Patrick Weisser holt Platz 5 auf der Deutschen Judo-Meisterschaft

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Kämpfte stark in Herne: Patrick Weisser vom TuS Bad Aibling

Bad Aibling - Zwei Judoka aus Bad Aibling bei der U18-Titelkämpfen in Herne

Patrick Weisser vom TuS Bad Aibling reiste als Süddeutscher Vizemeister zur Deutschen Judomeisterschaft der Männer der U18 nach Herne in Nordrhein-Westfalen. In der stark und ausgewogen besetzten Gewichtsklasse -43 kg startend hatte er in der ersten Runde ein Freilos. Im zweiten Durchgang stand ihm der Sachse Wolfgang Matti gegenüber, den Weisser nach anfänglicher Nervosität mit einer Festhaltetechnik im Boden besiegen konnte. Der nächste Kampf entwickelte sich zu einer spannenden Begegnung. Beide Kontrahenten taten sich schwer: Weisser dominierte den Kampf, führte mit drei zu eins Strafen gegen David Hohn aus Hennef, den späteren Zweitplatzierten. Kurz vor Schluss gelang jedoch diesem eine Wurftechnik, mit der er den Aiblinger bezwingen konnte und in die Trostrunde schickte. Mit Wut im Bauch ging es dort weiter: Mit einer schnellen Gegendreh-Wurftechnik, für die er eine kleine Wertung erhielt, setzte er sich gegen Philip Sasse aus Riesa konditionsstark nach der vollen Kampfzeit von vier Minuten durch. Auch Leon Zapuskalov aus Nordrhein-Westfalen konnte Weisser nichts entgegensetzen: Er landete nach kurzer Kampfzeit in einem weiteren Festhalter des TuS-Judoka und hatte vorzeitig das Nachsehen. Die Veranstaltung im Sportpark Eickel in Herne war hervorragend organisiert und am Mattenrand sah man viel Judo-Prominenz, wie beispielsweise den DJB-Präsidenten Peter Frese, die Bundestrainer der U21 Richard Trautmann und der U18 Bruno Tsafack, sowie die Olympiasiegerin von Athen 2004, Yvonne Böhnisch, die die Kämpfer aus Potsdam betreute, sowie viele mehr. Im Kampf um Platz drei traf Patrick Weisser schließlich auf den Berliner Felix Ebner. Es entwickelte sich ein spannender Kampf, in dem der Judoka aus der Hauptstadt eine Unachtsamkeit des Aiblingers im Übergang Stand-Boden ausnutzen und den Kampf mit einer Würgetechnik für sich entscheiden konnte. Die Enttäuschung des jungen Nachwuchsjudokas aus Bad Aibling war zunächst groß, aber nach einer kurzen Weile überwog die Freude über das Erreichte. Betreuer und Vater Denis Weisser: „Patrick hat in seiner ersten Saison in der U18 toll gekämpft. Das mit den Würgetechniken ist trotz allem Training relativ, vor allem auf diesem Niveau, neu für ihn. Man darf diese eine letzte Niederlage nicht überbewerten. Schließlich wurde er südbayerischer und bayerischer Meister, holte den süddeutschen Vizetitel und mit dem heutigen Platz 5 und der Auszeichnung bei der abschließenden Siegerehrung hat er sich in der deutschen Spitze etabliert. Ein super Saisonergebnis, er kann stolz auf sich sein! Und wir wissen, woran wir technikmässig arbeiten müssen. Konditionell gehört er zu den fittesten in Deutschland und als jüngster Jahrgang ist er kräftemässig schon jetzt in der U18 angekommen. Danke auch an alle Fans für die Unterstützung in der Halle und von Zuhause aus!“ Samira Dervic ging am Tag zwei der Meisterschaft in der Gewichtsklasse -78 kg bei den Frauen U18 an den Start, allerdings mit rekordverdächtigen sechseinhalb Kilo Untergewicht. Den ersten Kampf gegen Wiebke Grüger aus Sachsen verlor sie durch eine Festhaltetechnik und musste ihr Glück in der Trostrunde versuchen. Dort traf sie auf Ewgenija Krasnaja vom Bremer Landesverband und lieferte sich mit ihr einen harten Kampf: Nach sehr guten Chancen im Stand, bei denen sie allerdings nicht punkten konnte, geriet sie in eine Würgetechnik, aus der sie sich kurz vor der Aufgabe bzw. alternativ drohenden Ohnmacht mit letzter Kraft befreien konnte, auch dem mitgereisten Fanclub am Mattenrand stockte der Atem. Es ging im Stand weiter, doch diese Aktion hatte zu viel Substanz gekostet. Die junge Aiblingerin geriet nach einem Wurfansatz von Krasnaja in die Bodenlage und dort in eine Festhaltetechnik, aus der es kein Entrinnen mehr gab. Dies bedeute das Turnier-Aus, doch die Gesamtbilanz ihrer U18-Saison war sehr positiv: „Samira hat sich von Turnier zu Turnier gesteigert. Dass sie zu den besten Deutschlands zählt, obwohl ihr einige „PS“ fehlten, ist absolut bewundernswert, sie kann stolz auf sich sein“, so Betreuer Denis Weisser. Dem Lob der jungen Athletin schloss sich auch BJV-Landestrainerin Claudia Straub an: „Samira sollte die nächste Saison in der U18 etwas besser planen, dann kann sie wieder sehr weit kommen. Das Potential hat sie!“

Denis Weisser

Quelle: mangfall24.de

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