Haarmode: Welcher Look ist jetzt in?

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München - Bewusst vom Gewohnten abweichen – so lautet das Motto der neuen Frisurenkollektionen in diesem Herbst und Winter.

Schon gewußt?

Wir tragen etwa 100.000 bis 150.000 Haare auf dem Kopf. Täglich wächst das Kopfhaar etwa 0,2 bis 0,5 Millimeter. Nach zwei bis sechs Jahren fällt es aus, ein neues wächst nach. Bis dahin kann es rund 60 bis 80 Zentimeter lang werden. Normal ist, dass täglich etwa 50 bis 100 Haare ausfallen.

Passend zur Kleidermode liegt der Schwerpunkt bei den Haaren auf dem Spiel mit Gegensätzen und wohldosierten Kontrasten. Umformen liegt im Trend und jede Frisur kann durch verschiedene Stylingmethoden auf völlig andere Art in Szene gesetzt werden. Die Modemacher des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) kombinieren in dieser Saison ohne stilistische Zwänge, was so bislang nicht zusammengehörte. Sie verbinden den zeitlosen Chic von Klassikern mit frechen Elementen, setzen mit interessanten Farben Akzente. Erst der Mix macht die neue Frisur. Deshalb findet man in diesem Herbst und Winter oft ein Wechselspiel aus lang und kurz, lockig und glatt. Das Spiel mit den Haaren macht Spaß und stellt die Individualität der Trägerin in den Vordergrund.

Prägnante Kurzhaarschnitte

Kurz, elegant, frisch und zugleich unorthodox. Ein Trendthema sind in diesem Winter die Short-Cuts. Die prägnanten Kurzhaarschnitte mit unterschiedlichen Haarlängen strahlen Weiblichkeit und Sinnlichkeit aus und passen besonders gut zu Frauen mit zierlichen Gesichtszügen. Angesagt ist vor allem eine neue Variante des Pilzkopfs. Die Trägerin entscheidet dabei selbst, ob sie lieber elegant-modern oder frech-punkig wirken will. Der Pilzkopf wird hinten durchgestuft und hat unbedingt einen vollen Pony. Für den Punk-Effekt werden die Haare aufgestellt und kreuz und quer in alle Richtungen frisiert. Strähnen etwa in Pink und Petrol setzen gewagte Akzente. Cool wirken Kurzhaarschnitte mit großer Ponytolle.

Immer wieder Bob

Er war bereits im Sommer die Trendfrisur der Saison. Auch jetzt kommt man kaum um den Bob der 1920er Jahre herum. Immer neue Varianten machen ihn zu einem beliebten Haarschnitt, der fast jeder Frau steht und sich besonders gut für feines Haar eignet. Die neuen Versionen lassen viel Freiraum für unterschiedliches Styling. Entweder eng am Kopf getragen oder mit Stylingcreme wild verstrubbelt. Die Haare sind dabei nicht mehr auf einer Länge gehalten, sondern in sich gesclict und im Nacken unterschnitten. Wer eine tolle Winterfarbe dazu sucht, wählt einen dunklen, satten Kupferton.

Blonde Verführung

Hochsaison hat schwingendes Haar in ultrakühlem Blond. Damit der Schwung stimmt, werden die Haare im unteren Bereich dezent gestuft. Ein Muss dabei: ein voller, überlanger Pony mit tiefem Seitenscheitel, der seitlich ins Gesicht fällt. Die langen Haare bieten viele Möglichkeiten für Stylingvarianten. So lassen sie sich exzentrisch trapezförmig stylen oder in eine der aktuellen 1950er- Jahre Hocksteckfrisuren verwandeln.

Neo-Romantik-Look

Lange Haare braucht frau auch für den neuen Neo-Romantik-Look. Die Haare werden dabei nur minimal im vorderen Bereich gestuft, die Spitzen sind leicht fedrig. Bei diesem elfenhaften Look umrahmen die Haare das Gesicht mit leichtem Schwung. Den gewollten Bruch zur romantischen Optik erzielen kühl-matte Farbeffekte. Unverzichtbar für diese Frisuren sind Wellen oder Locken. Im Notfall muss mit Lockenstab nachgeholfen werden.

Hochsteckfrisuren und Sleek-Look

Bei den internationalen Haarstylisten sind elegante Looks mit Hochsteckfrisuren eines der Top-Themen. Vor allem der Haarknoten hat es den Designern angetan. Entweder seitlich gesteckt zu ansonsten glattem Haar oder hoch angesetzt. Trendy wirken Hochsteckfrisuren mit einzelnen Kreppsträhnen im Deckhaar. Der Big-Hair-Look des Sommers mit hoch toupierten Haaren ist ebenfalls noch In. Ultrachic ist nach wie vor der Sleek-Look. Kurze Haare werden dabei mit tief liegendem Scheitel streng aus dem Gesicht getragen. Auch sportliche Zöpfe und Pferdeschwänze sind im Kommen. Der Clou dabei sind dekorative Haargummis oder Spangen. Auffallender Haarschmuck wie paillettenbesetzte Haarbänder hat es vielen Haardesignern angetan. Up to date ist man auch mit dem sogenannten Undone-Look. Dabei umrahmen die offenen Haare locker und leicht toupiert das Gesicht.

Edle Tolle

Die Herren betonen in diesem Herbst und Winter vor allem den Oberkopf. Das Must Have der Saison ist die Tolle der 1950er Jahre. Die Seitenkonturen sind dabei kurz und bilden einen Kontrast zur langen und kompakten Textur am Vorderkopf. Und auch bei den Männern wird das Styling immer wichtiger. So wird etwa aus einem ziemlich normalem Kurzhaarschnittt mit ein bisschen Gel eine auffallende Frisur im Irokesenstil. Im Kommen sind Locken und längere Konturen am Ober- und Vorderkopf. Dabei sorgen extrem kurze Seitenpartien dafür, dass die Frisur rockig wirkt.

Von klassisch bis punkig - Frisurentrends

(Quelle: djd für Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks)

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