Jodie Foster über ihre seelischen Tiefs

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Los Angeles - In ihrem neuem Film "Der Biber" spielt Hollywoodstar Jodie Foster die Frau eines depressiven Familienvaters - auch privat hat die 48-Jährige mit Depressionen zu kämpfen.

Im Interview mit der Zeitschrift myself spricht die 48-Jährige jetzt offen darüber, dass sie bereits selbst Erfahrungen mit seelischen Tiefs gemacht hat: „Ich bin in meinem Leben oft – sehr oft sogar – damit konfrontiert gewesen. Depressionen kommen in jeder Familie vor. Aber ich habe das nie als massives Problem gesehen, sondern diese Phasen angenommen, sie als Bestandteil meiner Persönlichkeit akzeptiert. Es ist nun einmal so, dass das Leben viel härter ist, als man es sich in jüngeren Jahren vorstellt“, so Foster gegenüber myself.

„Ich habe mich meinen Mitmenschen oft sehr fern gefühlt.“ Obwohl es in den USA kein Tabu ist, sich beim Psychotherapeuten Hilfe zu suchen, sieht Foster den Umgang mit seelischen Problemen in ihrer Heimat zuweilen kritisch: „Die amerikanische Kultur ist einerseits fast übertrieben zartfühlig und dann wieder unglaublich unsensibel. Und wir haben Tabletten gegen alles. Das ist natürlich keine Lösung“, so die Oscar-Preisträgerin, die in ihrem neuen Film an der Seite von Mel Gibson spielt. Sie ergänzt: „Wir Künstler dagegen neigen dazu, uns intensiv mit diesen düsteren Themen zu quälen.“ In der Tat drehen sich ihre Filme oftmals um Einsamkeit und Anderssein. „Weil das meine großen persönlichen Themen sind. Ich habe mich meinen Mitmenschen oft sehr fern gefühlt. Interessanterweise fühlt man sich ja gerade innerhalb einer Familie oft unverstanden. Als hätten die, die einem am allernächsten stehen, keine Ahnung, wer man ist“, sagt die Schauspielerin.

Im nächsten Jahr feiert Foster 50. Geburtstag – anders als viele Schauspielkolleginnen hat sie mit ihrem Alter kein Problem: „Ich finde es sogar angenehm, dass man nicht mehr alle Optionen hat. In einigen Disziplinen könnte ich gar nicht mehr antreten, vieles will ich auch gar nicht mehr ausprobieren. Ich muss heute nicht mehr mit einer Rockband auftreten, an der Olympiade teilnehmen oder aufs Cover der Vogue. Letzteres habe ich schon in jungen Jahren geschafft.“

Das vollständige Interview mit Jodie Foster lesen Sie in der Mai-Ausgabe von myself, die am 20. April erscheint. Unter www.myself.de/foster finden Sie außerdem ein Special über das Ausnahmetalent. "Der Biber" kommt am 19 Mai in die deutschen Kinos.

Pressemeldung Condé Nast

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