"Cindy aus Marzahn" hat Angst vor Hartz-IV

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Die zweifache Comedy-Preis-Gewinnerin Ilka Bessin in ihrer Rolle als Cindy aus Marzahn.

Hamburg - Die Komikerin Ilka Bessin fürchtet trotz ihres finanziellen Erfolgs als “Cindy aus Marzahn“ die Rückkehr in die Arbeitslosigkeit.

“Ich habe Angst davor, wieder arm zu sein“, sagte die 38-Jährige in einem “Spiegel“-Interview. Das sei der Grund, weshalb sie so viel arbeite. “Ich weiß sehr zu schätzen, wie gut es mir geht. Aber ich habe kein schlechtes Gewissen, denn ich arbeite oft 15, 16 Stunden am Tag. Dafür werde ich mehr als großzügig bezahlt.“

Über ihre Erfahrungen mit vier Jahren Arbeitslosigkeit nach ihrer Kündigung als Geschäftsführerin eines Restaurants sagte Bessin, sie habe 25 Kilogramm zugenommen. “So einen dicken Menschen bekommst du in der Gastronomie schwer vermittelt, und in anderen Branchen sah es nicht besser aus.“

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Auf die Frage, wie sie ihr Geld angelegt habe, antwortete Bessin: “Es schlummert wenig aufregend auf der Bank. Das liegt daran, dass ich erst einmal niemandem traue - außer Mama und Papa.“

Die kürzlich zum zweiten Mal in Folge zur besten Komikerin Deutschlands gewählte Bessin sagte über ihre Zeit als Arbeitslose: “Schlimm ist nicht, dass du kein Geld hast. Schlimm ist, wenn dir jemand gegenübersteht und dich nicht mit Respekt behandelt. Das habe ich selbst erlebt.“

Sie wollte sich nach einem Talentwettbewerb als Comedian selbstständig machen. “Meine Betreuerin pampte mich an: 'So eine Hampelei finanzieren wir nicht!' Mir sind die Tränen runtergelaufen“, sagte Bessin. Eine Woche später hatte ich meinen ersten Auftritt bei 'TV total'.“

dapd

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