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Ex-Spitzensportler unheilbar krank

„Mein Krebs ist zu aggressiv“: Tim Lobinger über Leukämie und was ihm noch Kraft gibt

Der schwerkranke Stabhochsprung-Weltmeister Tim Lobinger (50) berichtet von seinem harten Kampf gegen den Krebs. Eine Heilung sei so gut wie ausgeschlossen, aber Aufgeben ist für ihn keine Option. Seine Familie gibt ihm Kraft.

Berlin - „Heilung wird es bei mir nicht mehr geben. Mein Krebs ist zu aggressiv“, sagte der 50-Jährige der „Bild“-Zeitung. Im Februar hätten ihm die Ärzte gesagt, dass sein Tod näher rücke. Er solle Verfügungen treffen, sich mit seiner Beerdigung befassen und sich von seinen Liebsten verabschieden. „Die Gespräche mit meinen Kindern waren hart. Sie wissen, wie schlecht es um mich steht.“

Bei Lobinger wurde im März 2017 Blutkrebs diagnostiziert. Angefangen habe es mit Beschwerden an Gelenken. Aus dem nichts habe er überall sichtbare Dellen am Körper gehabt. Nach Chemotherapien, Stammzellspenden, zwischenzeitlichen Rückfällen und einem kurzzeitigen Leberversagen im Sommer 2018 galt der Hallen-Weltmeister von 2003 bereits zwei Mal wieder als gesund.

Krebs kam immer wieder zurück

Doch der Krebs kam immer wieder zurück. Lobinger musste sich eigenen Worten zufolge wieder einer Therapie unterziehen und erhielt zusätzlich Bestrahlungen. „Im Januar 2021 gab es einen Schub. Da fingen die Schmerzen an, stärker zu werden“, sagte er einmal zu „Bunte“. Ihm seien mehrere sichtbare Tumore entfernt worden.

Den Kampf gegen den Krebs hat der Sportler jedoch nicht aufgegeben: „Es gibt immer kleine Wege, die es einem ermöglichen, Kraft zu schöpfen und nicht die Hoffnung zu verlieren“, sagte er zu „Bild“. Besonders bewegend in diesem Jahr sei sein 50. Geburtstag gewesen, die Einschulung seines Sohnes (6) zehn Tage später verpasste Lobinger dann aber aufgrund einer Not-OP.

Mehr als 150 Tage im Krankenhaus

Absolut unvergesslich war für Lobinger im Sommer auch die Hochzeit seiner Tochter Fee (27). Lobinger konnte trotz seiner Krebserkrankung seine Tochter zum Traualtar führen. „An diesem Tag war ich nur der Vater der Braut, nicht der krebskranke Tim. Das tat mir unheimlich gut“, sagte Lobinger damals dem Magazin „Bunte“. Die Trauung seiner Tochter habe er vom Krankenhaus aus mitgeplant: „Ich stand zwischen Chemo-Ständern und schwer kranken Menschen und habe mit Fee über ihr Hochzeitskleid gesprochen.“

Mehr als 150 Tage habe er dieses Jahr im Krankenhaus verbracht - wegen drei Corona-Infektionen während seiner Chemotherapie sei er vorübergehend auch auf die Intensivstation gekommen. „Das ist kein wirkliches Leben“, aber Aufgeben ist für den ehemaligen Spitzensportler keine Option.

mz/dpa

Rubriklistenbild: © Screenshot Tim Lobinger

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