Honorar-Nachschlag für Film-Hit

Kameramann verklagt „Das Boot“-Macher

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"Das Boot" (hier ein Szenenbild mit Erwin Leder) war ein Welterfolg.

München - Millionen Menschen weltweit sahen Wolfgang Petersens Weltkriegs-Drama "Das Boot". Über 30 Jahre nach der Entstehung des Streifens fordert jetzt der Chefkameramann mehr Honorar. 

1981 ließ Star-Regisseur Wolfgang Petersen "Das Boot" über die Leinwände fahren. Das spannende Weltkriegs-Unterwasser-Drama war sowohl im Kino als auch später als Mehrteiler im Fernsehen ein Riesenerfolg. Chefkameramann Jost Vacano will für seine Arbeit an dem U-Boot-Streifen jetzt eine nachträgliche Umsatzbeteiligung einklagen - und kann in dem Rechtsstreit einen ersten Erfolg für sich verbuchen.

Seiner Ansicht nach steht seine Pauschalvergütung von rund 180.000 Mark (etwa 92.000 Euro) in den Jahren 1980/1981 in „auffälligem Missverhältnis“ zu dem Welterfolg der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Lothar-Günther Buchheim. Vacano macht früheren Angaben zufolge unter anderem geltend, dass er für die Unterwasseraufnahmen neue Kameratechniken entwickelt habe. Die ARD-Anstalt dagegen ging bisher davon aus, dass die gegen sie erhobenen Ansprüche in jedem Fall unbegründet sind.

Das Oberlandesgericht München verpflichtete am Donnerstag die Produktionsfirma Bavaria Film, deren Tochter Euro-Video und den Westdeutschen Rundfunk (WDR), ihm Auskunft über die Vermarktung des Film-Hits zu erteilen. Erst dann könne er ausrechnen, was ihm an zusätzlichem Honorar noch zustehe, befanden die Richter. Schätzungen von Branchenkennern zufolge könnten sich Vacanos Forderungen auf bis zu eine halben Million Euro belaufen.

Der Kameramann sagte am Donnerstag, die Bavaria Film sei bereits an ihn herangetreten und habe für den Fall einer eigenen juristischen Niederlage Gespräche über einen rechtlichen Vergleich in Aussicht gestellt.

dpa

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