Backstreet Boys wollen zurück zu ihren Anfängen

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Die Backstreet Boys geben fünf Konzerte in Deutschland.

München - Die Backstreet Boys machen sich musikalisch auf den Weg zurück zu ihren Wurzeln. Rund 15 Jahre nach ihrem Durchbruch kehrt die Boyband zurück, in Deutschland wird es fünf Konzerte geben.

Mit Songs wie “We've Got It Going On“ und “I'll Never Break Your Heart“ fing es Mitte der 90er Jahre an. Kevin Richardson, Howie Dorough, Brian Littrell, AJ McLean und Nick Carter standen synchron tanzend auf der Bühne und brachen Mädchen zwischen 10 und 15 Jahren reihenweise die Herzen. Rund 15 Jahre später sind die Backstreet Boys nicht nur etwas älter geworden und nur noch zu viert - das älteste Bandmitglied Richardson verließ die Gruppe im Jahr 2006 -, sondern sie wollen musikalisch zurück zu ihren Wurzeln.

Ihr neues Album “This Is Us“, das gerade in Deutschland auf den Markt gekommen ist, soll anknüpfen an ihre Musik aus den 90ern. “Wir haben erkannt, wer wir sind und was wir am Besten können“, sagt Nick Carter, der blondeste und jüngste Backstreet Boy, im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. “Es ist das beste Album, das wir seit Jahren aufgenommen haben.“ Zwölf Lieder haben die vier Amerikaner bei den achtmonatigen Aufnahmen in Los Angeles auf eine CD gebracht.

Pop im Stil von Lady Gaga

Die Tourdaten 2009 der Backstreet Boys:

16.11. Oberhausen

18.11. München

22.11. Frankfurt/Main

23.11. Berlin

29.11. Bamberg

Zwölfmal Popmusik im derzeit populären Stil einer Lady Gaga. “Wir wollen frische Musik machen für alle, die uns zuhören wollen“, sagt der 29-jährige Carter. Die erste Single-Auskopplung “Straight Through My Heart“ ist ein seichter Popsong, der in den deutschen Charts auf Platz 22 einstieg, die übrigen Titel des Albums ähneln ihm sehr. Sie gehen leicht ins Ohr, hinterlassen da aber - anders als die großen alten Backstreet- Boys-Hits wie “Get Down“, “Quit Playin' Games“ oder auch neuere wie “Incomplete“ vom Album “Never Gone“ (2005) - zunächst keinen bleibenden Eindruck.

Nachdem die Band sich in den vergangenen Jahren auch an rockigere Lieder und Gitarrensound herangewagt hatte, soll “This Is Us“ jetzt herkömmlicher Pop sein. “Tanzfläche erschütternde Rhythmen und Melodien von unverwechselbarem Wiedererkennungswert“, wirbt die Plattenfirma. “Wenn man die Backstreet Boys ist, kann man experimentieren - und die letzten beiden Alben waren Experimente“, sagt Carter, der 2002 mit seinem Solo-Album “Now Or Never“ ebenfalls Gitarren deutlich ertönen ließ. “Ich war so jung damals und wollte das tun, was ich liebe und nicht das, worin ich wirklich gut bin. Ich bin ein Popsänger“, betont er.

Besonderes Verhältnis zu Deutschland

Zu Deutschland haben die Backstreet Boys nach Angaben Carters auch heute noch ein besonderes Verhältnis, weil hier ihre Karriere so richtig ins Rollen kam. Die deutschen Fans können ihre Idole im nächsten Monat live erleben, am 16. November startet die Tour in Oberhausen. Auch mit inzwischen fast 30 Jahren falle ihm die Vorbereitung auf die Konzerte nicht schwerer als als Teenager, sagt Carter. “Ich bin in der Form meines Lebens“, erklärt der ehemalige Teenie-Schwarm, der in den vergangenen Jahren immer wieder mit Übergewicht, Drogenproblemen, einer stürmischen Beziehung mit Hotelerbin Paris Hilton, wegen Alkohols am Steuer oder einer Disco- Schlägerei in die Schlagzeilen geraten war. Diese Eskapaden sollen jetzt der Vergangenheit angehören.

Als Ärzte bei Carter eine gefährliche Herzmuskelschwächung feststellten, krempelte er sein Leben um. 30 Kilo habe er inzwischen abgenommen, sagt er nicht ohne Stolz. “Ich trainiere, esse wenig und habe aufgehört, Party zu machen“, erläutert er sein Erfolgsrezept. “Ich kann tanzen auf der Tour, ich werde tanzen und mir auf der Bühne den Arsch aufreißen.“ Die 16 Jahre als Backstreet Boy bereue er nicht, sagt Carter, der schon mit 15 ein Superstar war. “Sicher wäre ich manchmal gerne ganz normal zur Schule gegangen, aber nach so vielen Jahren des Vermissens bereue ich nichts mehr. Man kann die Vergangenheit nicht ändern, und darum freue ich mich auf die Zukunft.“

dpa

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