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Event geht voll nach hinten los

Cathy Hummels erntet Mega-Shitstorm für Depressions-Urlaub: „Deine Dreistigkeit kennt keine Grenzen“

Oktoberfest - Wiesn-Bummel mit Cathy Hummels
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Cathy vor ihrem Event, dem „Cathy Hummels Wiesn Bummel“

Cathy Hummels ist eine der bekanntesten Influencerinnen Deutschlands. Knapp 700.000 Menschen folgen ihr allein auf der Social-Media-Plattform Instagram. Täglich lädt sie mehrere Beiträge hoch und wird dabei von ihren Fans genauestens beobachtet. Ihr neuestes Projekt stößt allerdings vielen davon sauer auf.

München - Cathy Hummels hat schon häufiger Kritik für fragwürdige Beiträge und Projekte einstecken müssen - kein Wunder, denn bei knapp 700.000 Followern trifft man nicht immer jeden Geschmack. Doch bei dem neuesten Projekt sind sich fast alle ihre Follower einig: Das ist ziemlich geschmacklos.

Die ehemalige Spielerfrau hat es sich unter anderem mit ihrer Freundin, der Rosenheimerin Sophia Thiel, zur Aufgabe gemacht, sich für die Aufklärung, Akzeptanz und für und den Kampf gegen mentale Erkrankungen einzusetzen. An sich eine Mission, wie sie es selber nennt, der man nur mit Lob gegenüberstehen kann. Allerdings hat Cathy mit ihrer neuesten Aktion dabei ziemlich daneben gelangt.

Ein Depressions-Urlaub auf Rhodos

Die 34-Jährige hat mit ihrem Unternehmen „Events by Cathy Hummels“ das Projekt „Strong Mind Retreat“ organisiert, um auf das Thema Mental Health aufmerksam zu machen. Das Problem für viele: Das Event ist zu einem absoluten Sponsoring-Mekka verkommen. Im Rahmen des Projekts hatte die Influencerin nach Rhodos eingeladen, in ein Fünf-Sterne-Hotel am Meer. Begleitet von Kamera-Team, zwölf Influencer-Freundinnen, Fotograf, Make-up-Artist, Personal Trainer und diversen Sponsoren. 20 Werbepartner wurden auf dem drei Tage langen Trip erwähnt. Dazu gab es fleißig Anzeigen und Rabattcodes, die Produkte wurden stilecht in Szene gesetzt.

Während des Urlaubs wurde dann Sport am Pool gemacht, der Sonnenuntergang genossen, ein Fünf-Gänge-Menü verspeist, Fotoshootings in schicker Abendgarderobe gemacht und und und. Immer begleitet von Sponsoren und hübsch eingefangen von der Kamera.

Ärger in den Kommentaren

Vermarktung und mentale Gesundheit, diese zwei Themen gehen für die Community in den sozialen Medien nicht Hand in Hand und so hagelt es unter den Beiträgen zu dem Event massenhaft negative Kommentare: „Was für ein Hohn allen Betroffenen gegenüber, die an Depressionen leiden. Diese Krankheit gilt es nicht zu vermarkten, sondern aufzuklären, aufzuklären und nochmal aufzuklären!“ schreibt eine Nutzerin.

Eine weitere meint: „Ist das dein Ernst? Sonne und nett ne Sojamilch schlürfen hilft gegen Depressionen? Deine als naiv vermarktete Dreistigkeit kennt keine Grenzen.“

Cathy Hummels hat sich bereits in einer Instagram-Story verteidigt. Die Quint-Essenz daraus ist, dass sie sich eben so ein großes Event ohne die vielen Sponsoren finanziell nicht hätte leisten können. Doch das scheint die Gemüter nur kaum zu beruhigen.

Psychische Erkrankungen lassen sich nicht mit Mandelmilch therapieren

Als Fazit lässt sich festhalten: Auf mentale Erkrankungen aufmerksam zu machen, ist wichtig und richtig. Auch seine große Reichweite dafür zu nutzen und sie mit anderen Influencerinnen gemeinsam gar noch zu vergrößern ist ebenfalls nicht verkehrt. Aber das ganze komplett durchzuvermarkten und für Werbezwecke zu missbrauchen, wirkt nicht zu Unrecht für viele scheinheilig, unreflektiert und unglaubwürdig. Die Worte einer Twitter-Nutzerin bieten eine gute Zusammenfassung: „Psychische Erkrankungen lassen sich nicht mit Mädelsurlaub, Luxushotel, Rabattcodes, Smoothiemixern und Mandelmilch therapieren.“

nt

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