Gotye: Der etwas andere Popstar

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Der belgisch-australische Sänger Gotye steht am Dienstag (21.02.2012) im Astra Kulturhaus in Berlin auf der Bühne.

Berlin - Gut zu wissen, dass so etwas im Pop noch geht: Ein Welterfolg ganz ohne Castingshow und Reißbrett-Design, nur mit Hilfe von Talent und starken Songs. Der belgisch-stämmige Australier Gotye macht es vor.

Der Hit, auf den im restlos ausverkauften Astra alle gewartet hatten, kam schon nach einer halben Stunde: Im Duett mit der hübschen Neuseeländerin Kimbra sang Wouter de Backer alias Gotye die raffiniert verschachtelte Trennungsfrust-Ballade „Somebody That I Used To Know“. Sie gelang den beiden am Dienstagabend beim Berliner Tourneeauftakt ähnlich eindrucksvoll wie auf „Making Mirrors“, dem Überraschungs-Album des Jahres. Spätestens jetzt war klar, dass dieser hoch veranlagte Australier mit belgischen Wurzeln tatsächlich das Zeug zum etwas anderen Popstar hat.

Denn der Triumph von Gotye hat mit den herkömmlichen Mechanismen der Pop-Branche wenig zu tun. Weder ist der 31-Jährige ein strahlender Held vom Reißbrett erfindungsreicher Produzenten, noch hat ihn eine Castingshow in die Charts katapultiert, noch hat er sich über Jahre aus verqualmten Clubs beharrlich hochgearbeitet.

"Making Mirrors" brachte den Durchbruch für Gotye

Schon das Debüt „Like Drawing Blood“ (2008) - eine Schnipselarbeit aus nur wenigen selbst eingespielten Instrumenten und jeder Menge Samples - wurde zu einer der besten australischen Platten aller Zeiten gewählt. Der Ende 2011 weltweit erschienene Nachfolger „Making Mirrors“ mit seiner unwiderstehlichen Mixtur aus Pop, Folk, Soul und Weltmusik brachte Gotye dann den Durchbruch - nicht zuletzt dank eines kunstvollen Bodypainting-Videos zu „Somebody...“, das schon bald auf Millionen Smartphones flimmerte.

dpa

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