59:63-Niederlage gegen den BC Hellenen München II – Neuzugang Vasic erstmals im Aufgebot

TVT-Basketballer lassen wichtige Punkte liegen

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Auch Valentin Rauschs 21 Punkte konnten die sechste Saisonniederlage des TVT letztlich nicht verhindern.

Traunstein - Zu ungewöhnlicher Uhrzeit luden die Bayernliga-Basketballer des TVT am vergangenen Sonntag zum Kellerduell gegen die zweite Mannschaft des BC Hellenen München. Erfreulicherweise fanden am frühen Nachmittag zahlreiche Zuschauer, darunter auch Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel, den Weg in die Ludwig-Thoma-Halle, um die Herren I in diesem wichtigen Spiel zu unterstützen. Die Brisanz der Partie zeigte allein ein Blick auf das gegnerische Aufgebot. So reisten die Gäste in zwölf-Mann-starker Besetzung in den Chiemgau und boten dabei sämtliches Spielermaterial auf, das ihnen zur Verfügung stand.

Der Turnverein hatte wie schon die ganze Saison über zahlreiche Ausfälle zu beklagen. Wohl am schmerzlichsten wurde Topscorer Stefan Gruber vermisst, der sich und seinem erst kürzlich verletzten Sprunggelenk nun doch noch eine etwas längere Erholungszeit gönnt. Dafür bekam das Publikum mit Marko Vasic ein neues Gesicht präsentiert. Erst Ende der vergangenen Woche hatte Sportwart Sebastian Kösterke die Freigabe des Flügelspielers, der zuletzt für den österreichischen Zweitligisten BBU Salzburg aktiv gewesen war, erhalten. Der Transfer soll dem Kader des TVT vor allem mehr Tiefe sowie wichtige Scoringimpulse von der Bank bescheren.


Die Gäste starteten souverän in die Partie und spielten umgehend ihre Größenvorteile unter dem Korb aus. Daraus resultierte eine frühe Sieben-Punkte-Führung der Hellenen, die bisher mit einem Sieg Vorsprung auf die Chiemgauer den neunten Tabellenrang belegt hatten. Mit der Einwechslung von Alexander Guggenberger, der wie schon zuletzt mit starkem Kampfgeist zu überzeigen wusste, kamen die Traunsteiner aber immer besser in Fahrt. In der Offensive übernahm nun Valentin Rausch das Kommando. Immer wieder konnte er erfolgreich abschließen, setzte jedoch auch seine Nebenleute Lukas Schwankner und Thomas Weber schön in Szene. Die frenetischen Zuschauer sahen nun ein stark aufspielendes Heimteam, das von Enes Tadzic gut auf die Begegnung vorbereitet worden war. Zum Ende einer ersten Halbzeit, in der der Gegner phasenweise dominiert wurde, lag man verdient mit 41:29 in Front.

Nach dem Seitenwechsel konnten die Münchner durch vier schnelle Punkte von Thomas Weber zunächst auf Distanz gehalten werden. Zum Leidwesen des Publikums zeigte sich in den nächsten Spielminuten jedoch das gewohnte Schema aus dem Traunsteiner Saisonverlauf. Mit schwindenden Kräften verrannte sich der TVT ein ums andere Mal in Einzelaktionen und konnte zudem auf der Gegenseite den körperlich starken Hellenen immer weniger entgegen setzen. Diese knabberten kontinuerlich am Rückstand und hatten das Spiel bereits am Ende des dritten Abschnittes mit 52:52 egalisiert.


In einer spannenden, aber punktearmen Schlussphase, die der Turnverein größtenteils ohne den ausgefoulten Thomas Weber bestreiten musste, erwiesen sich die Münchener letztendlich als die reifere Mannschaft. Der TVT konnte sich zwar noch in der letzten Minute zwei freie Wurfgelegenheiten herausspielen, wusste allerdings keine davon zu verwerten. So blieb nach der 59:63-Niederlage einmal mehr die bittere Erkenntnis, dass man in der neuen Liga – und wie schon in Wasserburg auch trotz des Fehlens von Stefan Gruber – mit jedem Gegner mithalten kann, dennoch aber fast immer als Verlierer vom Platz gehen muss.

Dies spiegelt sich auch in der Tabelle wider, in der die Traunsteiner nun die rote Laterne übernommen haben. Das Korbverhältnis beträgt bei einer Bilanz von einem Sieg zu sechs Niederlagen bezeichnenderweise lediglich -22 Punkte. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob eine Trendwende gegen Staffelsee, Unterhaching oder Landsberg – drei Teams aus dem oberen Tableau der Bayernliga Süd – zu bewerkstelligen ist.

TW/SK (Pressemitteilung TV Traunstein Basketball)

Quelle: chiemgau24.de

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