Fuchsbergers Lebensgefährtin: Sie war sein guter Engel

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Bei seiner Cornelia fand Tommy Halt: Hier feiern sie gemeinsam im Hippodrom auf der Wiesn.

München - Bei seiner Cornelia fand Tommy Fuchsberger in allen Höhen und Tiefen seines Lebens Halt: Am Freitag bekam sie die Nachricht von seinem tragischen Tod. In der tz spricht sie über ihre Trauer.

Liebe Freunde, ich weiß nicht, wie ich es euch sagen kann, ich bin so verzweifelt und traurig, traurig, traurig. Zehn Jahre waren wir uns so nah, lieber Tommy, wo bist du? Cornelia Corba auf ihrer Homepage

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Es gibt Momente, die teilen das Leben in zwei Hälften: in ein Davor und ein Danach. Davor hatte Cornelia Corba (51) noch gelacht, sich gefreut, dass ihr Lebensgefährte Tommy Fuchsberger einen schönen Interviewtermin in Kulmbach hatte. „Er war so glücklich“, sagt sie der tz, und ihre Stimme zittert. Seit sie von seinem Tod erfahren hat, in der Nacht zum Donnerstag, lebt sie im Danach. Kalt fühlt sich das Leben auf einmal an und leer.

Trauer um Thomas Fuchsberger

Trauer um Thomas Fuchsberger

Eben hatten die schöne Schauspielerin und der lebensfrohe Musikproduzent noch ihr Zehnjähriges gefeiert. Stolz darauf, dass ihre Liebe keinen Trauschein braucht. Dafür verlobten sie sich immer wieder und fühlten sich dabei so frisch verliebt wie am ersten Tag.

„Sie ist die Frau meines Lebens“, sagte Fuchsberger noch auf der Wiesn und schenkte seiner Liebsten bewundernde Blicke. „Ich will mit ihr alt werden. Hoffentlich mag sie mich auch noch, wenn ich nicht mehr so attraktiv bin“, scherzte der 53-Jährige beim letzten Gespräch mit der tz auf der Schlager-Wiesn im Weinzelt. Worte, die Cornelia Corba vor wenigen Wochen noch ein glückliches Lächeln aufs Gesicht zauberten und die ihr jetzt ins Herz stechen.

„Ich stehe noch so unter Schock“, sagt sie weinend . „Warum? Warum musste sein Leben so enden? Wäre ich bei ihm gewesen, hätte ich ihn retten können.“ Ein quälender Gedanke für die 51-Jährige, die fast immer an der Seite ihres Mannes war. Ein Blick genügte, und Cornelia wusste, wenn es ihrem Liebsten schlecht ging, er in den gefährlichen Unterzucker rutschte, der ihm als Diabetiker immer wieder drohte.

„Lange bevor es andere Menschen merkten, habe ich gespürt, wenn etwas nicht stimmte.“ Dann griff sie in Tommys Hosentasche und steckte ihm schnell einen Traubenzucker in den Mund. Sie war sein guter Engel. Die Frau, die mit ihm alle gesundheitlichen Höhen und Tiefen durchstand. Als Fuchsberger 2003 nach einem lebensbedrohlichen Darmvorfall zwanzig mal operiert werden musste, wachte sie gemeinsam mit seinen Eltern Joachim und Gundel Fuchsberger am Krankenbett. Damals hatte sie Todesängste.

Doch ihre Liebe holte ihn zurück ins Leben. Sie war stark und ehrlich, ohne einzuengen. Und sie half, die zerrüttete Beziehung zu Fuchsbergers Kindern Jennifer (25) und Julien (22) aus erster Ehe zu kitten. Das letzte Weihnachten feierte die Familie, zu der auch Corbas Adoptivsohn Benjamin gehört, nach vielen Jahren Funkstille gemeinsam. „Ich bin so glücklich, dass ich nur noch lachen könnte“, strahlte damals Thomas Fuchsberger. „Es fühlt sich an, als wären wir niemals getrennt gewesen.“

Es gab Hoffnung und Harmonie, Glück und eine Zukunft im Davor. Gemeinsam wollten Cornelia Corba und Thomas Fuchsberger, die auf Festen im Münchner Gesellschaftskalender so viel Wärme und Herzlichkeit ausstrahlten, noch vieles gemeinsam genießen. „Sie ist eine so starke Frau“, flüsterte der Musiker beim letzten Treffen, als die Fotografen seine Liebste in gleißendes Blitzlicht stellten.

Stark muss sie auch jetzt sein, wenn sie ihren Mann ein letztes Mal sieht, ihn zu Grabe trägt. Wann? Wo? „Ich weiß es nicht. Mein Kopf ist so leer und mein Herz tut weh“, sagt Cornelia Corba. Ihr Leben ist in zwei Hälften geteilt – seit wenigen Stunden lebt sie im Danach.

Über das Drama berichten die tz-Reporter Astrid Kistner, Nina Bautz, Christina Schmelzer, Wolfgang de Ponte und Michael Timm

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