Berlusconi: Neuer Wirbel um angebliche Sexpartys

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Neuer Wirbel um angebliche Partys mit jungen Frauen in einer Villa des italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi.

Rom/Mailand - Neuer Wirbel um angebliche Partys mit jungen Frauen in einer Villa des italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi. Die Vorwürfe wiegen schwer.

Freunde des 74-jährigen Ministerpräsidenten werden verdächtigt, mit finanziellen Versprechungen jüngere Frauen zu Festen in die Residenz des Medienmoguls in Arcore bei Mailand eingeladen zu haben. Wie der “Corriere della Sera“ am Donnerstag berichtete, sollen bei der Mailänder Staatsanwaltschaft die Ermittlungen vor allem gegen Berlusconis Fernseh-Tagesschau-Chef Emilio Fede (TG4) laufen. Der Verdacht laute auf Begünstigung von Prostitution. Unter den jungen Frauen soll eine Marokkanerin sein, die nach dem Bericht bei ihren Partybesuchen erst 17 gewesen sei. Fede räumte am Donnerstag zwar ein, dieses Mädchen “Ruby R.“ wahrscheinlich bei einem Treffen in Berlusconis Haus gesehen zu haben. Er bestritt jedoch, sie dorthin gebracht zu haben, und dementierte, dass gegen ihn ermittelt werde.

Staatsaffäre - Berlusconi und seine Schönheiten

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Das Mädchen will von dem Regierungschef sündhaft teure Geschenke erhalten, mit ihm aber keine Beziehung gehabt haben. Gegen Berlusconi selbst wird nach Informationen aus der Staatsanwaltschaft nicht ermittelt. Die Anwälte des Regierungschefs nannten Aussagen der jungen Frau haltlos. Berlusconi wollte sich dazu nicht äußern. Wilde Partys und Berichte über Beziehungen zu jungen Frauen hatten den 74-Jährigen im vergangenen Jahr immer wieder in die Schlagzeilen gebracht und seine Ehefrau Veronica Lario veranlasst, die Scheidung einzureichen. Berlusconi hatte die in Medien geäußerten Vorwürfe immer heftig bestritten. Er sei zwar kein Heiliger, habe aber nie im Leben für Sex bezahlt.

dpa

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