Lena probt zum ersten Mal auf der Bühne

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Lena auf der Bühne in Düsseldorf.

Düsseldorf - Mit einer 40-minütigen Probe in der Düsseldorfer Arena hat Lena Meyer-Landrut am Samstag mit den Vorbereitungen beim Eurovision Song Contest (ESC) begonnen.

Zusammen mit drei Tänzerinnen und zwei Background-Sängerinnen übte die 19-Jährige ihren Song "Taken by a stranger" gleich fünf Mal auf der Bühne. In einer Woche, beim Finale am kommenden Samstagabend (14. Mai), wird Lena dann vor 36.000 Zuschauern in der Halle und erwarteten 120 Millionen Fernsehzuschauern in ganz Europa als Titelverteidigerin beim Gesangswettbewerb mit ihrer etwas düster-geheimnisvollen Choreografie auftreten.

Nach einer Pressekonferenz im Anschluss an den ersten Probendurchlauf stand für die Sängerin am Abend noch ein Besuch beim Rathausempfang der Stadt Düsseldorf an. Insgesamt 1.800 Gäste waren dazu eingeladen, darunter die Künstler aus allen 43 Teilnehmerstaaten. Am Sonntag (8. Mai) gibt es dann eine zweite halbstündige Lena-Probe in der Arena.

Eurovision Song Contest: Die Favoriten - und wer besonders schräg oder sexy ist

Lena will's wissen! Am 14. Mai tritt sie mit dem Song "Taken by a stranger" in Düsseldorf zur "Mission Titelverteidigung" an. © NDR/Sandra Ludewig
Doch die Konkurrenz schläft nicht: 42 andere Länder schicken ihre Songs ins Rennen. Viele davon müssen sich in zwei Halbfinals für das Finale am 14. Mai qualifizieren. © NDR/Sandra Ludewig
Wir stellen Ihnen die Konkurrenz vor: die Favoriten und die schrägsten sowie die sexiesten Teilnehmer © dpa
Kommen wir zunächst zu den Favoriten: Amaury Vassili aus Frankreich mit dem Song "Sognu" wird in den Wettbüros am heißesten gehandelt. Der Beau tritt mit einem Opern-Song an. Seine Quote: 4,0:1 (Alle Quoten Stand 4.5.11, Quelle bwin) © France 3
Platz 2 in der Wettquoten-Rangliste: Getter Jaani aus Estland 8,0:1 © ERR/Kalle Veesaar
Ebenfalls Platz 2 in der Wettquoten-Rangliste: Blue aus Großbritannien 8,0:1 © BBC
Platz 4 in der Wettquoten-Rangliste: Lena aus Deutschland 9,0:1 © dpa
Platz 5 in der Wettquoten-Rangliste: Kati Wolf aus Ungarn 10,0:1 © MTV/Gergely Holtzl
Das waren die Favoriten - kommen wir nun zu den schrägsten Teilnehmern © RTÉ
IRLAND: Diese zwei Herren heißen Jedward und kommen aus Irland © RTÉ
Die Hairstyling-Industrie zählt zu ihren größten Fans - schließlich sind sie Großabnehmer © RTÉ
Auch unsere Lena ist begeistert von dem schrägen Duo © RTÉ
Optisch sind sie auffällig - doch ihr eher gesichtsloser Song "Lipstick" dürfte es sehr schwer haben © RTÉ
ISLAND: Jetzt wird es familiär! Die große Runde aus Island namens Sjonni's Friends ist genauso harmlos wie ihre Outfits. © RÚV/Gassi
Freundliche Zeitgenossen würden ihren Song "Coming home" mit Travis vergleichen. Andere würden ihn einfach nur "langweilig" nennen. © RÚV/Gassi
MOLDAWIEN: Jetzt wird es richtig schräg! Zdob Si Zdub aus Moldawien treten mit Marge-Simpson-Frisuren auf. © TRM/Arina Cretu
Bei ihren Auftritten fährt gerne mal eine Frau im Einrad auf die Bühne. © TRM/Arina Cretu
Den Krawall-Popsong hat ein alter Grand-Prix-Bekannter geschrieben. Wer es war, steht am Ende dieser Fotostrecke. © TRM/Arina Cretu
SLOWAKEI: Der favorisierte Beitrag der Redaktion - in optischer Hinsicht. © STV
Hinter dem Namen "Twiins" verbergen sich echte Zwillinge - Daniela und Veronika, die am Tag nach dem Grand-Prix-Finale 25 Jahre alt werden. © STV
Mit einem Sieg würden sie sich gerne ein Geburtstagsgeschenk machen. © STV
Doch leider kann die nette, aber harmlose Pop-Ballade "I'm still alive" nicht mit der optischen Präsentation mithalten. © STV
UKRAINE: Wie süß! © NTU
Diese Dame heißt Mika Newton - und ihr Song passt zu diesen Fotos. © NTU
"Angel" heißt der Titel. © NTU
Solche Fotos dürften manchen männlichen Beschützerinstinkt wecken. Bei den Wettquoten liegt die Guteste aber nur im Mittelfeld. © NTU
Bei rund zwei Minuten in ihrem Song braucht es gute Ohren - da setzt die Blondine zu einem sehr schrillen langen Ton an. © NTU
ALBANIEN: P!nk? Nee, nur Aurela Gace aus Albanien. Außer der Ähnlichkeit ist bei ihr aber nicht viel erwähnenswert - sie wird wohl eher unter dem "Dabeisein ist alles"-Motto dabei sein. © RTSH
BOSNIEN-HERZEGOWINA: Hach, sieht der nett aus! © BHRT/Almin Zrno
Mit Dino Merlin würde man schon mal einen Kaffee trinken können. © BHRT/Almin Zrno
Seinem netten Akustikgitarrensong werden zumindest Außenseiter-Chancen eingeräumt. © BHRT/Almin Zrno
ÖSTERREICH: Ein Blick zu unseren Nachbarn - die schicken Nadine Beiler ins Rennen. Für Aufsehen dürfte das Intro sorgen. Es ist ohne Musikunterlegung gesungen und erinnert an "I will always love you" von Whitney Houston. © ORF
Eine große Ballade im typischen Eurovision-Song-Contest-Stil - aber reicht das 2011 noch für vordere Plätze? © ORF
BULGARIEN: Ein süßes Foto einer süßen Teilnehmerin! © BNT
Poli Genova versucht mit einem offensiven Rocksong zu punkten - und denkt gleich gar nicht daran, in "Na inat" Englisch zu singen. © BNT
ESTLAND: Noch mal zurück zu der jungen Frau aus Estland, die zu den Topfavoriten zählt. Dass sie so heiß gehandelt wird, liegt sicherlich nicht nur am Song. Doch das flotte Popstück im Katy-Perry-Stil hat durchaus Hitqualitäten. © ERR
Allerdings: Das Aussehen der 18-Jährigen dürfte ihr nicht gerade schaden. © ERR
POLEN: Schräge Frisuren gehören bei unseren Nachbarn von "Magdalena Tul" zum guten Ton. © TVP
Auf diese Performance können wir uns freuen. © TVP
PORTUGAL: Homens Da Luta nennt sich diese schräge Combo. © RTP
Da ist Spaß garantiert - aber auch Erfolglosigkeit: "Bwin" sah die Band Anfang Mai mit den geringsten Chancen (Quoten 201,0:1 wie einige andere Acts) © RTP
SCHWEIZ: Süß! Die Eidgenossen probieren es bodenständig mit Anna Rossinelli. © SRG SSR idée suisse/Montague Fendt Anna Rossinelli
Die 23-Jährige aus Basel kann singen, sieht hübsch aus, wirkt ein wenig wie die schweizerische Lena, nur folkiger. Fraglich, ob der Song "In love for a while" wirklich stark genug ist. © SRG SSR idée suisse/Montague Fendt Anna Rossinelli
ISRAEL: Diese Dame kennen Grand-Prix-Fans bestens! © IBA/Ido Lavi
Dana International gewann 1998 den Song Contest. Die Transsexuelle war früher ein Mann. © IBA/Ido Lavi
Jetzt will sie es noch mal wissen. Allerdings ist ihr Song "Ding dong" fast schon erschreckend schwach. © IBA/Ido Lavi
5 FAKTEN ZUM SCHLUSS: Hier noch die fünf wichtigsten Fakten zu den Teilnehmern, mit denen Sie bei Ihren Mit-Guckern am 14. Mai punkten können. FAKT 1: Der Top-Favorit Amary Vassili aus Frankreich singt nicht Französisch, sondern Korsisch. © France 3
FAKT 2: Alexey Vorobyov bekam seinen Song von "Red One" geschrieben. Der Hitmacher arbeitete zuvor schon für Lady Gaga, Shakira und Jennifer Lopez. © ESC
FAKT 3: Die britischen Blue zogen sich unlängst für ein Schwulen-Magazin aus. © BBC
FAKT 4: Getter Jaani aus Estland belegte den vierten Platz bei der estnischen "DSDS"-Variante. © ERR
FAKT 5: Den Song für Moldawien schrieb ... © TRM
... Ralph Siegel. © dpa

Bereits seit dem vergangenen Wochenende laufen die Proben in der Düsseldorfer Arena für die größte Musikshow Europas. Bis zum Sonntag wird jeder der 43 Teilnehmer zwei Mal die Gelegenheit zum Üben haben. Am Montag (9. Mai) beginnen dann die Generalproben für das erste Halbfinale, in dem einen Tag später 19 Künstler um zehn Finalplätze kämpfen. Das zweite Halbfinale steigt am Donnerstag (12. Mai).

Zuletzt hatte der Grand Prix vor 28 Jahren in Deutschland stattgefunden. 1982 hatte die Sängerin Nicole mit ihrem Lied "Ein bisschen Frieden" den Titel gewonnen und damit die Ausrichtung des Gesangswettbewerbs in ihr Heimatland geholt. In diesem Jahr hat sich der federführende NDR viel vorgenommen, um den Song Contest zu einem riesigen TV-Ereignis zu machen. Allein von der ARD wurden dafür 12,1 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. In 55 Länder, darunter auch Neuseeland und Australien, wird der ESC übertragen.

dapd

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