"Das schönste für mich ist die Vorbereitung"

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München - "Das Wichtigste für mich ist die Vorbereitung, um dann am Set alles zu vergessen", so Herzsprung im Interview. Für sie ist es wichtig sich gut auf ihre Rollen vorzubereiten.

Ob in "Vier Minuten", in "Der Baader Meinhof Komplex" oder in dem Endzeitdrama "Hell" (Start 15.9.) – in ihren Filmen fällt Schauspielerin Hannah Herzsprung vor allem durch intensives Spiel und außergewöhnliche Rollen auf. Bisweilen, so die 29-Jährige jetzt gegenüber VOGUE, sei sie sich dabei selbst etwas fremd: "Ich würde mich privat nicht so viel trauen, wie ich für manche Rollen riskiere. Manchmal erschrecke ich beim Spielen über mich selbst. Doch das alles steckt ja tatsächlich in mir."

Um ihre jeweilige Rolle perfekt ausfüllen zu können, bereitet sich Herzsprung akribisch vor, hat für Engagements bereits Kickboxen und Klavierspielen gelernt: "Das Wichtigste und die schönste Zeit für mich ist die Vorbereitung, um dann am Set alles zu vergessen, was ich über die Figur weiß. All die Notizen, die ich mir im Voraus mache, fasse ich beim Dreh nicht mehr an. Es ist nur noch das Destillat der Rolle, was dann noch da ist, was wirklich brauchbar ist. Ich hoffe, dass ich das Fallenlassen nie verlerne und plötzlich über meine Wirkung nachdenke."

Besonders extrem sei die Vorarbeit für ihre Rolle als "Florina" in dem Film "Das wahre Leben" gewesen – hierfür rasierte sie sich sogar den Kopf: "Der Wunsch, die Figur zu spielen, war stärker als die Angst vor der Rasur", so Herzsprung im VOGUE-Interview. "Kurz danach kamen mir die Tränen, das weiß ich noch genau. Die Szene war zu Ende und der halbe Kopf rasiert, doch die Kameras waren noch nicht abgebaut, und ich musste mich hinsetzen und in dem Badezimmer warten. Da war ich fünf Minuten ganz allein und guckte in den Spiegel und sah so ein gerupftes Huhn. Während der Dreharbeiten war es okay, aber nach Drehschluss, da war ich wieder – ich eben, doch ohne Haar."

Vogue Cover 8/2011

Im kommenden Jahr wird Herzsprung in einer Neuverfilmung über das Leben von Ludwig II. als Kaiserin Elisabeth zu sehen sein. Die "Ur-Sissi", Romy Schneider, habe sie zwar stets beeindruckt, so die Schauspielerin, als Vorbild wolle sie sie dennoch nicht bezeichnen: "Wie viele Mädchen habe natürlich auch ich unzählige Male die Sissi-Filme geguckt. Was Romy Schneider verkörpert hat, dieses Charisma, diese Ausstrahlung, diese Präsenz, das ist so einzigartig. Ich würde dennoch nicht so weit gehen und sagen, sie wäre mein Vorbild – ich möchte nicht versuchen, einer Ikone oder einem Leben nachzueifern, ich mag mein Leben und auch meine Arbeit und wie sich alles entwickelt."

Für VOGUE stand Hannah Herzsprung auch für eine Modestrecke vor der Kamera. Bilder aus dem Shooting und das Interview erscheinen in der August-Ausgabe – Auszüge aus dem Interview und eine Vorschau auf die Fotos bieten zudem ein Online-Special auf VOGUE.deund die VOGUE-iPad-App.

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