Franzi fordert Schwimmunterricht für alle

Franziska van Almsick wünscht sich an den Grundschulen in Deutschland mehr Begeisterung für das Schwimmen.

Berlin - Schwimmlegende Franziska van Almsick wünscht sich an den Grundschulen in Deutschland mehr Begeisterung für das Schwimmen.

“Der Schwimmunterricht wird äußerst stiefmütterlich behandelt. Entweder er findet gar nicht statt oder er wird so nebenbei erledigt“, sagte die 34-Jährige am Dienstag im Europa-Park in Rust bei Freiburg der Nachrichtenagentur dpa. “Das ist ein Trend, der immer mehr zunimmt.“ Dabei werde übersehen, dass jedes Kind Schwimmen lernen sollte. “Es geht nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern es geht darum, dass Schwimmen Leben rettet.“ Nichtschwimmer seien hilflos und in Lebensgefahr, wenn sie ins Wasser fielen.

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“Alle Beteiligten sollten sich stärker um dieses Thema kümmern“, sagte die in Heidelberg lebende frühere Profischwimmerin. “Da gibt es einen großen Nachholbedarf.“ Kommunen sollten Schwimmbäder erhalten, an den Schulen müssten professionelle Schwimmtrainer eingesetzt werden, Eltern sollten auf Schwimmunterricht dringen. Sie selbst habe es sich zur Aufgabe gemacht, auf das Problem aufmerksam zu machen.

Vor eineinhalb Jahren hat van Almsick einen Verein gegründet, der es Kindern ermöglichen will, richtig Schwimmen zu lernen - unter anderem mit einem Projekt in Heidelberg.

dpa

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