Es ist vollbracht

Meister Landesliga Süd 2019

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Mit voller Kraft

Rosenheim - Es ist vollbracht. Ein Abschlusskampf wie er im Buche steht. Die Rosenheim Rebels gewinnen verdient den Meistertitel der Landesliga Süd 2019 in der ersten Runde. Wie auch in letzter Saison dominierten die American Footballer der Rosenheim Rebels auch die diesjährige Liga. Anfangs kaum beachtet und als Neueinsteiger in der Landesliga, meist nur müde belächelt, überraschte das leistungsstarke Team aus unserer Lieblingsstadt mit Souveränität und Teamgeist. Durch das vorzeitige Ausscheiden der Landshut Black Knights verschob sich der komplette Spielverlauf zum Nachteil der Rebels. Alle Teams aus der Landesliga Süd hatten zum Zeitpunkt des ersten Spieles der Rebels bereits zwei Spiele absolviert und konnten mit Spielerfahrung und etwas Routine das Feld betreten. Nicht so bei den Rebels.

Das erste Aufeinandertreffen gegen die Bad Tölz Capricorns war hier für die Rebellen Ligapremiere. Die Capricorns konnten bis zu diesem Zeitpunkt bereits in zwei Spielen, zwei Siege verbuchen und lagen am ersten Rosenheimer Gameday bereits an Tabellenspitze. Von der Herausforderung motiviert traten die Rebels, angeführt von deren starting Quarterback Sascha Rushing, den Aufstiegsfavoriten entgegen und schickten die Gäste mit einer professionellen Partie Rasenschach mit einem Endstand von 47:44 ins Oberland zurück! Bereits eine Woche später tourten die Rebels nach Augsburg.

. Als Gäste bei den Augsburg Storm konnte man unter Beweis stellen das es sich nicht nur um das Quäntchen Glück gehandelt hatte das den Rosenheimern auf so manchen Ebenen zugestanden wurde. Headcoach Franz Hoyer zeigte wiederum was er aus der frisch zusammengewachsenen Rosenheimer Football- Familie gemacht hatte und so zogen die Rosenheimer wie ein Gewitter über den Gastgeber Augsburg Storm her und zerhagelten die Hoffnung auf einen Heimsieg mit einem deftigen Punktestand von 64:12. Zwei Wochen später ging es zu einem alten Bekannten der letztjährigen Liga. Dein Allgäu Comets. Hier schien noch so die eine oder andere Rechnung offen und man stand sich mit Ehrgeiz und Siegeswillen gegenüber. HC Franz Hoyer nahm nach zweiwöchiger Pause hier wieder sein Team vom Ladekabel und man zeigte hier was man auf dem zertrampelten Kunstrasenplatz der Comets leisten kann. Die Angst vor einem Kometenhagel verflog sehr zeitig und man stellte sich kräftig gegen den leicht verregneten Graupelschauer der Comets und zog auch hier mit 35:21 siegreich vom Platz und bereitete sich auf ein Team in Schwaben vor gegen das vor langer Zeit schon so das eine oder andere spannende Match stattgefunden hat. Die Königsbrunn Ants. Die Historie der Ants ist fast genau so lang wie die der Rebels und in Königsbrunn hängt seit Jahrzehnten der Football-Nebel in der Luft. Das konnte man spüren als man in dem imposanten Stadion der Königsbrunner als Gast auftrat. Aber das motivierte die Jungs aus Rosenheim nur noch mehr. Man konnte zum ersten Mal technisch auf Augenhöhe gegenüberstehen. Die Ants waren physisch mehr als überlegen aber die Ofense-, wie Defensestrategie der Rebels ging immer wieder auf. Unter dem Kommando der Defensive Coordinators Patrick Becker und Chris Lüdicke wurden mal um mal die Angriffsreihen der Ants regelrecht zerrissen und nur ein Touchdown zugelassen. Nach dem auch dieses Mal die Rebellen siegreich mit 20:7 die Heimreise antraten wurde bewusst, das man bis dato ungeschlagen die komplette Hinrunde absolviert hatte und man spekulierte erstmalig ob es tatsächlich möglich sei, bereits an die Meisterschaft zu denken und die daraus mögliche Play-Off Runde. Und genau das wurde im ersten Spiel der Rückrunde auf die Probe gestellt. Der Gastgeber der Vorwoche aus Königsbrunn war zu Gast im Rosenheim Rebels Superdome und zeigte was Erfahrung ausmacht. In einem harten und äußerst spannendem Match nahmen die Rebels ihre erste Niederlage der Saison respektvoll hin und verabschiedeten die Absteiger aus der Bayernliga mit 18:33 Punkten. Geerdet und von der Realität gebeutelt wuchs der Ehrgeiz. Sollte wirklich die ganze Vorbereitung und die erfolgreiche Hinrunde nun für die Katz sein? Nein – die Vorbereitungen galten einzig den Steinböcken die zu diesem Zeitpunkt punktgleich mit einem Spiel mehr den Druck auf die Rebels erhöhten. Dieser Vorsprung sollte nun ausgebaut werden. Das nächste Aufeinandertreffen stand kurz bevor. Die Comets aus dem fernen Allgäu machten sich auf dem Weg nach Rosenheim um sich für die Niederlage aus der Hinrunde mit einem Auswärtssieg zu bedanken. Die Gäste aus Kempten strotzten vor Ehrgeiz und sorgten mit fairem sportlichem Verhalten und vorbildlichem Kampfgeist für eine Show die dem Rebels Superdome gerecht war. Doch auch dieses hervorragende Spiel endetet mit einem hochverdientem Heimsieg der Rebels mit einem komfortablen Endstand von 53:18.

Bereits eine Woche später luden die Capricorns aus Bad Tölz luden zum Lokalderby nach ein um die offene Rechnung der Hinrunde zu begleichen. Jedoch stand man mit geschwächtem Kader gegenüber von 40 Rebellen samt Fanschar und Cheerleadern, die allesamt heiß auf den ersten Tabellenplatz waren. Vorbildlich diszipliniert und mit fairer Härte wurden jedoch den Capricorns die Hörner einfach abgeschraubt und mit einem Ergebnis von 45:19 vernichtend zertrampelt. Jetzt war es reell. Die Meisterschaft konnte man beinahe schon riechen. Einzig die Augsburg Storm konnten nun noch mit einem Sieg die Rebels von der Meisterschaft abhalten. Aber nur indirekt. Mit einer Niederlage der Rebels zögen in der Tabelle die Traditionsrivalen aus Königsbrunn an Rosenheim vorbei und stünden an Tabellenspitze. Aber dazu musste das Schlusslicht der Tabelle erst mal an den entschlossenen Gesichtern und einsatzbereitem Willen der Rebels vorbei.

Und genau diesen Showdown gab es vergangenem Sonntag. Das einzigste Spiel der Saison an dem auch Petrus seinen Sommerurlaub gebucht zu haben schien. Trotz des stetigen Nieselregens fanden sich rund 400 Zuschauer am Rebels Superdome ein und sorgen unterstützt von fantastischer musikalischer Untermalung von der Drumline der „Grafing HotstiX“ und akrobatischen Darbietungen des Cheersquads der Rebel Roses für eine bombastische Stimmung. Eine anregende Moderation, ein unterhaltsames und hartes Spiel forderten die Spieler, die Schiedsrichtercrew, die Coaches und unseren treuen Burgerbräter. Die Spannung stand jedem im Gesicht und dieser regnerische Tag sorgte für die entsprechende Abkühlung. Die Offense der Rosenheim Rebels konnte aufgrund der Nässe nicht wie gewohnt mit langen Pässen und trickreichen Runs performen und verlor leider immer und immer wieder das Angriffsrecht an die Gäste aus Augsburg. Aber was Augsburg kann, kann Rosenheim auch. Und an diesem Tag sogar noch besser. Durch drei Defense Touchdowns belohnt zeigte die Verteidigung der Hausherren das sie da sind wenn die Offense sie braucht. Hier zeigt sich der unvergleichliche Teamgeist und der Zusammenhalt der Mannschaft. Man schenkte sich nichts und erkämpfte sich alles. Man erkämpfte sich an diesem erfolgreichen Sonntag mit Leidenschaft und Respekt einen Heimsieg mit einem großartigen Punktestand von 46:14. Und nun war es soweit. Das unerwartete lag direkt von den Füssen der Rosenheim Rebels. Die Meisterschaft. Meister in der Landesliga Süd 2019. Als Underdog. Anfänglich gänzlich unterschätzt zogen die Rosenheim Rebels verdient fast ungebremst an die Tabellenspitze und können nun in die Play-Offs in Richtung Bayernliga einziehen.

Wer hatte das geahnt. In den letzten Jahren als kleines unbedeutendes Licht im Football Geschehen Bayerns fast tot-geglaubt und nun unter der Führung der Vorstandschaft Francesco Lombardo und Andreas Schiburr mit neuem Team zu altem Glanz geführt. Ein Erfolg auf ganzer Linie. Nun geht es in den Play-Offs gegen die Tabellen-Ersten aus der Landesliga Mitte, den Weiden Vikings und Meistertitelträgern der Landesliga Nord den Amberg Mad Bulldogs (250:71), die sich eine Perfect Season gegen fünf gegnerische Teams verdient in die Tasche gesteckt hatten. In der Landesliga Mitte sowie in der Landesliga Süd konnten sich die Weiden Vikings (302:110) sowie die Rebels (328:168) aus Rosenheim gegen vier Teams behaupten mit je einem verlorenem Game. Somit werden die Begegnungen spannender und nervenzerfetzender als alles bisher Gesehene seit dem Bestehen der neu formierten Rosenheim Rebels. #rebelsteampride

marebels

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