Bettencourt: Mutter-Tochter-Streit geht in die nächste Runde

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Sind kein Herz und eine Seele mehr: L'Oréal-Erbin Liliane Bettencourt (li.) und ihre Tochter Françoise Bettencourt-Meyers.

Paris - In ihrem jahrelangen Mutter-Tochter-Streit gibt Frankreichs reichste Frau, Liliane Bettencourt, nicht auf. Die L'Oreal-Erbin will einen neuen Vormund.

Vor einem Berufungsgericht in Versailles hat sie nach Informationen des TV-Senders BFM am Freitag über ihren Anwalt beantragt, ihrem Enkel Jean-Victor Meyers die exklusive Vormundschaft für sie zu übertragen. Damit möchte die L'Oreal-Erbin ihre Tochter Françoise aushebeln. Ein Vormundschaftsgericht in Courbevoie bei Paris hatte Mitte vergangenen Monats den Enkel Jean-Victor Meyers zwar als gesetzlichen Betreuer für die alte Dame bestimmt, die Verwaltung ihres Vermögens aber der Tochter Françoise sowie zwei Enkeln zugesprochen.

Die Milliardärin soll nach Medienberichten über eine Mischung aus Alzheimer und Demenz leiden. Ihre Tochter Françoise Bettencourt-Meyers versucht seit langem, ihre Mutter für unmündig erklären zu lassen. Beide Frauen hatten sich über die Medien heftige Auseinandersetzungen geliefert, die mehrere politische Affären um möglicherweise verbotene Parteispenden ausgelöst hatten. Betroffen war auch die Regierungspartei UMP von Präsident Nicolas Sarkozy. Bettencourt verfügt nach Schätzungen des US-Magazins “Forbes“ über ein Vermögen von etwa 23,5 Milliarden US-Dollar (17 Mrd. Euro) und sitzt im Verwaltungsrat des Kosmetikkonzerns L'Oréal.

dpa

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