Cindy Crawford-Erpresser will sich stellen

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Der Erpresser hatte Cindy Crawford mit Bildern ihrer gefesselten Tochter in Angst versetzt. ER wollte 500.000 Dollar erpressen.

Stuttgart - Offensichtlich will sich der mutmaßliche Erpresser von Cindy Crawford den Behörden stellen. In Deutschland ist er der Polizei wegen diverser Drogen-und Diebstählen bekannt.

Nach der Anklage in den USA will sich der mutmaßliche Erpresser des Topmodels Cindy Crawford (43) der deutschen Polizei stellen. Der 26-jährige Deutsch-Türke habe über seinen Bruder angekündigt, noch am Montag oder diesem Dienstag aus der Türkei zurückzukommen, sagte ein Sprecher der Esslinger Polizei am Montag der Deutschen Presse-Agentur dpa. “Wir hoffen, dass er sich daran auch hält.“ Dann werde der junge Mann aus Kirchheim (Kreis Esslingen), der wegen Drogen- und Diebstahlsdelikten der Polizei bekannt ist, vorläufig festgenommen und verhört.

Der 26-Jährige, der Mitte September aus den USA abgeschoben worden war, soll Crawford mit einem Foto ihrer Tochter erpresst haben. Er habe mehrfach per E-Mail von einem Computer in Stuttgart gedroht, das Bild an Boulevardzeitungen zu verkaufen. Das Foto zeigt die damals siebenjährige Tochter des Paares an einen Stuhl gefesselt und geknebelt. Dafür habe er von Crawford mal 100 000 US-Dollar und mal 500 000 US-Dollar (etwa 334 000 Euro) gefordert. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Stuttgart sagte: “Wir prüfen, ob wir einen Haftbefehlsantrag stellen.“

Dem 26-Jährigen werde versuchte Erpressung vorgeworfen. Die Ermittlungsbehörde im US- Bundesstaat Kalifornien hat bereits Anklage gegen den 26-Jährigen erhoben. Am Wochenende hatten die Behörden die Wohnung des Verdächtigen in Kirchheim durchsucht. Das Foto der Tochter hatte, laut US-Anklage, das Kindermädchen der Familie aus Jux gemacht - bei einer Art “Räuber- und Gendarm-Spiel“. Der Deutsche soll das Bild aus der Wohnung der Babysitterin gestohlen haben. Dem Angeklagten drohen bei einer Verurteilung bis zu zwei Jahre Haft. Crawford und Gerber, die auch einen zehnjährigen Sohn haben, hatten sofort das FBI eingeschaltet. Die Polizei ermittelte den Computer, von dem die Erpresser-Mail abgeschickt worden war, in Stuttgart.

dpa

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