Deutscher Tischtennis-Vizemeister

Kolbermoors Kristin Lang nach verlorenem Finale: „Fünf Prozent schlechter kann entscheidend sein“

Kolbermoors Spitzenspielerin Kristin Lang trauert den Chancen nach, die ihr Team in jedem Spiel gegen Berlin hatte.
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Kolbermoors Spitzenspielerin Kristin Lang trauert den Chancen nach, die ihr Team in jedem Spiel gegen Berlin hatte.

„Ich bin natürlich froh, dass ich meine Spiele gewonnen habe. Trotzdem bin ich selbstverständlich enttäuscht, dass es für uns als Team nicht zu mehr gereicht hat“, sagte Kolbermoors Spitzenspielerin Kristin Lang im Interview nach dem verlorenen Finale um die Deutsche Meisterschaft.

Berlin/Kolbermoor – Nur äußerst knapp verpassten die Tischtennis-Damen des SV DJK Kolbermoor am Sonntag den Gewinn der zweiten Deutschen Meisterschaft nach 2017/18. Im dritten und alles entscheidenden Play-off-Finale unterlag das Team von Trainer Michael Fuchs dem Titelverteidiger TTC Berlin eastside mit 3:5. Zwei der drei Siege steuerte Kristin Lang bei, die sich anschließend den Fragen der OVB-Sportredaktion stellte.

Frau Lang, wie groß ist die Enttäuschung?

Kristin Lang: Wir hatten in jedem Spiel unsere Chancen. Nach der Partie am Samstag hatten wir auch am Sonntag gute Möglichkeiten. Deshalb ist es umso bitterer, zumal wir aktuell noch nicht wissen, wie unsere Mannschaft in der Zukunft personell aussehen wird. Haben wir noch mal die Chance, so nah dran zu sein?

Können Sie in einer ersten Analyse schon Gründe für den verpassten Titel nennen?

Lang: Beim Einspielen haben ich schon gemerkt, dass unsere Spitzenspielerin Fu Yu nicht mehr ganz so frisch war wie noch beim zweiten Finale. Konditionell schwächelte sie ein wenig. Auf dem Niveau fünf Prozent schlechter zu spielen, ist dann vielleicht der entscheidende Faktor. Alle haben gekämpft, sodass niemandem ein Vorwurf zu machen ist. Die Partie hätte genau so gut auch für uns ausgehen können.

Ihre Bilanz fällt mit vier Siegen aus vier Einzeln sehr positiv aus. Und trotzdem reichte es nicht...

Lang: Ich bin natürlich froh, dass ich meine Spiele gewonnen habe. Trotzdem bin ich selbstverständlich enttäuscht, dass es für uns als Team nicht zu mehr gereicht hat. Ich hätte natürlich auch im Heimspiel gerne zwei Punkte gemacht. Vielleicht wäre es dann gar nicht mehr zu einem dritten Finale gekommen. Deshalb bin ich über meine Leistung jetzt nicht super happy, da wir als Mannschaft verloren haben. Das macht mich in diesem Moment traurig.

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Fu Yu zieht es in das polnische Tarnobrzeg. Aber auch Berlin muss Shan Xiaona zumindest in der Hinrunde aufgrund ihres Wechsels nach Japan ersetzen. Wird in der Saison 2021/22 wieder angegriffen?

Lang: Ich weiß nicht, wie unsere Mannschaft aussehen wird und ob wir nochmals so eine Verstärkung wie Fu Yu haben werden. Berliner ist ohne Shan Xiaona sicherlich auch nicht mehr so stark. Von daher glaube ich, dass wir Chancen haben werden um den Titel mitzuspielen. Auf jeden Fall wollen wir wieder angreifen.

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