Ex-Freundin von Jerome Boateng gestorben

Nach Obduktion von Kasia Lenhardt (†25) - Rechtsmediziner bezieht Stellung zu Gerüchten

Das Model Kasia Lenhardt ist am 9. Februar 2021 gestorben. Der Rechtsmediziner Dr. Michael Tsokos räumt nun mit den Gerüchten zu ihrem Tod auf.
+
Das Model Kasia Lenhardt ist am 9. Februar 2021 gestorben. Der Rechtsmediziner Dr. Michael Tsokos räumt nun mit den Gerüchten zu ihrem Tod auf.

Berlin - Vor rund zwei Wochen wurde die ehemalige GNTM-Kandidatin Kasia Lenhardt tot aufgefunden. Eine Obduktion der 25-Jährigen zeigte nun, dass es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt. Auch der zuständige Rechtsmediziner meldet sich nun zu Wort.

Update, 25. Februar, 10 Uhr - Nach Obduktion: Rechtsmediziner äußert sich zum Tod von Kasia Lenhardt

Die Ergebnisse der Obduktion von Kasia Lenhardt (†25) liegen vor. Am Mittwoch, 24. Februar, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Berlin auf Twitter mit, dass es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe. Trotz des Ergebnisses kursierten weiterhin zahlreiche Gerüchte und Verschwörungstheorien zum Tod des Models im Internet.

Auf Instagram meldete sich nun der Rechtsmediziner Michael Tsokos, der die Obduktion selbst durchgeführt hatte, in einem Video zu Wort: „Immer wieder ist in den letzten Tagen in den sozialen Netzwerken kolportiert worden, sie wäre umgebracht worden und dass die Obduktion und die weiteren Untersuchungen in der Rechtsmedizin nicht sauber abgelaufen seien.“

„Es kann sich jeder darauf verlassen, dass die Obduktion von Kasia Lenhardt unabhängig und gewissenhaft durchgeführt wurde. Die Ergebnisse wurden völlig transparent und unverfälscht an die Staatsanwaltschaft kommuniziert. (...) Der Tod eines nahen Angehörigen ist für die Familie unheimlich schmerzhaft. Aber noch schlimmer sind Gerüchte und Gerede. Deshalb mein Hinweis als Rechtsmediziner mit 25 Jahren Erfahrung: Manchmal muss man die Toten einfach ruhen lassen,“ appelliert Prof. Dr. Michael Tsokos abschließend.

Erstmeldung, Mittwoch, 14.45 Uhr: Obduktion von Kasia Lenhardt - Keine Hinweise auf Fremdverschulden

Kasia Lenhardt, die Ex-Freundin von FC-Bayern-Star Jerome Boateng, wurde am Dienstag, 9. Februar, leblos in ihrer Wohnung in Berlin-Charlottenburg aufgefunden. Das 25-jährige Model starb am sechsten Geburtstag ihres Sohnes Noan.

Der Junge stammt aus einer früheren Beziehung des Models mit ihrer Jugendliebe Artan. Damals teilte die Berliner Polizei mit, dass sie kein Fremdverschulden feststellen konnte. Diese Vermutung bestätigte sich nun. Die Leiche von Kasia Lenhardt wurde obduziert.

„Eine Obduktion im Institut für Rechtsmedizin der Charité Berlin hat keine Hinweise für ein Fremdverschulden ergeben. Weitere Auskünfte sind nicht möglich“, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Mittwoch, 24. Februar, mit.

FC-Bayern-Star Jerome Boateng spielt mit Trauerflor

Fußball-Nationalspieler Jerome Boateng äußerte sich bislang noch nicht zum Tod seiner Ex-Freundin Kasia Lenhardt. Nach Bekanntwerden des Todes wollte er die Klub-WM in Katar aber aus privaten Gründen verlassen. „Jérôme kam auf mein Zimmer und hat mich gebeten, dass er nach Hause reisen darf“, teilte Hansi Flick auf einer Pressekonferenz am Mittwoch, 10. Februar mit.

Wie der SID berichtet, fand sich jedoch kein direkter Flug aus der Hauptstadt Katars, weshalb er erst nach dem Finale mit dem Rest der Mannschaft zurückreiste.

Bei der 1:2 Niederlange gegen die Eintracht Frankfurt am Samstag, 20. Februar, betrat der FC-Bayern-Star jedoch als einziger Spieler den Rasen mit einem schwarzen Trauerflor - zum Gedenken an Kasia?

GNTM-Model Kasia Lenhardt stirbt im Alter von 25 Jahren

Die gebürtige Polin wurde durch ihre Teilnahme in in Heidi Klums (47) Model-Show „Germany‘s Next Topmodel“ im Jahr 2012 bekannt. Damals erreichte sie den vierten Platz. Zuletzt hatte es Schlagzeilen gegeben, als Anfang Februar die Trennung von ihrem Partner, dem Fußballstar Jérôme Boateng vom FC Bayern München, öffentlich geworden war.

Kurz nach der Trennung erhob der Weltmeister von 2014 schwere Vorwürfe gegen das ehemalige GNTM-Model. Er warf ihr unter anderem Erpressung vor. Zudem sagte er der Bild-Zeitung, dass sie „massive Alkoholprobleme“ habe. Es entwickelte sich eine regelrechte „Schlammschlacht“ wegen der Trennung.

Kasia hatte Boateng via Instagram unter anderem Lügerei und Untreue vorgeworfen. Unter ein Bild der beiden schrieb sie zum Beispiel: „Der Teufel gibt sein Bestes!“ - löschte den Beitrag aber kurze Zeit später. Auch Rebecca, eine andere Ex-Freundin von Boateng, mischte sich daraufhin ein und veröffentlichte private Chat-Nachrichten zwischen ihr und der Verstorbenen.

Berichterstattung bei Suizid: Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

jg

Kommentare