Heiner Brand über seinen Rücktritt

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München - Der Ex-Nationaltrainer spricht in einem Interview mit GQ über seinen Rücktritt. Ein Grund war, dass ihm "die Freude verloren gegangen" wäre, so Brand.

Heiner Brand ist eine deutsche Sport-Ikone: Er wurde als aktiver Handballspieler und als Bundestrainer der Handball-National­mannschaft Weltmeister. Am vergangenen Freitag, dem 28. November, zeichnete ihn das Männer-Stil-Magazin GQ Gentlemen’s Quarterly als „Mann des Jahres“ in der Kategorie „Sport“ für sein Lebenswerk aus. Den Abschied von seiner Trainerrolle im Juni dieses Jahres beschreibt Brand im Interview mit GQ jetzt mit gemischten Gefühlen. „Mir war die Freude verloren gegangen“, so der 59-Jährige.

Trotzdem sei ihm die Entscheidung schwer gefallen: „In der öffentlichen Wahrnehmung hätte ich 2007 aufhören müssen. Es wäre der ideale Zeitpunkt gewesen, als Weltmeister abzutreten. Auch wenn die Wehmut dann noch größer gewesen wäre, als sie es später ohnehin war. Außerdem muss ich sagen, dass mir die Arbeit mit der Mannschaft bis zum Schluss Riesenspaß gemacht hat – obwohl zuletzt die Erfolge ausblieben. Was wirklich an mir zehrte, waren die Querschüsse aus der Liga, die der National­mannschaft geschadet haben. Das hat an mir genagt.“ Von einem Burn-out will Brand aber nicht sprechen: „Klar, es gab Phasen, die waren nicht schön, da passierten Dinge, die mich bis in die Nacht verfolgt und wach gehalten haben. Ist das ein Burn-out? Ich glaube nicht. Ich habe immer gut loslassen und abschalten können. Dank meiner Frau, meiner Familie und meinem Freundeskreis.“

Brands Erfolgsrezept: „Ich habe immer eine Führungsrolle beansprucht.“

Als eine entscheidende Komponente für seinen langjährigen Erfolg sieht Brand rückblickend seinen großen Ehrgeiz: „Ich habe immer eine Führungsrolle beansprucht. Ich wollte in Hierarchien immer ganz oben sein. Den Rest, den ich zum Erfolg brauchte, brachte dann die Erfahrung.“ Aber auch mit der Autorität dürfe man es nicht übertreiben, reflektiert der ehemalige National-Trainer kritisch: „Eine Hierarchie kann schnell zur Ungleichbehandlung führen. Darin stecken große Gefahr und Frustpotenzial, nicht nur im Sport.“ Das vollständige Interview mit dem „GQ Mann des Jahres“ Heiner Brand lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von GQ, die morgen erscheint. Auf GQ.de oder in der GQ iPad-App finden Sie außerdem weitere Themen der aktuellen Ausgabe.

Pressemeldung Condé Nast Verlag GmbH

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