehr schwer ist", sagt Angerer. Wenn es zwei bis drei in die Stützpunktmannschaft schaffen, ist schon vieles erreicht."Der Stützpunkt in Ruhpolding ist der beste in ganz Deutschland, die Voraussetzungen haben wir", so der zweifache Weltcupgesamtsieger. Doch nicht nur die sportlichen Leistungen sind den Verantwortlichen von "Pro Langlauf" wichtig. Eine verschworene Gemeinschaft mit einem dementsprechenden sympathischen Auftreten ist Grundvoraussetzung. Auch der Spagat zwischen Sport und Schule gehört dazu. Einer der Schwerpunkte liegt auf den ganz jungen Langläufern bis zur S15. Der nächste Schritt in den Jugendbereich ist danach sehr wichtig. Deshalb sind die Jugendsportler auch als Vorbild für die Schüler gefordert."Sport und Schule sind schon eine Belastung", erzählt einer der jungen Sportler, weil wenig Freizeit bleibt. Trotzdem wird Beides nicht vernachlässigt. "Bis 16 Uhr habe ich meistens Schule, dann fängt das Training an. Trotzdem macht es mir Spaß", so der Nachwuchssportler.

Lena Bächle und Florian Knopf weiterhin erfolgreich

Einig sind sich die Athleten über die gute Stimmung im Team. Acht Monate haben sie sich im Sommer auf die neue Saison vorbereitet. Was fehlt, ist nur noch der Schnee. Wie "junge Pferde" scharren sie mit den Hufen und fiebern den ersten Wettkämpfen entgegen. "Sie können sich an Jonas Dobler als Vorbild orientieren. Er ist jetzt regelmäßig in den Weltcuppunkten", sagt Angerer. Dabei ist Dobler für einen Langläufer noch relativ jung. "Die Weltklasse beginnt meistens erst ab 28, 29 Jahren", weiß er aus eigener Erfahrung. 

Erste Erfolge kann das Team auch schon vorweisen. Florian Knopf von der SLV Bernau hat die Gesamtwertung des Deutschlandpokals gewonnen. Dazu kommen zwei deutsche Meistertitel und der erste Platz bei den OPA-Games in Slowenien. Als großes Talent gilt auch Lena Bächle vom SV Oberteisendorf. Sie ist im Deutschlandpokal dritte der Gesamtwertung geworden. 

In dieser Saison haben Tobi Angerer und seine Mitstreiter einige Ziele im Visier. Starts beim Deutschland- und Alpenpokal sowie die Qualifikation für die Youth Olympic Games in Lillehammer. Das alles kostet aber Geld, deswegen ist Angerer eines klar: "Wir wollen unser Projekt für Sponsoren interessant machen." Einige Unterstützer hat er schon gefunden, zum Beispiel den Geschäftsführer von Chiemgau Tourismus Stephan Semmelmayr der es irgendwie auf den Punkt bringt: "Wir brauchen in Zukunft einen neuen Tobi Angerer."

Hier finden Sie die Facebook-Seite des Nachwuchsteams.

SJH

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser