Jugendfußball beim TSV 1860 Rosenheim

U 13 zeigt tolle Moral- Auswärtssieg in Planegg

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Wasserburg am Inn - Nach der unglücklichen Niederlage in Burghausen kämpfen die Jungs den SV Planegg-Krailling nieder

Ein straffes Programm hat die U 13 des TSV 1860 Rosenheim momentan in der BOL zu absolvieren. Nach der verspäteten Einstufung in die höchste Spielklasse und der Spielabsage des FC Bayern München müssen nun einige englische Wochen absolviert werden. Zunächst ging es zum „Angstgegner“ nach Burghausen, gegen den in den letzten Partien trotz ansprechender Leistungen nichts Zählbares mitgenommen werden konnte. Leider war es auch in diesem Spiel wieder so. Die Rothosen gingen bereits in der Anfangsphase durch Domi Köck in Führung, der einen missglückten Rückpass der Burghausener abfing und den Ball direkt zum 1:0 in die Maschen setzte.

In der Folge entwickelte sich ein unglaublich intensives und schnelles Spiel, bei dem uns die Heimmannschaft gehörig unter Druck setzte. Die vielen Standardsituationen, die sich daraus ergaben, waren ein ständiger Gefahrenherd für das Rosenheimer Gehäuse. Unmittelbar vor der Pause holten die Gastgeber dann zum Doppelschlag aus. Von den vielen langen Bällen, die in der ersten Halbzeit von unserer Verteidigung abgefangen wurden, rutschte doch einer durch und der pfeilschnelle Burghausener Stürmer spitzelte den Ball am herausstürzenden Keeper vorbei zum Ausgleich. Doch damit nicht genug. Nur wenige Sekunden später hielt der zweite Angreifer Simon Fischer mit beiden Armen, sodass dieser ins Straucheln kam. Da der berechtigte Pfiff leider ausblieb, konnte der gegnerische Stürmer alleine aufs Tor zulaufen und zum 2:1 vollenden. Statt einer knappen Führung ging es nun mit einem Rückstand in die Kabine.

Was die Mannschaft aber in der zweiten Hälfte sowohl kämpferisch als auch spielerisch auf den Platz brachte, war vom Allerfeinsten. Das Spielgeschehen spielte sich fast ausschließlich in der Burghausener Hälfte ab. Endlich konnten die Angriffe mit wenigen Kontakten über die Außenpositionen vorgetragen werden. So ergaben sich auch zahlreiche Einschussmöglichkeiten, die aber entweder von der vielbeinigen Abwehr abgeblockt oder vom sehr guten Burghausener Torhüter entschärft wurden. Und so war es am Ende wie so oft in Burghausen: Trotz einer wirklich starken Vorstellung musste man mit einer 1:2-Auswärtsniederlage im Gepäck die lange Heimreise antreten. Deshalb war die Mannschaft beim kurz darauf folgenden Spiel gegen den SV Planegg-Krailling gehörig unter Druck. Nach zuletzt zwei Niederlagen musste man beim Tabellennachbarn unbedingt punkten, um nicht in die Abstiegszone zu rutschen. Die Partie begann aber gar nicht so, wie wir uns das vorgenommen hatten. In der Defensive waren wir viel zu weit von den Gegenspielern weg und die schnellen Stürmer brachten uns dadurch ein ums andere Mal schwer in Verlegenheit. In der 5. Minute schlug es dann auch folgerichtig im Rosenheimer Kasten ein. Die Planegger Sturmspitze konnte über das halbe Feld laufen, ohne dass er dabei entscheidend gestört wurde. Im Strafraum behielt er dann auch noch die Übersicht und erzielte den verdienten Führungstreffer der Heimmannschaft. Die Konfusion in der gesamten Mannschaft legte sich auch in den nächsten Minuten noch nicht und so kam es immer wieder zu brandgefährlichen Situationen vor unserem Kasten. Wir konnten von Glück reden, dass es „nur“ 0:1 stand.

Mitte der ersten Hälfte gelang es den jungen 60ern, sich etwas aus der Umklammerung zu befreien. Endlich wurde gefällig kombiniert und so hätte Domi Köck fast den Ausgleich markiert. Seppi Stellner spielte den Ball in die Mitte, wo Domi lauerte. Seine Direktabnahme sprang aber von der Unterkante der Latte wieder knapp vor die Linie. Kurz darauf konnte aber doch das 1:1 bejubelt werden. Nach einem Foul an Noah Markulin, das nicht geahndet wurde, kam Maxi Jägerbauer doch noch an den Ball. Er sah, dass der Keeper ziemlich weit vor seinem Gehäuse stand. Kurz hinter der Mittellinie fasste er sich deshalb ein Herz und zirkelte das Leder über den von der tief stehenden Sonne geblendeten Torwart hinweg ins Tor. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Pause. Wie bereits in den letzten Spielen kam die Mannschaft mit einem veränderten Gesicht aus der Kabine. Die Planegger wurden nun zunehmend in die eigene Hälfte gedrängt. Maxi Jägerbauer hatte kurz nach der Pause auch die Führung auf dem Fuß. Er setzte sich sehr stark auf dem rechten Flügel durch und drang in den Strafraum ein. Sein genau getimter Schuss ging aber leider nicht ins Tor, sondern prallte vom Innenpfosten wieder ins Feld zurück. In diesem Stil ging es weiter. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf den gegnerischen Kasten zu.

Allerdings ist es trotz spielerischer Überlegenheit schwer, sich gegen einen Gegner durchzusetzen, der fast jede erfolgsversprechende Situation durch ein Foul zu verhindern versucht. So musste auch der bis dahin herausragend spielende und kämpfende Max Jägerbauer mit einer klaffenden Wunde am Knie ausgewechselt werden. Leider war der junge Schiedsrichter, der kaum älter als die Spieler ist, mit dieser Partie völlig überfordert. Bei allem Verständnis für die Schwierigkeiten bei der Schiedsrichterbesetzung sollte der Verband in der BOL, in der es extrem körperbetont und schnell zur Sache geht, doch auf erfahrene Unparteiische zurückgreifen. Die Gesundheit der Spieler muss bei einem Spiel oberste Priorität haben. Außerdem „verheizt“ man einen jungen Referee, wenn man ihn bei Spielen einsetzt, bei denen er noch nicht mithalten kann. Obwohl der Schiedsrichter nur einen Bruchteil der Fouls ahndete, gab es doch eine ganze Reihe von Freistößen, die dann auch Gefahr für das Planegger Tor brachten. Noah Markulin zirkelte einen Freistoß mit links aus halbrechter Position um die Mauer ins lange Eck. Der Torhüter war aber zur Stelle und lenkte den Ball zur Ecke. Den Torschrei hatten die zahlreich mitgereisten Fans schon auf den Lippen, als Anderl Stelzer einen Freistoß aus zentraler Position mit vollem Risiko Richtung Kreuzeck jagte. Wieder machte sich aber der sehr gute Torhüter ganz lang und fischte den Ball aus dem Winkel. Da auch dieser Schuss nicht den Weg ins Tor fand, musste man sich langsam damit abfinden, dass die Partie mit einem Remis enden würde. Dann kam aber der große Auftritt von Gulianno Stark. Nach einem langen Ball aus der Verteidigung wollte der Torhüter das Leder abfangen. Guli war aber kurz vorher dran und wollte eigentlich die Kugel an ihm vorbeilegen, um dann zu vollenden. Zum Glück geriet dieser erste Kontakt allerdings etwas zu heftig und so trudelte der Ball zum umjubelten Siegtreffer über die Linie. Die Mannschaft bewies in beiden Spielen eine tolle Moral und hat sich auch von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen lassen. Diese Einstellung, bei der jeder für jeden kämpft, muss nun auch in der kommenden englischen Woche auf den Platz gebracht werden. Dann ist auch gegen den Tabellennachbarn aus Deisenhofen und vielleicht sogar gegen den verlustpunktfreien Spitzenreiter des FC Bayern München etwas drin!!!

Pressemeldung TSV 1860 Rosenheim

Quelle: wasserburg24.de

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