Bauer sucht Frau: „So a Schmarrn!“

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Die Aschauer Bäuerinnen an ihrem Stammtisch.

Howaschen - Jeden zweiten Donnerstag im Monat treffen sich die Aschauer Bäuerinnen an ihrem Stammtisch. Bei diesem gemütlichen Treffen ratschen die Damen über alles mögliche, auch über die Sendung „Bauer sucht Frau“.

„Des is a Schmarrn“, sind sich die Aschauer Bäuerinnen einig, wenn es um die RTL-Sendung „Bauer sucht Frau“ geht. Keine der Damen im Alter um die 60 Jahre verfolgt den Einschaltquoten-Bringer regelmäßig, das Format ist aber allen ein Begriff. „In der Sendung werden nur ganz wenig vernünftige Betriebe gezeigt“, begründet die ehemalige Ortsbäuerin Anneliese Attenhauser ihre Meinung. „Letztens war ein Haus eines Bauern zu sehen mit ganz alten Möbeln und Heiligenbildern, als würde es bei jedem Bauer drinnen so aussehen. Und hinten steht dann das neue, moderne Haus.“

Der Hof des Bauer sucht Frau-Stars Josef

Der Hof des „Bauer sucht Frau“-Stars Josef

Die 56-Jährige betreibt selbst einen Hof mit Milchkühen in Haselbach. Ihr Tagesablauf sieht immer anders aus. „Kein Tag ist gleich. Ich stehe zwar immer um dreiviertel sechs auf und gehe dann in den Stall, sonst muss man aber sehen, welche Arbeit eben anfällt.“ Die Bäuerin hat auch einen Sohn, der 29 Jahre alt ist und eine Freundin hat. „Auch wenn `Bauer sucht Frau`nicht die Wahrheit zeigt, dass Bauern es schwieriger haben, eine Frau zu finden, stimmt schon“, meint Attenhauser. Eine Frau müsse bereit sein, auf den Hof zu kommen und mitanzupacken, sonst könne eine Beziehung nicht funktionieren. Und das wollen eben viele Frauen nicht.

Der Alltag des Bauer sucht Frau-Stars Josef

Der Alltag des „Bauer sucht Frau“-Stars Josef

Die 44-Jährige Hilde Lohr war dazu bereit. Ihr Freund hat einen Hof mit Weidevieh in Howaschen, auf dem die ehemalige Verkäuferin jetzt wohnt. Gemeinsam betreibt das Pärchen auch das Hofcafé in Howaschen. „Wir haben es so geregelt, dass wir beide ein paar Tage im Café arbeiten und die restliche Zeit auf dem Hof“, erklärt Lohr. Eine große Umstellung sei das Leben auf dem Hof nicht gewesen. „Ich komme ja auch vom Land. Für jemanden, der direkt aus der Stadt ist, wäre das wohl schlimmer.“ Über „Bauer sucht Frau“ denkt die 44-Jährige ähnlich wie die Bäuerinnen vom Stammtisch. „Ich finde die Sendung krass und glaube, es ist mehr gestellt als wahr.“ In Howaschen gibt es auch einen Stammtisch für Jungbäuerinnen, die zwischen 35 und 45 Jahre alt sind. Sie treffen sich jeden ersten Dienstag im Monat.

Den Stammtisch für die ältere Generation hat Anneliese Attenhauser vor ca. zehn Jahren in ihrer Amtszeit als Ortsbäuerin gegründet. Die 56-Jährige ist selbst schon auf einem Hof aufgewachsen. „Mein Mann hatte ebenfalls einen Hof, wir haben dann beide zusammengeschmissen.“ Ein Nicht-Bauer wäre für Attenhauser als Ehemann nicht in Frage gekommen. Ihren Betrieb hat jetzt schon ihr Sohn übernommen.

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