Kachelmann kann sich jetzt frei bewegen

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Jörg Kachelmann nach seiner Haftentlassung.

Mannheim - Nach der Aufhebung seines Haftbefehls darf sich Jörg Kachelmann frei bewegen. Vermutlich wird er dennoch zu seinem Prozess erscheinen, denn entkommen kann er der Strafverfolgung kaum.

Der Fernsehmoderator Jörg Kachelmann wird nach Einschätzung des Strafrechtlers Michael Rosenthal zu seinem Prozess wegen Vergewaltigung kommen. “Die Schweiz liefert zwar keine eigenen Staatsbürger aus, ich denke aber, dass Kachelmann zum Prozess erscheint“, sagte Rosenthal am Freitag der dpa. Der 52-jährige Schweizer Kachelmann kann sich nach Aufhebung des Haftbefehls durch das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe am Donnerstag frei bewegen und reisen, wohin er will.

Kachelmann - erste Bilder nach der U-Haft

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Die Staatsanwaltschaft Mannheim wirft ihm vor, seine ehemalige Freundin vergewaltigt zu haben. Kachelmann, der die Vorwürfe bestreitet, war nach viereinhalb Monaten Untersuchungshaft auf freien Fuß gesetzt worden.

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Sollte Kachelmann nicht nach Mannheim zur Hauptverhandlung kommen, könnte er im gesamten Schengenraum per Haftbefehl ausgeschrieben werden, sagte Rosenthal. Kachelmann könne sich in Europa dann praktisch nicht mehr frei bewegen. 25 europäische Staaten sind Mitglied des Schengener Abkommens. Eine Flucht nach Kanada oder in die USA sei ebenfalls nicht sinnvoll, da mit beiden Ländern ein Auslieferungsabkommen bestehe. “Ich glaube, Kachelmann weiß, dass er da durch muss“, sagte Rosenthal. Der Prozess gegen Kachelmann findet unabhängig von der OLG- Entscheidung statt. Offen ist allerdings, ob es beim 6. September für den Beginn der Hauptverhandlung bleibt.

dpa

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