Promis setzen sich für Pussy Riot ein

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Udo Lindenberg (o. l.) forderte Russlands Präsident Wladimir Putin auf, die Musikerinnen freizulassen. Westernhagen (o. r.) sagte: "Kunst muss alles hinterfragen. Auch Staat und Kirche. Wer das nicht respektiert, ist kein lupenreiner Demokrat."

Berlin - Deutsche Promis wie Udo Jürgens, Udo Lindenberg, Marius Müller-Westernhagen und Peter Maffay setzen sich für die in Russland angeklagten Musikerinnen von Pussy Riot ein.

“Die angedrohte Haftstrafe ist absolut unverhältnismäßig und keine souveräne Reaktion auf eine kleine provokative Aktion von drei Punk-Girls“, sagte Jürgens in der “Bild am Sonntag“. Lindenberg forderte Russlands Präsident Wladimir Putin auf, die Frauen freizulassen. Westernhagen sagte: “Kunst muss alles hinterfragen. Auch Staat und Kirche. Wer das nicht respektiert, ist kein lupenreiner Demokrat.“ Maffay meinte: “Hier entsteht überdeutlich der Eindruck, dass Künstler mundtot gemacht werden sollen.“

Dem Appell “Freiheit für Pussy Riot“ schlossen sich auch Nina Hagen (57), Inga Humpe (52) und Suzie Kerstgens (41) von der Band Klee an. “Ich bin zuversichtlich, dass Russland erneut sein großes, christliches Herz zeigen wird“, sagte Hagen. “Ein Freispruch/eine Bewährungsstrafe für Pussy Riot - das wäre ein großartiges Freiheitssignal für Rock 'n' Roll aus Russland!“

Im umstrittenen Prozess gegen Pussy Riot forderte der Staatsanwalt vergangene Woche jeweils drei Jahre Haft für die Angeklagten. Die Frauen hätten mit ihrem Punkgebet in der Erlöserkathedrale im Februar die Gefühle Gläubiger verletzt und müssten von der Gesellschaft isoliert werden. Die Künstlerinnen verteidigen ihre Aktion als freie Meinungsäußerung und hoffen auf Freispruch. Das Urteil gegen die Gegnerinnen von Kremlchef Wladimir Putin soll am 17. August fallen.

dpa

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