Jackos Ärzte sperren sich gegen Ermittlung

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Michael Jackson bei seinem letzten öffentlichen Auftritt.

Los Angeles - Von wem hat Michael Jackson die Medikamente, die ihn allem Anschein nach getötet haben? Im Fokus der Polizei: Jackos Ärzte. Diese sperren sich aber gegen die Ermittlungen.

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Michael Jacksons Ärzte sperren sich nach US-Medienberichten gegen die Ermittlungen der Polizei, die die Todesursache des “King of Pop“ aufzuklären versucht. Der gewöhnlich gut informierte Internetdienst tmz.com schrieb am Montag, dass der Hautarzt und langjährige Vertraute von Jackson, Dr. Arnold Klein, der Aufforderung nach Herausgabe aller Unterlagen über seinen prominenten Patienten bisher nur teilweise nachgekommen sei. Im Mittelpunkt der polizeilichen Untersuchung stehe aber vor allem der Leibarzt Dr. Conrad Murray, der den Popstar nach seinem Kollaps am 25. Juni noch wiederzubeleben versucht hatte, berichtete tmz.com am Wochenende unter Hinweis auf Informationen aus Ermittlerkreisen.

Demnach gibt es Anzeichen, dass Murray dem mutmaßlich medikamentensüchtigen Sänger das Narkosemittel Propofol verschafft hatte, das nur zur Anästhesie in Krankenhäusern verabreicht werden darf. Laut tmz.com liegt den Ermittlern Beweismaterial vor, nach dem Jackson kurz vor seinem Herzversagen eine Propofol-Injektion erhalten hatte. Auch dafür, dass Dr. Murray ihm die Spritze gab, soll es Beweise geben.

Verdächtig kommt den Ermittlern weiterhin vor, dass der Leibarzt 20 Minuten von Jacksons Kollaps bis zum Notruf verstreichen ließ. Da Dr. Murray die Adresse des von Jackson gemieteten Hauses nicht bekannt war, vergingen am Ende 30 Minuten, bis die Notrufzentrale über den Ruf 911 alarmiert und um sofortige Hilfe gebeten wurde, schreibt der Internetdienst.

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Zu denen, die Michael Jackson Medikamente injizierten, gehört auch dessen Ex-Frau Debbie Rowe, die spätere Mutter seiner älteren zwei Kinder. Rowe war vor ihrer Ehe mit dem Weltstar bei Dr. Klein angestellt und hatte ihm Spritzen vor Akne-Behandlungen gegeben, wie laut tmz.com aus früheren Zeugenaussagen der Krankenschwester hervorgeht.

Rowe war 1993 im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen den Sänger wegen angeblicher Kindesbelästigung vernommen worden. Schon damals habe sich Rowes Chef, der Hautarzt Dr. Klein, gegen die Herausgabe seiner Jackson-Unterlagen gestemmt, berichtete tmz.com am Montag unter Berufung auf Informationsmaterial der Santa Barbara Polizei.

Damals ging es darum, ob Klein dem Sänger eine Salbe verschrieben hatte, die seiner Haut alle dunklen Pigmente entzog. Jackson litt schon damals unter der sogenannten Weißfleckenkrankheit Vitiligo, die seine dunkle Haut am ganzen Körper fleckenweise weiß färbte.

Sein Ankläger in dem damaligen Fall hatte der Polizei von Jacksons gefleckter Haut im Genitalbereich erzählt. Als die Ermittler in Dr. Kleins Praxis nachforschen wollten, ob Jackson nach dem Verschreibungsmedikament verlangt hatte, um seine Haut im Genitalbereich ganz weiß zu färben und sich damit vom Verdacht zu befreien, waren die Unterlagen verschwunden, berichtete tmz.com. Sein Hautarzt gab zu Protokoll, Jacksons Akten bei sich zu Hause und bei seinem Anwalt unter Verschluss gebracht zu haben.

Am Montagabend hätte in London eigentlich Jacksons Comeback- Konzertserie beginnen sollen. Für die 50 Auftritte waren rund eine Million Eintrittskarten verkauft worden.

dpa

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