Ben Tewaag: Muss mich nicht entschuldigen

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Seit Mitte Juli ist Ben Teewag wieder in Freiheit – insgesamt 586 Tage saß er in der JVA Frankfurt ein.

München - Im ersten Interview nach 18 Monaten Haft zieht Ben Tewaag Bilanz: „Ich finde, es gibt keinen, bei dem ich mich noch entschuldigen muss." Seit Mitte Juli ist Teewag frei.

Ben Tewaag im aktuellen GQ Gentlemen’s Quarterly: „Ich finde, es gibt keinen, bei dem ich mich noch entschuldigen muss. Das meiste hab ich mir selbst angetan. Und denen, die mich lieben.“ Tewaags Vergehen reichten von Beleidigung über Trunkenheitsfahrt ohne Führerschein bis Körperverletzung. Die Zeit im Gefängnis habe ihn verändert, er sei „nicht mehr so hitzköpfig“ und „gelassener“, sagt Tewaag über sich. Auch um Drogen und Alkohol hat er seit der Urteilsverkündung einen großen Bogen gemacht: „Ich wollte mich der Sache klar im Kopf stellen und habe deshalb die gesamte Zeit keinen Tropfen angerührt. Auch jetzt nicht, hinterher.“

Seit Mitte Juli ist Ben Teewag wieder in Freiheit – insgesamt 586 Tage saß er in der JVA Frankfurt ein. „Vor dem Knast hatte ich wirklich Angst“, erinnert sich der 34-Jährige jetzt. Trotzdem sagt er: „Freiheit ist eine zwiespältige Sache. So schlimm das war, fühlte ich mich erleichtert. Weil die Paparazzi nicht mit rein durften. Auch das war plötzlich eine Art von Freiheit.“

Neben Tewaag selbst stand auch seine Mutter Uschi Glas im Mittelpunkt des medialen Interesses – ein Grund für den Sohn, auf ihren Besuch im Gefängnis zu verzichten: „Sie wollte mich besuchen, aber ich wollte ihr das nicht antun“, erzählt er. „Da saßen Reporter vor der JVA und haben Jungs, die freikamen, Geld angeboten für irgendwelche Storys über mich. Man merkt in so einem Zusammenhang, wie krass am Ende manche Medien sind.“

Tewaags Sonderstellung als Prominenter hatte auf den Gefängnis-Alltag keine Auswirkungen: „Da war nichts – außer, dass man mir gleich in der Metzgerei einen harten Job gegeben hat und mich die Klos schrubben ließ. Damit der Promi-Burli mal sieht, was Arbeit ist“, schildert er.

Mit GQ Gentlemen’s Quarterly sprach Ben Tewaag auch darüber, wie hart es war, von seiner Verlobten Sandy Leddin getrennt zu sein. Dass er nicht bei ihr sein konnte, habe an seiner Männlichkeit gekratzt: „Man kann nicht zu ihr stehen, man kann sich nicht kümmern, man kann sie nicht beschützen. Da fühlte ich mich teilweise irgendwie unmännlich. Ich bin raus und wollte sie sehen.“

Das Exklusiv-Interview mit Ben Tewaag ist in der September-Ausgabe von GQ zu lesen.

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