Eigengewächs wechselt nach einem Jahr Freiburg wieder in die Heimat nach Wasserburg

Brunckhorst kommt zurück!

Svenja Brunckhorst spielt wieder für Wasserburg. Foto Altschuh

Wasserburg - Der TSV überrascht mit einem weiteren sensationellen Neuzugang: Svenja Brunckhorst wird in der kommenden Saison der wieder in der Heimat spielen:

Der TSV Wasserburg überrascht mit einem weiteren sensationellen Neuzugang: Svenja Brunckhorst wird in der kommenden Saison der Damen-Basketball-Bundesliga wieder in der Heimat spielen, nach nur einer Saison bei den Eisvögeln Freiburg. Nach Stina Barnert ist sie die zweite spektakuläre Verstärkung.

"Es ist mir sehr schwer gefallen aus Wasserburg wegzugehen, genauso schwer ist es jetzt, Freiburg wieder zu verlassen. Aber die sportliche Perspektive hat einfach den Ausschlag gegeben, dass es mich wieder in die Heimat zieht", beschreibt die 20-Jährige ihre Gefühle. Zuvor wird sie in Freiburg noch das Abitur machen und in ihrer WG wohnen bleiben. Im Wintersemester wird sie vermutlich in München ein Studium beginnen. "Es war ein tolles Jahr in Freiburg, sportlich wie privat. Die Menschen, die Stadt, der Coach und die Mannschaft - alles toll. Ich werde sie vermissen", meint die Aufbauspielerin, der man die persönliche Entwicklung deutlich anmerkt. Aus dem Wasserburger Küken ist eine junge, selbstbewusste Frau geworden, die genau weiß, was sie will. Sie will ihr Leben selbst planen und organisieren, deshalb wird sie in ihrer Heimatstadt auch nicht mehr bei den Eltern wohnen.

Für die Familie, das Management und die Fans ist die Rückkehr des Eigengewächs nicht nur emotional sondern auch sportlich ein besonderes Ereignis. Die Aufbauspielerin hat in Freiburg sehr viel Verantwortung bekommen und übernommen. Sie stand durchschnittlich über 26 Minuten pro Spiel auf dem Feld, vor allem auch in der Schlussphase, wenn es um Sieg und Niederlage ging. Im Jahr zuvor beim deutschen Meister bekam sie 20 Minuten Spielzeit und erlebte die entscheidenden Phasen oft von der Bank. In Freiburg machte sie 6,3 Punkte und drei Rebounds pro Match, die besten Werte ihrer Karriere. "Ich hatte eine ganz andere Rolle als zuvor. Trainer und Mannschaft haben mir immer vertraut, dass ich die richtigen Entscheidungen treffe." Anfang der Saison war alles perfekt, später lief es nicht mehr rund und nach dem Aus im Viertelfinale gegen Wasserburg ist die Saison rückblickend fast enttäuschend. "Durch solche Phasen müssen Spieler durch. Das wird sie sportlich weiterbringen. Ich habe den Schritt verstanden, aus der Heimat wegzugehen und Erfahrungen zu sammeln", meint ihr neuer Coach Bastian Wernthaler.

Der war bereits in der U20-Nationalmannschaft ihr Trainer und freut sich ganz besonders über ihre Rückkehr. Wernthaler hält sie für eine starke Verteidigerin, eine Qualität, die seiner Meinung nach bislang immer übersehen wurde. "Durch ihre Größe, Schnelligkeit und physische Präsenz kann sie sehr aggressiven Basketball spielen und das erwarte ich auch von ihr. Dass sie Tempo macht, den Gegner unter Druck setzt und viele Emotionen reinbringt." Die 1,78 Meter große Brunckhorst selbst freut sich, international spielen zu können und gibt ganz offen zu, dass das der vielleicht entscheidende Grund für die Rückkehr an den Inn ist. "Mit dem Basti kann ich sowieso, aber der Euro-Cup ist eine echte Herausforderung. Und da freue ich mich sehr drauf."

fd

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