Zwei junge Ringer bei der WM

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Schafft er den Sprung auf das Treppchen? TVT-Nachwuchsringer Artur Tatarinov (rotes Trikot) geht bei den Kadetten-Weltmeisterschaften in Serbien auf die Matte.

Traunstein/Anger - Zwei junge Ringer aus der Region gehen in der kommenden Woche bei den Kadetten-Weltmeisterschaften in Serbien auf die Matte.

Artur Tatarinov vom TV Traunstein startet nach seinem fünften Platz bei den Europameistermeisterschaften nun auch bei der Weltmeisterschaft. Tatarinov wird in der Gewichtsklasse bis 50 Kilogramm im griechisch-römischen Stil an den Start gehen. Die Erfolgsserie des Traunsteiners, der es immerhin bereits auf vier deutsche Meistertitel bringt (darunter einen ersten Platz bei den Junioren) ist lang. Zuletzt wusste er die Bundestrainer auch bei verschiedenen Vorbereitungslehrgängen und internationalen Turnieren zu überzeugen und hofft nun auf ein gutes Abschneiden bei den Weltmeisterschaften im serbischen Zrenjanin. Dass er grundsätzlich ganz vorne mitringen kann hat sein starkes Auftreten bei den europaweiten Titelkämpfen im Juni gezeigt, als er mit drei Siegen klar auf Medaillenkurs war und sich gegen den späteren Europameister aus Russland unglücklich nur knapp bei Punktegleichstand beugen musste. Bei den Weltmeisterschaften werden wohl auch wieder starke Ringernationen wie Russland und insbesondere Aserbaidschan vorne dabei sein, die mit der Türkei und der Ukraine alle Titel bei den Greco-Kadetten im vergangenen Jahr holten, wobei Aserbaidschan das Kunststück fertigbrachte von zehn WM-Titel alleine sechs zu holen. Auch bei den diesjährigen Europameisterschaften gingen alle Titel im klassischen Stil an diese vier Nationen. Die Kämpfe in der Gewichtsklasse bis 50 kg finden am Montag und Dienstag statt.

Mit Nicole Amann vom SC Anger geht eine zweite Traunsteinerin auf die WM-Matte. Die amtierende Deutsche Meisterin der weiblichen Jugend in der Gewichtsklasse bis 65 kg war ebenfalls bereits für die Europameisterschaft vorgesehen. Die Abschlussprüfungen zur Mittleren Reife machten der ehemaligen Sparzer Schülerin einen Strich durch die Rechnung. Vom Bundestrainer wurde die chancenreiche Ringerin nun trotzdem fix für die WM nominiert wozu auch gute Trainingsvorbereitungen mit beigetragen haben. Dass die Traunsteinerin das Potenzial hat, ganz oben in der Weltspitze mitzuringen, zeigt allein der direkte Vergleich: Amann, die schon mehrere schwere Verletzungen hinter sich hat, und sich immer wieder zurückgekämpft hat, konnte noch im Mai beim Großen Preis von Deutschland die spätere Europameisterin Daria Shisterova aus Russland besiegen. Bei der Weltmeisterschaft werden aber noch andere „Kaliber“ zu schlagen sein, so Ringerinnen aus den traditionell starken Nationen Japan, China, USA und Kanada, wobei auch die Schwedinnen immer für eine Medaille gut sind. Ob sich die Hoffnung auf einen Platz in den vorderen Rängen erfüllt, wird sich ab Mitte nächster Woche zeigen.

Noch bis zum Sonntag ist der Traunsteiner Kampfrichter Petar Stefanov daneben bei den Junioren-Weltmeisterschaften in der bulgarischen Hauptstadt im Einsatz. Als einer der ranghöchsten Deutschen Mattenleiter wurde er vom internationalen Ringerverband FILA eingeladen, in der zweithöchsten Altersklasse die Wettkämpfe mit zu leiten.

awi

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