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Staatsschutz stürmt Wohnhaus um 5 Uhr morgens

Razzia bei Ex-Dschungelkönigin und Ballermann-Sängerin nach Nazi-Eklat

Ballermann-Sängerin Melanie Müller
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Derzeit laufen Ermittlungen der Polizei gegen die Ballermann-Sängerin Melanie Müller. Am 13. Oktober durchsuchte der Staatsschutz ihr Haus in Leipzig.

Der Eklat um das vermeintliche Zeigen des Hitlergrußes während eines Auftritts von Ballermann-Sängerin Melanie Müller geht in die nächste Runde. Am Donnerstag (13. Oktober) durchsuchten zahlreiche Beamte das Wohnhaus der 34-Jährigen.

Leipzig – Alles begann mit einem Auftritt am 17. September in Leipzig: Bei dem gebuchten Konzert der Ex-Dschungelkönigin, Promi-Big-Brother-Siegerin und Ballermann-Sängerin Melanie Müller fielen von einigen Zuschauern Äußerungen mit eindeutig rechtsradikalem und nationalsozialistischem Gedankengut.

In einem im Anschluss auf Instagram veröffentlichten Video erklärte die 34-Jährige, sie sei „bestürzt und empört“ über die Geschehnisse. „Ich möchte mich von derartigen Personen und Gedankengut klar und deutlich distanzieren und verurteile dieses auch aufs Schärfste.“ Mit Nazis und Rechtsradikalen habe sie nichts zu tun.

Sie habe sofort darauf hingewiesen, dass dies zu unterlassen sei. Einige Personen seien daraufhin des Festzeltes verwiesen worden. „Als es zu weiteren derartigen Äußerungen kam, habe ich meinen Auftritt sofort abgebrochen und die Veranstaltung verlassen“, so die Stimmungskanone weiter.

Juristisches Nachspiel: Polizei ermittelt gegen Melanie Müller

Der Auftritt hat nun allerdings ein juristisches Nachspiel für Müller. Derzeit laufen Ermittlungen wegen des Verdachts der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, erklärte eine Sprecherin der Polizeidirektion Leipzig Ende September. Es tauchte nämlich ein weiteres Video auf, das der Bild-Zeitung vorlag.

Darauf zu sehen: Die Sängerin, die auf der Bühne einige Male den rechten Arm in die Höhe schnellen lässt. „Das Video wird nun intensiv ausgewertet“, betonte die Sprecherin. Weitere Details wollte sie nicht nennen. Die zu klärende Frage ist, ob es sich dabei um den sogenannten Hitlergruß oder eine harmlose, auffordernde Geste ans Publikum handelt.

Müller distanziert sich von rechter Geste

Zu den Vorwürfen sagte die Mallorca-Sängerin gegenüber der Bild: „Seit elf Jahren stehe ich auf der Bühne und mache immer diese Handbewegungen. Nicht aus rechtsradikalem Hintergrund, sondern ,Zicke zacke zicke zacke‘, also genau so, wie ich es dort mache.“

Außerdem distanzierte sie sich abermals auf Instagram mit den Worten „Ich wiederhole noch einmal: Ich habe mit Rechtsradikalen oder nationalistischem Gedankengut nichts am Hut. Ich verurteile das aufs Schärfste.“ von der vermeintlich rechten Geste.

Razzia bei Melanie Müller: Polizei durchsucht Wohnhaus

Am Donnerstag (13. Oktober) folgte nun eine Razzia bei der 34-Jährigen. Beamte der Polizei und Staatsanwaltschaft durchsuchten am frühen Morgen das Wohnhaus von Melanie Müller in Leipzig. „Es geht um zwei Verfahren im Zusammenhang mit den aufgetauchten Videos“, bestätigte Vanessa Fink, Sprecherin der Leipziger Staatsanwaltschaft, gegenüber der Bild.

Ein Polizeiauto verlässt das Grundstück der Ballermann-Sängerin Melanie Müller. Die Polizei hatte das Wohnhaus von Müller durchsucht. Grund waren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit einem Hitlergruß, den die Sängerin gezeigt haben soll.

Informationen des Blatts zufolge sollen sich die ersten Einsatzkräfte bereits gegen 4 Uhr an dem Grundstück eingefunden haben. Eine Stunde später sei schließlich der Zugriff erfolgt – die Hintertür des Gebäudes gewaltsam geöffnet worden. Inwieweit bei der Razzia Beweismittel sichergestellt werden konnten, ist derzeit noch unklar.

aic mit Material der dpa

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