„Kult-Fotograf“ Max Mayer ist tot

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Max Mayer (re.) mit dem spanischen Nationalverteidiger und Spieler von Real Madrid, Sergio Ramos.
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Waging/Rosenheim - Die traurige Nachricht verbreitete sich am Wochenende in Sportlerkreisen wie ein Lauffeuer: Der Fußball-Fotograf Max Mayer ist gestorben.

Egal ob Otto Rehhagel oder Jürgen Klopp, egal ob Sergio Ramos oder Fernando Torres, egal ob Bayernliga oder A-Klasse – Max Mayer hatte sie alle schon vor der Linse und kannte viele von ihnen sogar persönlich. Jetzt ist er tot. Der Waginger verstarb am Freitag im Alter von 52 Jahren an einem Herzinfarkt.

Mit Max Mayer ist ein echtes Unikat von uns gegangen. Auf den Fußballplätzen der Region bekannt wie ein „bunter Hund“ war er meist schon weit vor dem Anpfiff vor Ort, um sich auf die jeweilige Begegnung einzustimmen. Ausgestattet mit bunten Trainingsanzügen von seinen „Lieblingsklubs“ flitzte er anschließend 90 Minuten rund um die Spielfelder, um die besten Szenen mit seiner Kamera festzuhalten.

Dass er dabei nicht nur einmal Schiedsrichter zur Weißglut brachte, weil er sich teilweise auf dem Spielfeld anstatt daneben aufhielt oder manchmal eigenmächtig den Spielbeginn für „wichtige Portraitaufnahmen“ für einige Minuten verzögerte, sind nur zwei von vielen lustigen Anekdoten. Auch weite „Auswärtsfahrten“ wie ins Trainingslager der spanischen Nationalelf ins österreichische Montafon oder Bus-Trips mit seinen Buchbacher Freunden nach Würzburg und Schweinfurt standen regelmäßig auf seinem Terminkalender.

Max Mayer starb im Alter von 52 Jahren.

„Junky 1961“, wie er von seinen Freunden auch genannt wurde, war ein Fußballverrückter im absolut positiven Sinne. Nachtschichten, um seine Kunden, hauptsächlich Zeitungen und Online-Portale, zu bedienen, waren bei seinen Einsätzen mehr die Regel als die Ausnahme. Und wenn ein Klub eine Foto-CD oder ein bestimmtes Bild für sein Vereinsfest brauchte, war auf Max und seine Hilfsbereitschaft jederzeit Verlass.

Max Mayer hinterlässt seine Ehefrau und drei Kinder in jugendlichem Alter, denen unsere aufrichtige Anteilnahme gilt. Mit Max Mayer ist nicht nur ein „kultiger“ Fotograf, sondern auch ein herzensguter Mensch von uns gegangen.

redro24/mw

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