Jugendfußball beim TSV 1860 Rosenheim

U 14 zeigt unbändigen Willen beim Istria-Cup in Kroatien und kämpft sich bis ins Finale vor!

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Einmarsch Halbfinale

Rosenheim - Mit einem tollen zweiten Platz und vielen schönen Erlebnissen kehrte die U 14 am Montagabend freudestrahlend, aber auch hundemüde vom 22. Istria-Cup, der über die Ostertage im kroatischen Medulin mit dem Rekordteilnehmerfeld von 104 Mannschaften stattfand, nach Hause zurück.

Nach dem Turniersieg im letzten Jahr an gleicher Stelle in der U 13-Konkurrenz versuchte sich ein großer Teil der U 14-Mannschaft in diesem Jahr im U 15-Bewerb. Daher war klar, dass es ungleich schwerer werden würde, da die meisten Gegner ein Jahr älter waren. Außerdem meldeten allein für den U 15-Wettbewerb 28 Teams! Die von KOMM-MIT hervorragend organisierte Veranstaltungbegann am Karfreitag mit einer feierlichen Eröffnungsfeier im antiken Amphitheater von Pula. Während das Team wie seinerzeit die Gladiatoren ins Kolosseum einzog, warteten die zahlreichen Eltern gemeinsam mit unserem sportlichen Leiter Andi Kubik, der erfreulicherweise auch dieses Mal wieder mit dabei war, auf der Tribüne. Kurz danach starteten auch schon die ersten Gruppenspiele auf den acht nebeneinander liegenden Plätzen in Medulin. Da heuer aber so viele Mannschaften teilnahmen, mussten wir die Auftaktpartie im Nachbarort Banjole austragen. Gegen den hessischen Vertreter der JFG Dreieichenhain-Götzenhain gab es zwar Chancen in Hülle und Fülle, aber das erlösende Tor fiel erst weit in der zweiten Hälfte, als Domi Köck eine Flanke von Simon Fischer einköpfte. Damit war der wichtige Auftaktsieg unter Dach und Fach. Am nächsten Tag wartete im zweiten Gruppenspiel die italienische Mannschaft von Vighenzi Calcio. Es war gleich von Beginn an klar, dass es ein Spiel mit sehr hoher Intensität werden würde. Die Jungs hielten aber gut dagegen und nach der anfänglichen Drangperiode der Italiener befreiten sich die Rothosen immer mehr. Kurz vor der Pause kam es dann auch zum Doppelschlag: Zunächst besorgte unser neues „Kopfballungeheuer“ Domi Köck in Uwe Seeler-Manier mit dem Hinterkopf den Führungstreffer und gleich darauf verwandelte Moritz Dalpiaz einen Handelfmeter ganz sicher. Mit diesem Rückstand konnten die anfangs noch so freundlichen Südländer nicht umgehen. Nach dem Seitenwechsel wurde nach allem getreten, was sich bewegte und daher war es nicht verwunderlich, dass sich das ohnehin schon kleine Rosenheimer Team noch mehr reduzierte. Die Burschen ließen sich aber nicht provozieren und spielten den 2:0-Vorsprung souverän nach Hause. Damit war der Gruppensieg sicher, allerdings musste man aufgrund der Verletzungen unserer beiden „Alten“ Jonas Rietschel und Adrian Martens in den kommenden Begegnungen ohne Wechselspieler auskommen. Nach der bedeutungslosen 0:1-Niederlage gegen den FC Gerolfing kam es im Achtelfinale zur Begegnung mit der zweiten Mannschaft des ASD Sasso Marconi aus Bologna. Dieses Team war auch mit dem jüngeren Jahrgang bestückt und deshalb hatten wir zum ersten Mal keinen körperlichen Nachteil. Allerdings überboten sich vor der Pause alle Spieler im Auslassen hochkarätigster Chancen, sodass es unerklärlicher Weise beim Wechsel immer noch 0:0 stand. Nach der Pause wurde zielstrebiger gespielt und Marlon Radzynski war mit seinem Kopfballtreffer der „Dosenöffner“. Danach konnten die 60er durch Lukas Buchberger und Domi Köck noch einmal nachlegen. Damit war der Aufstieg ins Viertelfinale perfekt!

Das war auch ein Verdienst der Mamas und unseres Docs Wast, die zwischen den Spielen alle Hände voll zu tun hatten, um die „hungrigen Mäuler zu stopfen“ und die Verletzten zu versorgen. Im Viertelfinale kam es zum Kräftemessen mit unseren Apartment-Nachbarn von ASD Cartigliano aus Italien. In der Anfangsphase sah es auch nicht so aus, als würde hier ein Sieg herausspringen. Die Tifosi drückten uns gehörig in die eigene Hälfte und unser Keeper Valentin Franz musste bei einem Alleingang sein ganzes Können aufbieten, um den möglichen Rückstand zu verhindern. Aber auch in dieser Partie kamen die Jungs langsam besser ins Spiel und als Moritz Dalpiaz mit feiner Technik und Übersicht den Ball zum Führungstreffer ins Tor hob, war der Bann gebrochen. Nach der Pause gab es dann noch den zweiten Treffer durch Moritz, der schon wieder einen Handelfmeter verwandelte. Damit stand bereits kurze Zeit später das Halbfinale gegen die Berliner Jungs von FSV Spandauer Kickers an, die sich durch ihre deutliche körperliche Überlegenheit und auch ihre gute Technik ganz sicher in die Vorschlussrunde gespielt hatten. Die Vorzeichen standen aufgrund der immensen Größenunterschiede und auch des hohen Substanzverlustes des kleinen Rosenheimer Teams nicht besonders gut. Aber die Burschen boten einen unglaublichen Kampf und ließen während der gesamten Spielzeit keinen Treffer zu. Da es auf der anderen Seite aber auch nicht klingelte, kam es zum Showdown beim Elfmeterschießen. Im Tor der Berliner stand ein 2-Meter-Hüne. Als Moritz mit einem tollen Schuss ins Kreuzeck aber zeigte, dass auch dieser Keeper zu bezwingen war, fassten auch unsere weiteren Schützen Mut und zeigten ein grandioses Elfmeterschießen. Während der erste Berliner Spieler patzte, dessen schwach geschossener Ball eine sichere Beute von Raphi Hauner wurde, waren alle Rosenheimer Elfer nahezu unhaltbar. Anderl Stelzer, Marlon Radzynski, Max Jägerbauer und zum Schluss Marcel Martens sorgten für den viel umjubelten Einzug ins Finale.

Dieses Spiel gegen die erste Mannschaft von Sasso Marconi wurde leider im uralten ehemaligen Erstligastadion von Pula ausgetragen. Der Platz ist dort so schlecht, dass an flüssige Kombinationen kaum zu denken ist. Allerdings waren unsere Spieler aber auch so platt – es war das 7. Spiel innerhalb von zweieinhalb Tagen – , dass einfach nicht mehr viel zusammen gehen konnte. Immerhin stemmten sich die Burschen mit allem, was sie noch im Tank hatten, gegen die italienische Mannschaft. Und fast hätte es wieder ein Elfmeterschießen gegeben. Erst in der letzten Spielminute machte der starke Mittelstürmer aus höchst abseitsverdächtiger Position den entscheidenden Treffer.

Trotz der Finalniederlage und der Verletzung unseres Torhüters Valentin Franz in der Nachspielzeit fällt das Gesamtfazit der Reise aber sehr positiv aus. Die Mannschaft präsentierte sich auf und neben dem Platz als absolute Einheit und zeigte, wie man sich gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner wehren kann. Aber auch die Eltern bewiesen einmal mehr, welch eingeschworener Haufen sie in der Zwischenzeit schon sind. Jeder ist bereit zu helfen, um das gemeinsame Ziel zu erreichen. Mit diesem riesigen Zusammengehörigkeitsgefühl können in den nächsten Monaten und Jahren hoffentlich noch viele tolle gemeinsame Erlebnisse gefeiert werden.

Pressemeldung TSV 1860 Rosenheim

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