TVT profitiert nach 60:74-Niederlage gegen HSB Landsberg von Patzern der Konkurrenz

Klassenerhalt endgültig fixiert

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Julian Rosnitschek und seine TVT-Basketballer boten gegen den Vizemeister eine ansprechende Leistung. Der Klassenerhalt ist auch trotz der Niederlage gesichert.

Traunstein - Zum letzten Heimspiel der Bayernligasaison 2018/19 empfingen die Basketball-Herren des TV Traunstein den designierten Vizemeister HSB Landsberg. Vom Verletzungspech gebeutelt, rechnete man sich vor der Partie wenig aus. Angetrieben vom eigenen Publikum boten die Chiemgauer den Gästen aber lange Paroli und konnten schließlich erst im Schlussabschnitt nicht mehr Schritt halten. Doch trotz der 60:74-Niederlage kann bei einem noch ausstehenden Ligaspiel der Klassenerhalt bereits gefeiert werden. Das erspielte Polster aus der Rückrunde und die weiteren Ergebnisse aus den Staffeln Nord, Süd und Mitte sichern den Nichtabstiegsplatz der Traunsteiner.

Zum Heimabschluss der TVT-Basketballer sammelten sich noch einmal rund 140 Zuschauer in der Ludwig-Thoma-Halle. Ein besonderes Highlight bot sich dabei für die Jüngsten der Abteilung. Sie durften vor Spielbeginn Hand in Hand mit ihren Vorbildern aus der Herrenmannschaft in die Halle einlaufen und bereits etwas Bayernliga-Atmosphäre hautnah erleben. Überhaupt stand auch die aufgebotene Mannschaft gezwungenermaßen unter dem Thema Jugendarbeit. Kapitän Thomas Weber verlängerte unter der Woche die Verletzenliste des Bayernligakaders jüngst noch weiter. Die Folgen des Sturzs aus der Begegnung gegen Unterhaching erwiesen sich doch als schwerwiegender. So waren es neben dem angesprochenen Weber, auch die Langzeitverletzten Valentin Rausch, Stefan Gruber und Markus Haindl, die nur auf der Tribüne Platz nehmen konnten und nicht wie gewohnt in der Starting Five standen.

Doch die aufgebotene Mannschaft ließ sich von diesen Umständen nicht beeindrucken und legte einen starken Start in die Begegnung hin. Zuletzt waren die Anfangsminuten eher eine Schwäche der Traunsteiner, ein 9:0-Lauf zu Beginn gegen Landsberg bewies aber, dass man auch anders kann. Lukas Schwankner legte dafür mit einem verwandelten Dreier den Grundstein, anschließend verstanden es die Traunsteiner gut, die Landsberger Zonenverteidigung in den Schnittstellen zu entblößen. Größter Profiteur war davon Julian Rosnitschek, der die Freiheiten für elf Punkte im ersten Abschnitt nutzte. Trotz allem hatte man es mit einem starken Gegner zu tun, der schließlich zumindest offensiv besser ins Spiel fand und es sich so ein offener Schlagabtausch entwickelte (Endstand 1.Viertel 23:23). Das komplette Gegenteil zeigte sich im zweiten Viertel. Die Angriffsbemühungen beider Mannschaften erlahmten. Lediglich vier erlaubte Zähler aus Sicht der Traunsteiner sind sicherlich ein Spitzenwert, doch aufgrund der eigenen offensiven Schwächen hatte man sich zur Halbzeit nur einen kleinen Vorsprung erarbeitet (31:27).

Dieser war nach der Pause auch nur von kurzem Bestand, denn der US-Import und Ligatopscorer auf Seiten der Landsberger, Sharif Hudson, zeigte nun seine Klasse. Er diktierte die Offensive und traf ein ums andere Mal aus der Distanz. Benedikt Aumeier hielt aber in seiner wohl letzten Partie für Traunstein gemeinsam mit Marco Vasic kräftig dagegen. Nach einem Treffer von Simon Haunerdinger blieb daher der Punktgewinn weiterhin in greifbarer Nähe (49:51). Es war schließlich der Schlussabschnitt, in dem die Gäste sich mit einer besseren Trefferquote, den größeren Kraftreserven und mit ihrer Erfahrung langsam absetzten. Da nutzte auch die couragierte Leistung der jungen und frischen Kräfte von der Bank zu wenig. Niklas Joerger und Benedikt Riedel konnten zumindest ihr Bayernligadebut feiern und zeigten gemeinsam mit Frederik Jürgens und Ante Bandov, dass die Nachwuchsarbeit beim TVT bereits die nächsten Spieler an die erste Herrenmannschaft heranbringt. An der 60:74-Niederlage änderte dies aber nichts mehr.

Auch wenn die starke kämpferische Leistung und die über weite Strecken sattelfeste Verteidigung letztlich nichts nutzte, hatte man dem Heimpublikum eine weitere sehenswerte Partie geboten, die Lust auf die neue Bayernligasaison macht. Für diese kann man nun endgültig planen. Auch rechnerisch ist der Klassenerhalt durch Patzer der Konkurrenz aus dem Norden nun in trockenen Tüchern. Im letzten Saisonspiel steht noch eine lange Auswärtsfahrt nach Memmingen auf dem Programm. Mit der zu erhoffenden Rückkehr von Thomas Weber und einer ähnlichen Leistung wie gegen Landsberg, kann man gegen die Allgäuer möglicherweise wie im Hinspiel die Punkte behalten.

Für den TV Traunstein standen gegen Landsberg im Kader: Julian Rosnitschek (19 Punkte), Marco Vasic (14), Benedikt Aumeier (11), Lukas Schwankner (8 / 2 Dreier), Simon Haunerdinger (3), Sebastian Kösterke (2), Benedikt Riedel (2), Ante Bandov (1), Alexander Guggenberger, Niklas Joerger und Frederik Jürgens.

JR (Pressemitteilung TV Traunstein Basketball)

Quelle: chiemgau24.de

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