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Ex-"Tatort"-Kommissarin gesteht

Sawatzki: "Da kamen mir die Tränen"

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Die Schauspielerin und Autorin Andrea Sawatzki bei der Vorstellung ihres Romans "Ein allzu braves Mädchen" in München

München - Ex-"Tatort"-Kommissarin Andrea Sawatzki hat ein Buch geschrieben - einen Krimi. Den stellte sie nun beim Krimi-Festival in München vor und plauderte etwas aus dem Nähkästchen.

Als Schauspielerin Andrea Sawatzki (50) ihr erstes eigenes Buch zum ersten Mal in den Händen hielt, musste sie weinen. „Es ist schon so, dass die Tränen ein bisschen kamen“, sagte sie am Samstagabend bei der Präsentation ihres Kriminalromans „Ein allzu braves Mädchen“. „Das war ein tolles Gefühl.“ Der Krimi erzählt die Geschichte einer traumatisierten jungen Frau, die völlig verstört in einem Wald gefunden wird.

16 verschiedene Fassungen habe sie geschrieben, bis sie und ihr Verlag zufrieden gewesen seien, sagt Sawatzki. Besondere Schwierigkeiten habe der Titel gemacht. Unzählige Varianten habe sie vorgeschlagen, sagte die ehemalige Frankfurter „Tatort“-Kommissarin. „"Kalte Augen", "Eisblaue Augen", "Das Blau Deiner Augen" - alles abgeschmettert. Manches gab es auch schon.“

„Ich mag Andrea Sawatzki, aber ihr Mann gefällt mir noch besser"

Das Buch sei zwar alles andere als eine Autobiografie, betonte sie. Dennoch sei ihr eigenes Leben Ausgangspunkt der Geschichte. Sawatzkis Vater erkrankte früh an Alzheimer, als junges Mädchen pflegte sie ihn. Um die Krankheit geht es auch in dem Buch, das sie bei der Eröffnung des Krimifestivals München vor rund 700 Zuschauern vorstellte. In der ersten Reihe saß ihr Mann und Schauspielkollege Christian Berkel - und das freute nicht nur die Roman-Debütantin: Sie möge Andrea Sawatzki, sagte eine Zuschauerin. „Aber was mir noch besser gefällt, ist ihr Mann.“

"Weibliche" Krimis oft deutlich blutiger und brutaler

Für Festivalleiter Andreas Hoh ist Sawatzki eine von vielen „starken Frauen“, die das Münchner Krimi-Festival in diesem Jahr prägen. „Krimis waren einmal eine reine Männer-Domäne. Aber das ist jetzt mindestens schon zehn Jahre her. Die Frauen haben mehr als aufgeholt.“ Das Besondere an „weiblichen“ Krimis: Sie seien oft deutlich blutiger und brutaler als die ihrer männlichen Kollegen. Außerdem wüssten die Frauen sehr genau, wovon sie schrieben. „Andrea Sawatzki weiß auch genau, wovon sie redet. Das Leben mit Alzheimer, das kennt sie.“

Zur elften Ausgabe des Festivals werden in den kommenden Wochen hochkarätige Krimi-Autoren wie Jussi Adler Olsen, Sabine Tiesler, Elizabeth George, Sara Gran und Alpen-Krimi-Autor Jörg Maurer in München erwartet. Zum Abschluss am 26. März wird zudem im Münchner Polizeipräsidium der Agatha-Christie-Krimipreis verliehen.

dpa

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