Wasserburger Leichtathleten auf dem Vormarsch

Wasserburg - Die Leichtathleten des TSV Wasserburg waren bei den Bayerischen und Oberbayerischen Meisterschaften weit vorne vertreten. Darunter waren auch mehrere Siege.

Bei der Bayerischen Mehrkampfmeisterschaft am vergangenen Wochenende in Herzogenaurauch etablierten sich Laura Kurzbuch und Kilian Posch in der Altersklasse Jugend M/W 16 in der bayerischen Leichtathletikspitze. Kilian gewann sogar die Bronzemedaille im Block Mehrkampf, wobei insbesondere seine Hürdenzeit über 80 Meter in 12,85 Sekunden die Einstellung seiner persönlichen Bestzeit bedeutete. Laura Kurzbuch hatte sich für den 7. Kampf qualifiziert und konnte einen guten 6. Platz im Starterfeld erreichen. Während sie im Speerwurf und 800-Meter-Lauf (2:49,68 Minuten) eine neue persönliche Bestleistung erzielte, zeigte sich ihre Trainerin von der Hochsprungleistung enttäuscht.

„Das Hochsprungergebnis hat eine bessere Platzierung verhindert“, konstatierte Trainerin und Mama Sylvia Kurzbuch über die Leistung ihrer Tochter. Den beiden Nachwuchstalenten herzlichen Glückwunsch zu diesen herausragenden Leistungen. Eine Ehre der besonderen Art ereilte Johanna Windmaier und Maximilian Kurzbuch. Die beiden 17- bzw. 16-jährigen Gymnasiasten waren zum „Fly and Jump“- Meeting nach München geladen. Hier fand am Marienhof am Mittwoch, 25. Juni, ein Stabhoch- und Weitsprungwettkampf mit internationaler Beteiligung statt. Während die Weltklasse in beiden Disziplinen sich am Abend ein Stell-dich-Ein gab, durften besonders talentierte Nachwuchsathleten die Veranstaltung einläuten.

Johanna setzte dabei eine eindrucksvolle Marke. Ihr gelang mit 5,72 Meter der größte Satz aller weiblichen Nachwuchstalente. Diese Leistung trennte sie nur drei Zentimeter von der Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft in Bochum, die sie für den Hürdenlauf bereits geschafft hat. Durch ein nicht nachzuvollziehendes Wertungssystem gewann Johanna den Wettkampf nicht, sondern wurde nur Dritte. Gewertet wurde nicht die Bestleistung, sondern die größte Leistungssteigerung. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Entsprechend groß war Johannas Enttäuschung, die sich um die Lorbeeren ihres Erfolges gebracht sieht.

Leicht gehandicapt wurde Maximilian mit einem soliden Vier-Meter-Sprung Achter. Wegen einer Achillessehnenreizung konnte der 1,89 Meter große 16-Jährige nur mit Turnschuhen anstatt mit Spikes seinen Wettkampf springen. Bei den Versuchen über 4,15 Meter scheiterte er jeweils nur knapp. Das gelang ihm bei den Oberbayerischen Meisterschaften in Markt Schwaben am Samstag, den 28. Juni, deutlich besser. 4,30 Meter und damit neben persönlicher Bestleistung auch die Oberbayerische Meisterschaft war der Lohn für diese gewaltige Leistungssteigerung. Als Zuckerl obendrauf qualifizierte sich Max auch für die Deutsche Meisterschaft im Nordrheinwestfälischen Bochum im August diesen Jahres.

Begleitet wird Max von Johanna Windmaier, die mit ihrer neuen Hürdenbestzeit von 13,88 Sekunden über 100 Meter ein absolutes Topergebnis innerhalb der deutschen weiblichen Jugend W18 erreicht hat und sich damit berechtigte Hoffnungen auf einen Stockerlplatz machen kann. Nachdem Johanna beim Einladungsmeeting „Jump and Fly“ durch ein spezielles Reglement trotz Bestleistung nur Dritte wurde, setzte sie in Markt Schwaben ein Ausrufezeichen hinter ihre Weitsprungleistung. Exakt auf 5,72 Meter egalisierte sie ihre Bestleistung und krönte sich zur Oberbayerischen Meisterin.

Einen weiteren Oberbayerischen Meister stellt der TSV Wasserburg mit Jonathan Neuhoff. In 56,28 Sekunden sprintete er in neuer persönlicher Bestzeit über die Stadionrunde (400 Meter) und sicherte sich vor der Konkurrenz den Meistertitel. Außerdem gelang ihm mit dem 700 Gramm Speer (37,90 Meter) eine Top Ten Platzierung. Vizemeister im Weitsprung wurde Manuel Riemer mit 6,21 Meter. Damit steigerte Manuel im dritten Wettkampf zum dritten Mal seine persönliche Bestleistung. Erfolgreich beendete er auch seinen Einsatz im Sperrwurf. Bei seinem 50,81 Meter Wurf mit dem 700 Gramm Speer passte vom Anlauf bis zur Landung des Speeres einfach alles. Belohnt wurde diese Leistung mit dem dritten Stockerlplatz. Im 110 Meter Hürdenlauf sicherte sich Manuel in guten 15,90 Sekunden den 5. Platz und unterstrich damit neurlich seine großen Mehrkampfqualitäten.

Dass die Leichtathletik nicht nur ein Individualsport ist, sondern auch ein Mannschaftssport bewiesen die Wasserburger bei den Staffelwettbewerben. Sowohl die Buben als auch die Mädels wurden in den 100 Meter Staffelläufen jeweils Vizemeister in Oberbayern. In der Besetzung Jonathan Neuhoff, Nils Focke, Manuel Riemer und Simon Peinhofer sprinteten die Vier in neuer persönlicher Bestleistung ins Ziel (46,17 Sekunden). Isabel Röttger, Johanna Windmaier, Elena Geiger und Andrea Gablik verfehlten in 50,22 Sekunden die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft um 0,02 Sekunden knapp. Auch die übrigen Wasserburger Athleten zeigten nennenswerte Leistungen und verpassten zum Teil die Topplatzierungen nur knapp.

Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

Andrea Gablik: 100m Hürden 15,48s (PB), 5. Platz, Weit 5,14 (PB), 4. Platz

Elena Geiger: 100m Hürden 17,18s, 10. Platz, Weit 4,71m, 10. Platz, Speer 33,84m, 11. Platz Elisabeth Höcketstaller: Kugel 9,87m, 10. Platz, Speer 28,13m, 14. Platz, Diskus 27,22m 6. Platz und Stab 2,50m 4. Platz

Isabel Röttger: Kugel 9,90m, 9. Platz, Hoch 1,58m 4. Platz, 100m Hürden 15,73s (PB), 7. Platz

Tobias Lambacher: Kugel 9,22m, 13. Platz, Weit 4,89m, 14. Platz

Siomon Peinhofer: 100m 12,59s, 200m 25,05s (PB), 11. Platz

Pressemeldung TSV Wasserburg

Rubriklistenbild: © TSV Wasserburg

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