Messner trickst Medien aus und heiratet heimlich

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Bergsteiger Reinhold Messner und Sabine Stehle haben einen Tag früher als angekündigt geheiratet.

Bozen - Der Extrembergsteiger und Abenteurer Reinhold Messner (64) hat den Medien ein Schnippchen geschlagen und einen Tag früher als angekündigt geheiratet.

"Ja, es ist wahr, wir haben bereits am Freitagnachmittag unsere mehr als 25-jährige Lebenspartnerschaft legalisiert", bestätigte der weltberühmte Südtiroler die standesamtliche Eheschließung mit der Wiener Textildesignerin Sabine Stehle.

Zahlreiche Journalisten hatten am Samstag schon am frühen Morgen vor dem Rathaus der kleinen Gemeinde Kastellbell-Tschars bei Meran auf das Paar gewartet - vergebens. Messner hatte den Medienrummel geschickt umgangen.

"Es war eine sehr schlichte und nüchterne Zeremonie", sagte der Bürgermeister der Gemeinde, Josef Alber, der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Er hatte das Paar am Vortag getraut. "Die Eheleute Messner waren sichtlich bewegt", fügte Alber an. "Für einen Augenblick kam dabei große Heiterkeit auf, als ich Messner gefragt habe, ob er jetzt den Nachnamen seiner Ehefrau annehmen wolle."

Der "König der Achttausender" hatte etwas genervt auf den sich anbahnenden Medienauftrieb reagiert. Er dementierte auch Berichte der lokalen Presse, wonach die in der Nähe urlaubende Bundeskanzlerin Angela Merkel zu dem anschließenden Hochzeitsfest auf seinem Schloss Juval im Vinschgau stoßen werde. Das sei nicht wahr, und es werde auch kein Hochzeitsbankett organisiert, "sondern nur unser traditionelles Sommerfest".

Pressefotos von der Hochzeit werde es nicht geben, hatte Messner angesichts seiner geheimen Planung schon vorab angekündigt. Nur die Trauzeugen und die drei Kinder des Paares sollten im Standesamt dabei sein, hatte er mitgeteilt.

Die Bergsteiger-Legende war bereits einmal von 1972 bis 1977 verheiratet und hat eine Tochter aus einer nicht ehelichen Beziehung. Messner bestieg als erster Mensch und ohne Hilfe von künstlichem Sauerstoff alle 14 Achttausender der Erde, darunter zahlreiche Gipfel des Himalaya an der Grenze zu Tibet.

dpa

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